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  • 07. Dezember 2012 5 2 Min.

Demonstration für gleiche Rechte in Mexiko-Stadt

In Mexiko hat der Oberste Gerichtshof einstimmig entschieden, dass in Mexiko-Stadt und im Bundesstaat Quintana Roo geschlossene gleich­geschlechtliche Ehen im ganzen Land anerkannt werden müssen.

Der "Suprema Corte de Justicia de la Nación" hat damit ein Gesetz im Bundesstaat Oaxaca für verfassungswidrig erklärt, das die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert hatte. Damit müssen nun alle 31 mexikanischen Bundesstaaten Ehe-Schließungen anerkennen. Nach Ansicht der Richter verstößt das Gesetz gegen den in der Verfassung verankerten Gleich­behandlungsgrundsatz.

Es sind noch weitere Verfahren anhängig, in denen gleich­geschlechtliche Paare auf das Recht zur Eheschließung in ihrem Heimatstaat klagen. Das könnte dazu führen, dass Standesämter im ganzen Land auch gleich­geschlechtliche Hochzeiten durchführen müssen: "Es könnte zu der Entscheidung kommen, dass auch der Zugang zur Ehe ohne Diskriminierung gewährt werden muss", erklärte Jura-Profesor Miguel Rábago Dorbecker von der Iberoamerikanischen Universität in Mexiko-Stadt.

Mexiko-Stadt hatte 2009 in einer umstrittenen Entscheidung die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet (queer.de berichtete). Anfang 2012 folgte Cancun im Bundesstaat Quintana Roo (queer.de berichtete). Die Bundes­regierung lehnt aber derzeit eine Ehe-Öffnung ab.

Bislang hat nur Argentinien in Lateinamerika als Gesamtstaat die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet. In mehreren Ländern ist ein ähnlicher Schritt jedoch wahrscheinlich: So bereitet der kolumbianische Senat diese Woche die Gleichstellung im Eherecht vor (queer.de berichtete).

Außerdem ist im Parlament von Uruguay für den 11. Dezember eine Abstimmung über die Öffnung der Ehe vorgesehen. Die Linksregierung hat den Antrag in Zusammenarbeit mit einer Homo-Gruppe erarbeitet und ihn vergangenen Monat ins Parlament eingebracht (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 LucaAnonym
  • 07.12.2012, 16:25h
  • Mexiko ist viel weiter als Deutschland!

    Und solange in Deutschland die schwarz-gelbe Gurkentruppe regiert, die mit dem Schüren von Homohass von ihrem Versagen in anderen Bereichen ablenken wollen, wird sich das auch nicht ändern.
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#2 SchwTAAnonym
  • 07.12.2012, 17:38h
  • Adelante, México!!! Und das dem PRI zum Trotze *g*.

    Es wundert mich aber, dass ausgerechnet Oaxaca so auf konservativ macht. Eine der vielen indigenen Völker in Oaxaca, die Zapoteken, leben seit Urzeiten im Matriarchat - da haben die Kerle nix zu sagen und erzeugen das, was ihre tüchtigen Frauen auf dem Markt verkaufen. Obendrein gibt es neben Männern und Frauen auch die Muxés (klingt wie "mujés", mit weichem "j" wie in Journal) - Männer, die Zeit ihres Lebens als Frau agieren; sie pfegen ihre Mutter bis zum Ennde und erben dafür den Hof. Soweit ich weiß, dürfen Muxés auch heiraten, und zwar Männer.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 07.12.2012, 17:48h
  • Die Entscheidung des Suprema Corte de Justicia de la Nación ist für Mexiko ein Grund zum Feiern! Besonders erfreulich: die Katholische Kirche wird durch dieses Urteil kaltgestellt!
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