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P.C. Air
Ladyboy-Airline stellt Betrieb ein
- 22. Oktober 2012 2 Min.

Flugbegleiterin Thanyarat "Film" Jiraphatpakorn schenkt derzeit keine Tomatensaft aus
Vergangenes Jahr sorgte die thailändische Fluggesellschaft P.C. Air für Aufsehen, weil sie gezielt Ladyboys als Flugbegleiterinnen eingestellt hatte – nach Finanzproblemen hebt die Airline nun vorerst nicht mehr ab.
Der stellvertretende Verkehrsminister Chadchart Sittipunt erklärte am Freitag nach Gesprächen mit der zivilen Luftfahrtbehörde in Thailand, dass die Fluglinie bis auf Weiteres keine Charterflüge mehr anbieten werde. Zuvor hatte die Airline der Behörde über finanzielle Probleme Auskunft gegeben. P.C. Air wird mindestens zwei Wochen lang keine Flüge mehr anbieten.
Bereits am Dienstag hatte sich das vorläufige Ende angekündigt, als das derzeit einzige Flugzeug des Anbieters am Incheon International Airport, dem größten Flughafen Südkoreas, keine Abfluggenehmigung erhielt, weil die Fluglinie die Flughafengebühren und offenbar die Kosten für das Auftanken nicht begleichen konnte.
Warnung vor Entzug der Lizenz
Von der Entscheidung waren 400 Fluggäste betroffen. Die thailändische Luftfahrtbehörde will die Passagiere auf Flugzeuge des Anbieters Thai Airways verteilen. Sie warnte P.C. Air davor, dass die Fluglinie ihre Lizenz verlieren würde, wenn sie Passagiere, die ein gültiges Ticket erworben haben, ein weiteres Mal nicht befördert.
2011 berichteten Medien in aller Welt über den Start der privaten Airline, weil sie im Namen der Gleichberechtigung drei transsexuelle Stewardessen eingestellt hatte. Unter den Flugbegleiterinnen war auch Thanyarat "Film" Jiraphatpakorn, die Siegerin des Trans-Schönheitswettbewerbs "Miss Tiffany" aus dem Jahr 2007 (queer.de berichtete). Für alle Flugbegleiterinnen galten die selben Voraussetzungen, so mussten sie eine weibliche Stimme haben. Die Ladyboy-Stewardessen erhielten Namenschilder mit dem Hinweis "Drittes Geschlecht", um auf internationalen Flügen Probleme bei der Passkontrolle zu vermeiden. (dk)
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