Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?17818
  • 09. November 2012 15 2 Min.

Die frühere CDU-Landtagspräsidentin in Nordrhein-Westfalen hat sich am Donnerstag bei der Haushaltsdebatte überraschend deutlich für die Gleichbehandlung von sexuellen Minderheiten ausgesprochen. Die 54-jährige Regina van Dinther erklärte im Düsseldorfer Landtag:

Ich bekenne mich ausdrücklich zur Verpflichtung der Politik, aber auch der Gesellschaft zu einem diskriminierungsfreien Umgang mit Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen und Transgender zu kommen. Aus politischer Vernunft und christlicher Überzeugung werde ich mich dafür einsetzen, dass Gottes bunte Schöpfung, auch in unterschiedlicher sexueller Orientierung geachtet wird. In unserem Land muss Unrecht gegenüber so betroffenen Menschen – entspringend eines menschenverachtenden totalitärem Regime – als solches benannt werden.

Ich sage dies wohlwissend, dass es noch ein weiter Weg sein wird und sich viele Bürgerinnen und Bürger und auch Politiker schwer tun werden mit den Veränderungen umzugehen, die sich ergeben werden. Wenn wir aber gemeinsam auf die Menschenwürde und den Rechtsstaat stolz sind, die wir in unserem Land garantieren, dann lassen sich alle diese Fragen lösen und Veränderungen tragen.

Kurzum, es gibt in diesen Politikfeldern, für die unser Ausschuss zuständig ist, noch genügend zu tun. Die CDU wird sich nicht verschließen aber auch manche andere Sicht einbringen.

Van Dinther hat im Oktober an der Bundesmitgliederversammlung der Lesben und Schwulen in der Union in Düsseldorf teilgenommen und ist der LSU daraufhin auch beigetreten.

Freilich muss van Dinther gerade in der homofeindlichen NRW-CDU noch einige Überzeugungsarbeit leisten. Denn die Christdemokraten haben 2011 als einzige (!) Fraktion gegen die Gleichbehandlung von schwulen und lesbischen Beamten im Land gestimmt und den anderen Parteien allen Ernstes vorgeworfen, die heterosexuelle Ehe zu gefährden (queer.de berichtete).

Erst vor gut zwei Monaten nutzte der nordrhein-westfälische CDU-Fraktionschef Karl-Josef Laumann die Worte "gesund" und "gut", um Heterosexuelle von Homosexuellen abzugrenzen: "Ohne viele gesunde Familien gibt es letzten Endes keine gute Gesellschaft", so der Christdemokrat. (dk)

Foto: NRW-Landtag

-w-

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 09.11.2012, 16:13h
  • Wenn in der Union nur alle so wie Frau van Dinther denken und handeln würden!
  • Direktlink »
#2 Fred i BKKAnonym
  • 10.11.2012, 01:51h
  • ...ich bin mir sicher, dass sie das nicht unbestraft gesagt hat....möchte nicht wissen, wie sie in die Mangel genommen wird .....
    und jetzt einen Maulkorb verpasst bekommt...

    habe gerade gestern wieder erlebt ..wie meine sachlich kritischen Beitraege zur Kirche ,vom kirchlichen
    Seitenbesitzer auf Youtub ZENSIERT wurden !!

    Gesindel bleibt Gesindel....
  • Direktlink »
#3 Martin28a
  • 10.11.2012, 09:38h
  • NRW ist momentan auchtrotz der Regierung nicht grad liberal.
    Z.b ist die Regierung mit dem Justizminister gegen die Abschaffung er nachträglichen SV, nur das sage ich mal am Rande...

    Zum Thema ist zu sagen, dass die Dame recht, es ist auch bemerkenswert, dass sie erkannt hat, dass selbst die Bibel nicht so feindlich dem gegenübersteht.
  • Direktlink »