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Berlin Bruisers
Erstes schwules Rugby-Team veröffentlicht sexy Kalender
- 21. November 2012 3 Min.

Bei den Bruisers kämpfen 40 Jungs um das Ei (Bild: Berlin Bruisers)
Die Berlin Bruisers, die im Sommer als erstes schwules Rugbyteam in Deutschland gegründet worden sind, werben mit einem Sportkalender um Fans.
Von Dennis Klein
Im Vergleich zu Rugby ist Fußball oder American Football ein Sport für Weicheier. In dem rudimentären Kampf der starken Männer sind Schwule aber wider Erwarten besser aufgehoben, wie das Coming-out des walisischen Nationalspielers Gareth Thomas aus dem Jahr 2009 zeigt (queer.de berichtete). Zwar ist der Sport hierzulande (noch) nicht sehr populär, in anderen Ländern gibt es aber bereits eine regelrechte Struktur für schwule Clubs, die zwischen Breisgau und Ostsee noch unvorstellbar ist. So kommt es, dass sich in Australien die Premierministerin persönlich dafür einsetzt, dass Sydney für die schwule Rugby-WM 2014 den Zuschlag erhält.
Seit Sommer wollen auch schwule Rugby-Spieler in Deutschland mitmischen: Kurz nach der Gründung des ersten schwulen Teams in der Hauptstadt sind bereits 40 Aktive bei den Bruisers (zu Deutsch: Rabauken) dabei. Wie Berlin ist das Team multikulti: Bei den Spielern versammeln sich rund ein Dutzend Nationalitäten.
"Unsere Homosexualität ist uns bewusst, aber wir lieben auch Rugby. Also dachten wir uns, warum nicht beide zusammenbringen?", so Dave Eagan, der Präsident der Bruisers. Die Mannschaft wolle nicht nur das Zusammengehörigkeitsgefühl der Mitspieler stärken, sondern mache sich auch für soziale Themen stark, wie die Bekämpfung von Mobbing an Schulen oder im Sportbereich.
Rugby ist "fürs Auge"

(Bild: Berlin Bruisers)
Um ihren Sport in der Szene populärer zu machen, haben die Bruisers nun einen Kalender herausgegeben, in dem sich die Spieler wenig bekleidet um Bälle streiten. "Wir haben den Kalender gemacht, weil Rugby etwas fürs Auge ist: Wir zeigen Stärke und Männlichkeit im Matsch", erklärte Bruisers-Spieler Visa Noronen gegenüber queer.de. Ihn hat es aus Finnland nach Berlin verschlagen. Bis vor kurzem hatte der Mann aus dem Reich des Eishockeys noch nie Rugby gespielt, wurde aber von dem Sport regelrecht weggehauen.
Die sexy Kalender haben in der Rugbyszene bereits Tradition: Seit 2001 ziehen sich die erfolgreichsten französischen Rugbystars für den Kalender "Dieux du Stade" (Götter des Stadions) aus. Mit dieser Taktik wollten die Rugby-Manager den Sport mit dem damals schmuddeligen Image auch für Frauen populär machen – zogen aber auch sehr viele Schwule an.
Die Leidenschaft hat auch auf die Bruisers übergegriffen. Diese brachte dem jungen Team bereits einen Eintrag in das Guiness-Buch der Rekorde ein, indemdem die Jungs einen Rekord für die meisten Pässe in drei Minuten aufstellten.
Der englischsprachige Kalender ist ab sofort für 19 Euro (inkl. Versand) auf der Website der Bruisers erhältlich. Am 29. November findet dazu auch eine Release-Party im Prinzknecht (Fuggerstr. 33, 10777 Berlin) statt. Alle Interessierten sind eingeladen.
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Vergleichsweise sehen die Spieler hier auf den Bildern zerknautscht, verkrampft und faltig aus.
Hab die in real hübscher in Erinnerung...
Meiner Meinung nach kommt es immer besser rüber wenn man nicht zwanghaft einen auf betont männlich oder betont weiblich macht, sowas wirkt zu künstlich.