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Erste Homo-Ehe legal
Frankreich: Gericht gegen Scheidungszwang für Transsexuelle
- 17. Oktober 2012 1 Min.

Ein Berufungsgericht im westfranzösischen Rennes hat am Dienstag bekannt gegeben, dass Transsexuelle nach einer Geschlechtsanpassung weiter verheiratet sein dürfen – erstmals ist damit eine Homo-Ehe in Frankreich legal.
Das Gericht gab dem Antrag von Chloé Avrillon statt, die als Wilfrid geboren wurde. Sie war bereits seit mehr als einem Jahrzehnt mit ihrer Partnerin Marie verheiratet, als sie sich der Geschlechtsanpassung unterzog. Das Paar hat drei Kinder. Dem Gesetz nach hätte vor der Geschlechtsanpassung die Ehe geschieden müssen, da die gleichgeschlechtliche Ehe in Frankreich derzeit noch nicht legal ist.
Avrillon begrüßte die Entscheidung enthusiastisch: "Ich werde in meinem neuen Leben als Frau Fuß fassen können mit dieser Anerkennung meiner Identität durch die Gesellschaft", erklärte sie nach AFP-Angaben. Einzige Einschränkung im Urteil: Die Heiratsurkunde muss unverändert den alten Vornamen Wilfrid enthalten. So bleibt die Ehe offiziell verschiedengeschlechtlich, obgleich Chloé in anderen Dokumenten als Frau anerkannt ist.
Das juristische Problem von Trans-Ehen dürfte sich im nächsten Jahr erledigen, weil die französische Regierung derzeit die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben plant (queer.de berichtete).
In Deutschland wurde der Scheidungszwang für Transsexuelle bereits 2008 vom Bundesverfassungsgericht für ungültig erklärt (queer.de berichtete). (dk)















Leben sind schön merkwürdig wenn es denen egal ist was ihr Partner für ein Geschlecht hat. Wenn mein Freund mir mitteilen würde das er doch nicht schwul sondern transsexuell ist wäre das ein Trennungsgrund für mich. Ich möchte nicht mit einer Frau zusammen sein, egal ob bio oder Trans. Sind wir ehrlich, sowohl die primären als auch die sekundären Geschlechtsmerkmale sind bei der sexuellen Orientierung nicht unwichtig. Was mich nicht anmacht, macht mich nicht an. Aber vielleicht sind Leben da flexibler?