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Einzelkommentar zu:
Uganda will Homo-Gesetze noch 2012 verschärfen


#18 SchwTAAnonym
  • 13.11.2012, 07:48h
  • Okay, Problem erkannt: die Christen in Uganda wollen zu den alten biblischen Traditionen zurückkehren und Non-Heten ihrem Wüstengott opfern.

    Dass das Blödsinn ist, weiß jeder vernunftbegabte Mensch, und dass man das stoppen muss, ist auch klar - aber wie?

    Schade nur, dass in Uganda die allermeisten Menschen genauso denken - ähnlich wie auf Jamaika, in Saudi-Arabien, Mauretanien, Afghanistan, Polen und sonstwo. Was ist die Alternative? Uganda ohne Baganda, Saudi-Arabien ohne Araber? Wo sollen die hin, in ein neu gegründetes Homophobistan? Andererseits, wäre es wirklich sinnvoll, wenn man die ugandischen Non-Heten ausfliegt? Die Heten würden sich freuen, sind sie doch das ganze "schwule Pack" los. Auf der anderen Seite sind dann die Tausende von entwurzelten Schwulen und Lesben, die nie haben lernen können, wie man ein schwules Leben lebt, dass sich zumindest mit den Grundeinstellungen ihrer Kultur vereinbaren läßt - überhaupt, welche Kultur von den über 40 in Uganda darf's denn sein?

    Nach meiner Meinung kann der Wechsel definitiv nur von innen kommen. Eine Aufoktroyierung homophiler Gesetze kümmert Herrn Mbabane im Dorf KwaHeri wenig, wenn dort halt traditionell Schwule und Lesben plattgemacht werden, und die Zentralregierung in Kampala nicht eingreift. Daher:

    a) raus mit den ganzen religiösen Brandstiftern, die dort "missionieren"; natürlich nehmen die dann auch ihre Kohle mit aber dioe könnte durch SINNVOLL eingesetzte Entwicklungshilfe ersetzt werden

    b) Bildung und Bücher nach Afrika - es gibt genug Aufklärungskampagnen für ländliche Gebiete in Afrika, die die Leute vor Gesundheitsrisiken warnen. Warum nicht auch ein Theaterlehrstück à la "ich bin schwul und das ist gut so"?

    c) Überarbeitung der lokalen Traditionen für das 21. Jahrhundert - es kann nicht das Ziel sein, die Leute ihrer Kultur zu berauben, das führt früher oder später zu Frust oder Krieg. Kluge Köpfe, die es da genauso wie sonstwo geben muss, sollten sich überlegen, was an Stammestraditionen okay und förderlich ist, und was einfach in ein modernes Leben nicht mehr passt. Auch die Germanen haben irgendwann aufgehört, ihre Nachbarn aus Neid und Missgunst abzumurksen, ohne dass sie deswegen einen Kulturschock erlitten hätten.

    d) Fundamentalistische Führungskräfte aus dem Amt entfernen oder zumindest so in Schach halten, dass sie keinen Blödsinn verzapfen können

    Natürlich ist das zum Teil utopisch und auf jeden Fall teuer und langwierig, aber - man kann doch 'mal träumen. Habt Ihr bessere Ideen?
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