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Trotz Diskriminierung von Homosexuellen

Neu-Ulm gibt weiter Steuergelder an katholische Kindergärten


Die Stadt Neu-Ulm finanziert weiter Kindergärten, in denen homo­sexuelle Angestellte ihre sexuelle Orientierung geheim halten müssen (Bild: Images_of_Money / flickr / by 2.0)

CSU und SPD haben im Stadtrat von Neu-Ulm einen Antrag der Grünen abgelehnt, freiwillige Leistungen an kirchliche Kindergärten zu streichen, solange diese Schwule und Lesben diskriminieren.

Anlass für den Antrag war der Fall einer 35-jährigen lesbischen Erzieherin, die 2011 von einer Zeitarbeitsfirma in den katholischen Kindergarten St. Albert Offenhausen vermittelt worden war. Ihr Vertrag war dann wegen ihrer Homosexualität im Sommer diesen Jahres nicht mehr verlängert worden (queer.de berichtete). Die Grünen haben daher beantragt, dass die Stadt keine Zuschüsse mehr an Träger kirchlicher Einrichtung leisten soll, wenn diese sich nicht an das Allgemeine Gleich­behandlungs­gesetz halten. Derzeit dürfen Kirchen als sogenannte Tendenzbetriebe Minderheiten diskriminieren, auch wenn sie staatliche Zuschüsse erhalten. "Mit städtischem Geld darf keine Diskriminierung unterstützt werden", erklärte der grüne Fraktionsvorsitzende Rainer Juchheim laut "Südwestpresse".

Die FDP und die Freie Wählergemeinschaft schlossen sich zwar dem Antrag der Grünen an, er wurde jedoch von den beiden größten Parteien CSU und SPD abgelehnt. Am Ende stimmten 33 Stadträte gegen den Antrag, nur zehn befürworteten ihn. Gegner des Antrag erklärten, dass es nicht Aufgabe des Stadtrates sei, sich in die inneren Angelegenheiten der Kirchen einzumischen. Außerdem befürchteten mehrere Politiker, dass die Kirchen sonst ihre Kindergärten schließen könnten und die Stadt damit mehr Plätze schaffen müsste.

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Kein Einzelfall

In ganz Deutschland werden immer wieder Arbeitnehmer in kirchlichen Einrichtungen gefeuert, wenn die Vorgesetzten von der Homosexualität des Angestellten erfahren. So gab es vor Kurzem in einem Neu-Ulmer Kindergarten einen weiteren Fall von Diskriminierung einer lesbischen Erzieherin: Eine 39-Jährige war 2011 während ihrer Elternzeit gefeuert worden, weil die Kirche von ihrer sexuellen Orientierung erfahren hatte. Die gleichgeschlechtliche Liebe sei ein "schwerwiegender Loyalitätsverstoß", argumentierte das Bistum. Daraufhin klagte die Frau. Im vergangenen Monat knickte die Kirche schließlich ein, sagte den Gerichtstermin ab und stimmte der Zahlung einer hohen Abfindung zu (queer.de berichtete). (dk)

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#1 finkAnonym
  • 09.11.2012, 14:00h
  • gute idee von den neu-ulmer grünen.

    wär das nicht mal was für's bundes-parteiprogramm? aber nein, das trauen sie sich dann doch wieder nicht...
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#2 GroteskAnonym
  • 09.11.2012, 14:03h
  • Das Schärfste ist, daß die katholischen Kindergärten zu 80% bis 90% vom Staat finanziert werden - also von unseren Steuern, die Kirche aber die Personalentscheidungen treffen darf. Wo leben wir denn!?
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#3 goddamn liberalAnonym
  • 09.11.2012, 15:08h
  • Antwort auf #2 von Grotesk
  • Wo wir leben?

    In einem Land, in dem eine menschenrechtswidrige klerikale Untermenschenideologie durch unsere Steuergelder mitfinanziert wird.

    Da ist Einspruch gefordert!

    Zum Beispiel bei geschichtsvergessenen Sozis:

    Zweiter Bürgermeister

    Gerd Hölzel
    Rechtsanwalt
    Rubihornweg 5
    89231 Neu-Ulm Ludwigsfeld
    Tel.: 07 31 / 8 45 48
    Fax: 07 31 / 72 35 70
    E-Mail: gerd.hoelzel@spd-nu.de

    Fraktionsvorsitzender

    Karl-Martin Wöhner
    Dipl-Ingenieur (FH), Laborleiter
    Auerbergweg 15
    89231 Neu-Ulm Ludwigsfeld
    Tel.: 07 31 / 8 83 25
    Fax: 07 31 / 8 83 24
    E-Mail: karl-martin.woehner@spd-nu.de
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