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Einzelkommentar zu:
Sind die schwul-lesbischen Medien in Gefahr?


#9 Martin MunzAnonym
  • 08.12.2012, 11:11h
  • Schön, dass wir gar nicht so weit auseinander liegen. Schön, dass es zu einer Debatte kommt.

    Wir haben nicht behauptet, dass es keine Qualität im Gratis-Markt gebe. Die Siegessäule ist sicher ein positives Beispiel. Aber es gibt unzweifelhaft bei vielen anderen Blättern eine Tendenz zum Qualitätsverlust.

    Die Gratis-Kultur auf den Prüfstand zu stellen bedeutet ja nicht, alle Gratis-Titel zu verdammen oder gar abzuschaffen. Da sehen wir Parallelen zur Debatte über Online-Journalismus: Die Gratis-Kultur ist etabliert und hat auch viele Vorteile. Allerdings führt sie bei vielen Redaktionen zu massiven Existenzsorgen. Klar ist, dass es neue Modelle braucht, auch Bezahl-Modelle. Eine Antwort darauf zu finden wird noch viele Jahre dauern.

    Ganz klar keine Lösung dürfen PR-Artikel sein. Sie abzulehnen hat nichts mit realitätsferner Maximalthese, sondern mit der Einhaltung journalistischer Grundstandards zu tun. Auf sie NICHT zu verzichten, bedeutet Verlust an Glaubwürdigkeit und damit an Lesern. Schon erstaunlich, dass Ihr das anders seht.

    Genauso eine Selbstverständlichkeit müsste es sein, dass ein Journalist von seiner Tätigkeit leben kann. Wir kennen viele KollegInnen, bei denen das gerade noch so oder nur mit Nebenjobs möglich ist. Aus meiner Sicht sind sich erstaunlich viele Leserinnen und Leser der teilweise schwierigen Lage gar nicht bewusst - und deshalb auch explizit einer der Adressaten unserer Thesen.

    Aber wahrscheinlich ist die Kommentar-Zeile der falsche Platz für eine solche Debatte. Wir würden uns freuen, wenn die Diskussion weiter ginge.

    Martin Munz
    BLSJ-Vorstand
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