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- 06. Dezember 2012 2 Min.

Sörskogens IF war bereits vom schwedischen Fußballverband bestraft worden, als es die Entscheidung traf, sich von seiner Mannschaft zu trennen
In Schweden hat sich ein Fußballverein von seiner gesamten A-Mannschaft getrennt, nachdem Spieler des Teams Mitglieder einer gegnerischer Mannschaft wiederholt homophob beleidigt hatten.
Zu dem Vorfall war es bereits am 17. Oktober gekommen, als Sörskogens IF auf die Fußballmannschaft des Homo-Sportvereins Stockholm Snipers traf. Bei der Begegnung in der siebten Liga mussten sich die schwulen Spieler Beleidigungen wie "Ihr habt alle HIV" anhören.
Weitere Beleidigungen umfassten laut "Aftonbladet" "ihr lutscht Schwänze für 50 Kronen" und "wir werden uns jetzt womöglich alle infizieren"; auch Begriffe wie "Schwuchtel" wurden häufig gehört. Der Trainer der Stockholm Snipers, Christoffer Smitz, berichtete, einer seiner Spieler sei körperlich bedroht worden. Sein Team habe sich nach dem Spiel zunächst nicht aus der Kabine getraut.
Der schwedische Fußballverband verurteilte Sörskogens IF darauf im November zu einer Geldstrafe von 5.000 Kronen (rund 580 Euro) und zu einem Diversity-Training für den Club-Vorstand. Es ist das erste Mal, dass der Fußballverband des liberalen Landes eine Strafe für Homophobie aussprach, bei der Höhe des Bußgeldes wurden die Finanzen des Clubs berücksichtigt.
Die Jugendarbeit hat Vorrang

Das Fußballteam der Stockholm Snipers
Dem Club selbst ging die Strafe aber nicht weit genug. Am 28. November gab der Vorstand bekannt, dass er sich von der gesamten Mannschaft getrennt habe und in dieser Saison nicht mehr antreten werde. "Wir distanzieren uns von allen Beleidigungen", sagte Vorstandssprecher Ketil Torp. "Diese Art von Umgang ist weder auf dem Fußballfeld noch sonstwo angebracht."
Torp, der selbst bei dem Spiel nicht anwesend war, betonte vor allem die Vorbildfunktion des Sports. 90 Prozent der Arbeit von Sörskogens IF beträfe die Arbeit mit Amateuren, vor allem mit Kindern und Jugendlichen. Auch daher habe man sich für die drastischen Konsequenzen entschieden.
Auf der Club-Homepage bedankte sich der Verein am Donnerstag für die "überwiegend positiven Reaktionen", die man per eMail, SMS, der Webseite und sozialen Netzwerken erhalten habe. "Wir werden dadurch gestärkt in der nächsten Saison zurückkehren." (nb)















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