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Keine Gleichstellung unter Merkel
Schwule und lesbische Führungskräfte enttäuscht über Kanzlerin
- 23. Oktober 2012 1 Min.

Angela Merkel lehnt die rechtliche Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben ab (Bild: Wir.Dienen.Deutschland. / flickr / by-nd 2.0)
Bei ihrer Mitgliederversammlung am Samstag in München haben die Verbände der schwulen und lesbischen Führungskräfte, der Völklinger Kreis und die Wirtschaftsweiber, die abwartende Haltung der Bundesregierung bei der Gleichstellung kritisiert.
In einer gemeinsamen Erklärung bezeichneten die Gruppen es als "sehr bedauerlich", dass die Bundeskanzlerin die Blockadehaltung des Finanzministers hinsichtlich der einkommenssteuerrechtlichen Gleichstellung vor zwei Wochen erneut unterstützt hat. Merkel hatte bei einer Rede erklärt, dass ihre Partei "aus eigenem Antrieb" keine Gleichbehandlung von eingetragenen Partnerschaften mit Eheleuten anstreben werde (queer.de berichtete). "Wir sind trotzdem zuversichtlich, dass unsere politischen Ziele durch eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes bald erreicht sind", so die Verbände.
Man werde sich nun auf die Verbreitung des Diversity-Gedankens in der deutschen Wirtschaft und in öffentlichen Verwaltungen konzentrieren. Ein "ganzheitlicher Diversity-Ansatz" sei "heutzutage für einen innovativen, erfolgreichen Betrieb" unabdingbar. Das propagierte Diversity-Konzept hat das Ziel, die soziale Vielfalt der Mitarbeiter konstruktiv zu nutzen und so Diskriminierungen zu verhindern und Chancengleichheit herzustellen.
Bei dem Treffen kamen über 300 schwul-lesbischen Fach- und Führungskräfte in München zusammen. Auch die Landtagsabgeordnete Claudia Stramm (Grüne) nahm an der Veranstaltung teil und forderte eine schnelle Umsetzung des "Diversity-Gedanken". (pm/dk)
Links zum Thema:
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