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Ein Farbenschock fürs Nutzvieh durch allzu bunte Bekleidung wurde vorerst vermieden (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Die Stadtdiva Timo kollidiert in Geschmacks- und Rollenfragen mit der Landzicke Denny. Teil vier der Bauern-Soap im Schnelldurchlauf.

Von Carsten Weidemann

Denny: "So wie du stehst, geht gar nicht!" Timo: "Wieso, wie steh ich denn?" Denny: "Komm, ich zeig dir das Mal, so." Timo: "Oh Gott!"

Der Dialog, der am Montagabend die vierte Folge der Serie "Bauer sucht Frau" einläutete, brachte bereits deutlich auf den Punkt, was eine mögliche Beziehung zwischen dem Bauern Denny und dem Altenpfleger Timo mit ziemlicher Sicherheit verhindern wird. Der 30-jährige Niederlausitzer hat eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie man sich als Mann zu geben, zu kleiden und zu bewegen hat. Und die entspricht nicht dem, was der 21-jährige Timo von sich rüberbringt. Er mag es bunt. Nicht nur seine Haare sind gefärbt, seine Klamotten leuchten in Signalfarben. "Die Kühe werden dich dafür hassen", scherzt Denny und ergänzt später noch: "Ich lass den Buntspecht lieber auf dem Boden sitzen." Timo verhält sich genauso, wie es typische schwule Jungs in der Stadt eben tun. Etwas stylischer bei der Mode, etwas weicher in den Bewegungen.

Nun gut, man muss im Kuhstall nicht unbedingt eine Haltung einnehmen, als ob man auf einer Party wäre und dabei ein imaginäres Sektglas in der Hand halten. Aber andererseits: Who cares? Die Tiere zeigten keinerlei Reaktionen, Homophobie ist für Kühe ein Fremdwort. Doch Denny, der von Anbeginn etwas nassforsch auftritt, will an Timo "noch etwas feilen", wie er sagt, und meint damit keine sexuellen Handlungen.

Küchenpsychologie und Bauernweisheit


Der Schlachtraum: Ein bisschen wie in der Serienkiller-Serie "Dexter" (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

"Das sieht total schwul aus, so tuckig. Wir stehen ja dazu, das wir schwul sind. Aber ich mag es nicht, wenn man es auf den ersten Blick sieht. Ein bisschen männlicher stehen", kommandiert er. Timo spielt für die Kamera mit und übt sich im Straight Acting, distanziert sich aber später im Interview davon. "Diese männliche Stehen und Bewegen… ist schrecklich. Das tut weh im Rücken, ich hab ein Hohlkreuz!" beklagt er sich. Es besteht Hoffnung, dass sich Timo auf Dauer nicht verbiegen lässt, nur um Dennys eigenem Anpassungsdruck nicht im Wege zu stehen.

Auf jeden Fall hat Timo noch viel zu entdecken: Tiere, mit denen er kuscheln kann (Katzen, Kaninchen, Hühner), und Räume, vor denen er sich fürchten kann. Der sterile Schlachtraum auf dem Hof, in den früher oder später die meisten der Kuscheltiere geführt werden, erinnert ein bisschen an die Räume, in denen der Serienkiller der Serie "Dexter" üblicherweise zu meucheln pflegt. Inklusive Haken, die von der Decke baumeln, und einer Kreissäge, die trennt, was vorher zusammengehörte. Nach der Schlachtraumbesichtigung mutmaßt Denny: "Ein Weichei ist Timo wohl nicht" Der Altenpfleger ist ebenfalls optimistisch: "Denny hat eine harte Schale, aber einen weichen Kern."

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#1 Kai aus HSKAnonym
  • 23.10.2012, 19:37h
  • Aus einer Handwerkerfamilie stammend kann ich nur lachen.
    Das hat nix mit "straight acting" zu tun, auf dem Land braucht man Leute die anpacken können. Egal ob Mann, Frau oder Pferd, hier wird körperliche Arbeit benötigt. Wer sich dafür zu schade ist oder zu doof anstellt hat den falschen Job erwischt.
    Zimperliesen welchen Geschlechts auch immer haben hier nicht zu suchen,was zählt ist Nützlichkeit und nicht hübsch in der Ecke rumstehen.
    Es geht nicht um "straight acting", es geht um Faulheit!
    Die Städter können heute ohne Anleitung nicht mal mehr eine Glühbirne auswechseln.
    Meine Mutter würde sich im Grabe umdrehen.
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#2 julian21
  • 23.10.2012, 21:52h
  • Antwort auf #1 von Kai aus HSK
  • Und wie effizient jemand arbeitet sieht man daran, WIE er oder sie sich bewegt?

    Merkst du eigentlich was du hier für nen sexistischen Bullshit verzapfst? Und dann noch die typischen Städterklischees auspacken...
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil