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- 05. Dezember 2012 2 Min.

So langsam müssen wir wohl doch einen eigenen Themenkanal hier auf queer.de einrichten für die vielen unsäglichen Zitate, mit denen sich Politiker der Union über Lesben und Schwule äußern…
Denn nun hat Steffen Flath schon wieder zugeschlagen, Jahrgang 1957, CDU-Fraktionschef im sächsischen Landtag und Mitglied des konservativen Berliner Kreises. Der Deutschlandfunk befragte den verheirateten Familienvater vor dem Bundesparteitag, warum er eine Gleichstellung eingetragener Lebenspartner im Steuerrecht ablehnt, und er antwortete mit seinem offensichtlich größten Alptraum:
"Nur man stelle sich vor, es würden alle in unserer Gesellschaft in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften leben, dann wäre es um die Zukunft wahrscheinlich schlecht bestellt, und deshalb halte ich es für gerechtfertigt, die Ehe zu privilegieren."
So ein Mist, jetzt ist es raus! Ausgerechnet dieser Sachsen-Flath hat im Deutschlandfunk die geheime Agenda von Volker Beck und dem LSVD enthüllt: Bislang sind Menschen nur deshalb mit dem anderen Geschlecht verheiratet, weil es Steuervorteile bringt. Ganz klar: Gibt's die künftig auch für Eingetragene Partnerschaften, wechseln sofort alle Männer und Frauen ans andere Ufer!
Doch wovor hat Steffen Flath so große Angst? Vor der neuen schwul-lesbischen Republik bräuchte sich der sächsische CDU-Fraktionschef eigentlich keine Sorgen zu machen. Die heterosexuelle Minderheit wird nämlich selbstverständlich vor Diskriminierung geschützt! Und selbst wenn sich Flaths Frau von ihm scheiden lässt, um sich mit der besten Freundin zu verpartnern, wüssten wir da einen sympathischen Single und Parteifreund im Bundeskabinett, der gerne und gut kocht… (mize)
P.S.. Hier noch zwei weitere Zitate von Steffen Flath: "Eine steuerliche Gleichstellung von homosexuellen Gemeinschaften mit der Ehe von Mann und Frau kann nicht unser Ziel sein. Schon die Debatte wäre für die CDU eigentlich absurd" und "Gott hat uns geschaffen als Frau und Mann und ich glaube, dass er sich dabei etwas gedacht hat".
Foto oben: CDU Sachsen
Links zum Thema:
» Das komplette Interview im Deutschlandfunk
Mehr zum Thema:
» CDU-Fraktionschef von Sachsen: Homo-Ehe "nicht nachhaltig" (03.11.2012)















CDU: "Nur man stelle sich vor, es würden alle in unserer Gesellschaft in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften leben, dann wäre es um die Zukunft wahrscheinlich schlecht bestellt, und deshalb halte ich es für gerechtfertigt, die Ehe zu privilegieren."
Bruno Gmünder: "Nur man stelle sich vor, es würden alle in unserer Gesellschaft Eis am Stil lieben, dann wäre es um die Zukunft wahrscheinlich schlecht bestellt, und deshalb halte ich es für gerechtfertigt, die Ehe zu privilegieren."