Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=17652
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Bundesregierung: HIV-Zwangstests verfassungswidrig


#1 PitjeAnonym
  • 18.10.2012, 11:45h
  • So ganz verstehen tue ich das nicht, ich dachte HIV kann man erst Tage oder Wochen später nachweisen? Dann ist eine Tat oder ein Unfall mit Ansteckungsrisiko für Polizisten und Rettungshelfer schon geschehen und der Test bringt in dem akuten Fall nichts mehr.

    Es sei denn es geht um bereits geschehene Ansteckung, wenn z.B. ein Messerangriff oder ein blutiger Überfall geschehen ist, dann hat ein HIV Test sicher auch strafrechtliche Relevanz.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 dobrapivo
  • 18.10.2012, 11:47h
  • Das erinnert an dunkle Zeiten, in denen aus der CSU Vorschläge wie Lager für Infizierte diskutiert hat.
    Nur sind wir jetzt 30 Jahre weiter und die die Ausführungen des Bundesinnenministeriums (immerhin auch CSU geführt) eine bloße Offensichtlichkeit. Und ein Schlag ins Gesicht Verfassungslaien in Sachsen-Anhalt.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 StretchingmasterProfil
  • 18.10.2012, 12:20hEssen / Holsterhausen
  • Antwort auf #1 von Pitje
  • Der Schnelltest soll bei den Straftätern angewendet werden. Also du liegst besoffen in ner Ecke weil du in der Disco einen über den Durst getrunken hast. Weil es ja sein kann das du die Beamten die dich holen vollkotzen könntest, oder wenn du verletzt sein solltest, diese mit deinem Blut in Berührung kommen könnten, sollst du ohne dein Einverständnis auf HIV und Hepatitis getestet werden damit sich die Beamten nicht anstecken können.

    Somit wissen die dann was was du nicht weist.

    Das würde Ausmaße annehmen. Dann würden die jeden testen mit dem sie in Berührungen kommen würden. Garantiert.

    Aber ist schon komisch, uns Schwulen sprechen sie die Grundrechte ab, aber bei Straftätern wird darüber heiß diskutiert.

    Nicht das ich für solch einen Test wäre. Nein. So etwas geht nicht. Man kann einen Menschen nicht gegen seinen Willen irgendwelchen Tests unterziehen.
    Aber da sieht man mal wieder wo wir in der Gesellschaft stehen.
    Jeder Straftäter ist besser gestellt als wir.

    Schönen Tag noch
  • Antworten » | Direktlink » | zu #1 springen »
#4 Fred i BKKAnonym
  • 18.10.2012, 15:38h
  • ...Sachsen, Sachsen-Anhalt ...eine dunkel- schwarz-braune Ecke ...ich habe das Gefuehl ..die wurden nicht richtig entnazifiziert in der damaligen DDR..

    rechts und ganz rechts ....die mir bekannten Schwulen aus dieser Gegend sind Fans der Merkel und dicke CDU CSU Freunde......
    mit denen ist jede Discusion zwecklos....

    ...typischer Satz.....wir haben ja soviel erreicht ,wenn man bedenkt dass man uns frueher vergast hat....
  • Antworten » | Direktlink »
#5 seb1983
  • 18.10.2012, 15:40h
  • Antwort auf #3 von Stretchingmaster
  • Mal Durchatmen, wo werden "uns" denn diesmal Grundrechte abgesprochen?
    Die Zwangstests für Schwule wurden vor nun 30 Jahren zu Hochzeiten der Aids Panik vorgeschlagen. Und.... Auch damals wurden sie mehrheitlich abgelehnt.
    Ein Witz dass das nun für Straftäter aus der Versenkung geholt wird, erstens ist es gegen die Menschenwürde, das allein sticht schon, und nebenbei ist es noch sinnlos.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #3 springen »
#6 MedmanAnonym
  • 18.10.2012, 15:54h
  • Antwort auf #5 von seb1983

  • Wieso sollte so ein Test sinnlos sein? Die Regelung sollte ganz klar so lauten: wenn ein Pokizist, Rettungshelfer, Arzt o. ä. bei der Versorgung oder Festnahme einer Person von dieser angegriffen wurde und es dabei zur Übertragung von infektionsfähigem Körpermaterial gekommen ist (Blut) sollte eine Testung erlaubt sein. Nur so kann rechtzeitig für Erstversorger ggf. mit einer Postexpositionsprophylaxe begonnen werden.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #5 springen »
#7 seb1983
  • 18.10.2012, 16:11h
  • Antwort auf #6 von Medman
  • Sinnlos ist er weil es offensichtlich noch nie zu einer Ansteckung gekommen ist.
    Und hier werden nun mal Persönlichkeitsrechte verletzt. Der Entwurf ist zudem sehr wage formuliert, und die Justiz will man auch gleich außen vor lassen so oft es geht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #6 springen »
#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 18.10.2012, 17:07h
  • Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt wird von der Bundesregierung in Sachen HIV-Zwangstests ausgebremst und ist auch richtig! Solche Tests nur nach Zustimmung des Patienten und das soll auch so bleiben!
  • Antworten » | Direktlink »
#9 herve64Ehemaliges Profil
  • 18.10.2012, 20:25h
  • Antwort auf #1 von Pitje
  • Soviel ich weiß kann man HIV frühestens nach drei Monaten mit einem Test nachweisen. Also ist das fachlich ohnehin für die Katz. Und von der Rechtmäßigkeit will ich hier gar nicht erst sprechen: es ist einfach indiskutabel, einen Patienten ohne sein Einverständnis zu testen, wenn die Infektionswege auf offene Wunden, Geschlechtsverkehr und Austausch von Körperflüssigkeiten beschränkt sind.

    So etwas ist allenfalls bei Krankheiten mit Tröpfcheninfektion wie Tuberkulose oder mit Schmierinfektion wie Ebola nachvollziehbar, aber doch nicht bei HIV.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #1 springen »
#10 wanderer LEAnonym
  • 18.10.2012, 22:02h
  • Der Verstoß ist männlich und für regiert den Akkusativ, folglich muß es heißen: einen (nicht: ein) Verstoß. Journalisten sollten Vorbild sein im Gebrauch einer korrekten Schriftsprache !

    Von der Sache her bin auch ich nach wie vor gegen einen Test auf (Antikörper gegen) HIV ohne die ausdrückliche Zustimmung des Betroffenen. Als ob es nicht schon genügt, daß zu jeder Blutentnahme und bei zahnärztlichen Behandlungen Handschuhe getragen werden !
  • Antworten » | Direktlink »
#11 Wanderer SpaAnonym
#12 FoXXXynessEhemaliges Profil
#13 HannibalEhemaliges Profil
#14 AntworterAnonym
  • 20.10.2012, 15:45h
  • Ich finde die Regelung richtig.

    Versetzt euch doch einfach mal selbst in die Lage. Jemand vergewaltigt euch und ihr wisst nun nicht, ob der Täter eine ansteckende Krankheit hatte, weil er nirgendwo in Behandlung ist. Der Täter wird sofort gefasst. Mit solch einem Gesetz kann man im Rahmen eines Zwangstests feststellen, ob der Täter erkrankt ist oder nicht (trifft auf alles mögliche zu, bei einer Person aus tropischen Ländern vielleicht auch Tropenkrankheiten). Das Diagnosefenster liegt bei ca. 15 Tagen bei HIV (diese Tests sind allerdings teuer). Testergebnisse liegen schnell vor. Anhand dieser Taten kann das Opfer viel besser abwägen, ob eine PEP-Behandlung durchgeführt werden soll oder nicht. Ggf. kann dann eine schon präventiv begonnene PEP-Behandlung abgebrochen werden.

    Gleiches gilt für andere Berufsgruppen.

    Bei Alkohol. und Drogentests regt sich doch auch keiner auf.
  • Antworten » | Direktlink »
#15 FoxieAnonym
  • 20.10.2012, 17:29h
  • Antwort auf #9 von herve64
  • Genau so sehe ich das auch.
    Mit dem HIV- Test ohne Einverständnis und ohne begründete Gefahr würde nur ein neues Überwachungs- und Kontrollinstrument geschaffen.

    Wo könnte das hinführen? Stell dir vor, du hast einen Rainbow-Sticker am Auto.
    HALT, allgemeine Verkehrskontrolle!
    Und einen Pieks später können sie deine Überwachungsdaten mit jeder Menge neuem Material auffüllen, DNA-Abdruck inklusive.
    Natürlich werden die Daten niemals, niemals, niemals an irgendwen für irgendwas weitergegeben!
    Wer´s glaubt...

    Da fühlt man sich doch gleich viel sicherer, oder?

    Zugegeben, eine etwas überspitzte Darstellung.
    Aber deshalb unmöglich???
    Wehret den Anfängen!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #9 springen »

» zurück zum Artikel