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Homophobe Sprache
Fußballprofi Suso beschimpft Teamkollegen als schwul
- 03. Dezember 2012 2 Min.

So präsentiert sich Suso auf seiner Twitter-Seite
Der spanische Mittelfeldspieler Suso vom FC Liverpool hat einen Teamkollegen in einer Twitter-Nachricht als schwul beschimpft, weil dieser eine Zahnaufhellung durchgeführt hatte.
Nach Angaben der Boulevardzeitung "Daily Mail" hatte sich der 19-jährige Jungstar Jesús Joaquín Fernández Sáez de la Torre, der nur als Suso bekannt ist, über ein Bild seines Teamkollegen José Enrique lustig machen wollen. Darin ist Enrique nach einer Zahnaufhellung zu sehen. Suso schrieb dazu am Freitag: "Was zum Teufel macht er? Dieser Typ ist so schwul. Er hat mentale Probleme. Er macht alles, außer Fußball zu spielen".
Nach ersten Beschwerden hatte Suso den Tweet wieder gelöscht und sich für seine Wortwahl entschuldigt. Es ist noch unklar, ob der englische Fußballverband (FA) Ermittlungen aufnehmen wird. Die FA ist in den vergangenen Jahren vermehrt gegen homophobe Beleidigungen vorgegangen. So musste der Manchester-United-Stürmer Federico Macheda vor wenigen Monaten eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 18.000 Euro zahlen, weil er ebenfalls auf Twitter einen Fan als "u little stupid gay!" beschimpft hatte (queer.de berichtete). Vergangenes Jahr hatten sich die FA und andere Sportverbände einer von der Regierung angeregten Charta angeschlossen, die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung verbietet (queer.de berichtete). Der Verband will damit erreichen, dass homofeindliche Beschimpfungen genauso geächtet werden wie rassistische Ausbrüche.
Britische Medien diskutieren über Homosexualität im Fußball

Die kritisierte Twitter-Nachricht
In den britischen Medien wird das Thema Homosexualität und Fußball derzeit viel diskutiert. So hat der frühere englische Nationalspieler Gareth Southgate am Freitag gegenüber der BBC erklärt, dass schwule Fußballer heutzutage akzeptiert werden würden: "Ich bin sicher, dass es ein paar negative Reaktionen von den Fans geben könnte, aber in der Umkleidekabine wäre das kein Problem."
Vergangene Woche hatte Anders Lindegaard, der dänische Torwart des Spitzenclubs Manchester United, schwule Spieler aufgefordert, sich nicht länger zu verstecken: "Schwule brauchen einen Helden. Sie brauchen jemanden, der offen mit seiner Sexualität umgeht."
Bislang hat sich in England nur ein einziger Fußballprofi geoutet: Der einst als Wunderkind gefeierte Stürmer Justin Fashanu machte 1990 seine Homosexualität publik. Das bedeutete damals sein Karriere-Aus. Statt bei Spitzenteams spielte er in Kanada und bei Provinzclubs in England. 1998 verübte er unter mysteriösen Umständen Selbstmord. (dk)















Und wer eine Zahnaufhellung als Zeichen für Homosexualität sieht, für den müssen sämtliche männliche Hollywoodstars oder generell fast alle Schauspieler schwul sein?