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  • 16. November 2012 20 2 Min.



Die katholische Kirche in Amerika ist politisch sehr viel aktiver als hierzulande. Bei Volksentscheiden zur Ehe-Öffnung schüttet sie Millionen in Kampagnen, die die Bevölkerung vor den vernichtenden Folgen der Homosexualität warnen. Und auch mit ihren Mitglieder verfährt sie offenbar nach dem amerikanischen Motto: "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns".

Das musste der 17-jährige Lennon Cihak aus Minnesota erfahren. Dort durfte die Bevölkerung am 6. November über ein Verbot für die Homo-Ehe abstimmen – und das Volk fand wie in drei anderen Bundesstaaten nichts dabei, wenn Schwule und Lesben gleiche Rechte haben (siehe queer.de-Ticker). Während des Wahlkampfes hatte der Teenager auf Facebook ein Plakat der Verbotsbefürworter mit homofreundlichen Slogans überschrieben ("Equal rights" – gleiche Rechte) und auf Facebook gepostet. Mehrere seiner Schulfreunde haben den "Gefällt mir"-Button geklickt, aber nicht sein Pfarrer. Hochwürden ließ den Bub wissen, dass er mit dieser politischen Einstellung kein guter Katholik sei und verweigerte ihm das Sakrament der Firmung.

Die Eltern von Lennon waren fassungslos. Seine Mutter erklärte im "Grand Forks Herald":

Wir kennen ja die katholischen Ansichten, aber ich hätte nie gedacht, dass jemandem die Firmung verweigert wird, wenn er kein Hunderprozentiger ist. Das hat mich wirklich schockiert.

Ein bisschen gnädig ist der Pastor noch: Die Freunde, die bei dem Bild "Gefällt mir" gedrückt haben, dürfen (noch) das Sakrament der Firmung erhalten.

Bleibt die Frage, wie die katholische Kirche in den USA überleben will, da ihnen die Schäfchen bei der Frage der Ehe-Öffnung immer weiter entgleiten: Einer Umfrage des Pew-Forums aus dem vergangenen Jahr zufolge unterstützen bereits 52 Prozent der Katholiken die Ehe-Öffnung – unter Protestanten sind es nur 34 Prozent, unter weißen evangelikalen Christen sogar nur 19 Prozent. Die Catholic Church in the United States dürfte also die ineffektivste politische Organisation des Landes sein. Gott sei Dank! (dk)

Bild: privat

-w-

#1 MarekAnonym
  • 16.11.2012, 16:36h
  • Eine faschistische Sekte halt...
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#2 FWeltenburgAnonym
  • 16.11.2012, 17:30h
  • Die Geschichte ist sehr fragwürdig. Es existiert eine Stellungnahme des Pfarrers, der bestreitet, hier die Firmung verweigert zu haben. Die Verweigerung der Eucharistie ist sowieso nur bei Vorliegen eine individuellen Verfehlung möglich (Exkommunikation). Sippenhaft gibt es im Kirchenrecht nicht. Damit würde der Priester gegen den CIC verstoßen.

    Das alles ist sehr schräg und nicht glaubwürdig und wäre kirchenrechtlich anfechtbar. Die Stellungnahmen der Kirche, daß der Bericht nicht der Wahrheit entspricht sind dagegen höchst glaubwürdig.

    "As for the Rev. LaMoine, the priest told The Associated Press that the familys story isnt entirely accurate. While he declined to give details, the faith leader said that it was an internal and pastoral matter and that Lennon was not denied confirmation as stated by the family."

    www.theblaze.com/stories/teen-allegedly-denied-confirmation-
    after-priest-sees-pro-gay-marriage-facebook-post/
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