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  • 07. Dezember 2012 17 2 Min.

Josh Pacheco konnte nach seinem Coming-out offenbar das Mobbing nicht mehr ertragen – und brachte sich um

Im US-Bundesstaat Michigan hat die Mutter eines schwulen Teenagers, der sich Ende November getötet hatte, das ständige Mobbing für den Selbstmord verantwortlich gemacht.

Lynette Capehart erklärte in der Zeitung "Flint Journal", dass sie erst nach dem Tod ihres Sohnes Josh Pacheco vom Ausmaß des Mobbings erfahren habe. Der 17-Jährige habe sich ihr gegenüber erst zwei Monate zuvor als schwul geoutet.

Die Mutter, die drei Töchter und einen weiteren Sohn großzieht, sagte der Zeitung, dass sich in den letzten Tagen immer mehr Freunde ihres Sohnes und deren Eltern gemeldet hätten und von Gewalt in der Schule berichtet haben. So sei Pacheco gegen Spinde gestoßen und mit homophoben Ausdrücken beschimpft worden. Die Mutter glaubt, er habe ihr nichts davon erzählt, weil ihr Sohn immer sehr zurückhaltend gewesen sei und andere Menschen nie belasten wollte. Sie nannte ihn "einen jungen Mann mit einer alten Seele".

Schulleitung überrascht

Die Schulleitung der High School im 12.000 Einwohner zählenden Städtchen Fenton zeigte sich überrascht über die Mobbing-Vorwürfe durch die Mutter des Teenagers: So erklärte Rektor Ed Koledo, dass er nie eine Beschwerde erhalten habe: "Uns liegen dazu keine genauen Informationen vor. Wir analysieren aber die Berichte, die wir jetzt erhalten haben." Er setze sich nun dafür ein, es Schülern leichter zu machen, sich einer Ansprechperson anzuvertrauen.

Die Geschichte vom Tod Pachecos wird derzeit über Blogs in den Vereinigten Staaten verbreitet. Es hat in den letzten Jahren bereits mehrere ähnliche Fälle gegeben, die viel Aufmerksamkeit weit über die Szenemedien hinaus erregt haben. Allerdings bemängeln Homo-Aktivisten, dass es noch immer keine landesweiten Initiativen gibt, gegen homophobes Mobbing in Schulen vorzugehen. Immer wieder werden High Schools und Colleges kritisiert, weil sie nicht genug unternehmen würden, um Schüler oder Studenten kurz nach ihrem Coming-out zu schützen. (dk)

#1 TheDad
  • 07.12.2012, 15:42hHannover
  • Es ist an der Zeit eine Initiative zu starten und diesen jungen Menschen einen Gedenkstein zu setzen, etwa nach Vorbild des Aids-memorial-Quild´s..
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#2 lentilAnonym
  • 07.12.2012, 15:55h
  • Wenn man sich outet muss man mit dem schlimmsten rechnen und wenn man glaubt das ertragen zu können dann sollte man sich erst outen.

    Auch wenn ich eigentlich dagegen bin, wäre es für ihn besser gewesen sich noch nicht zu outen, sondern erst wenn er älter geworden wäre.

    Andererseits verstehe ich ihn auch nicht.
    Wieso hat er nicht mit seiner Mutter oder der Schulleitung darüber geredet?
    Reden kann einem viel Belastung wegnehmen und wenn er fähig war sich umzubringen dann hätte er auch fähig sein müssen das zu schaffen.
    Vielleicht hätte es ihm geholfen.
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#3 LucaAnonym
  • 07.12.2012, 16:24h
  • Schlimm!!

    Wirklich sehr schlimm!!

    Und alle diejenigen Politiker und Kleriker, die mit ihrer offenen oder versteckten Hetze zu einem gesellschaftlichen Klima beitragen, das sowas erst ermöglicht, haben ebenfalls Blut an ihren Händen.
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