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- 14. Dezember 2012 2 Min.

Das KCM-Schwulenzentrum Münster e.V. hat im November einen neuen Vorstand gewählt (Bild: KCM)
Mit einem neuen Vorstand sucht das KCM-Schwulenzentrum Münster e.V. wieder die Kooperation mit anderen queeren Gruppen und Vereinen der Stadt.
"Unsere Hauptaufgabe sehen wir darin, Ansprechpartner für alle interessierten schwulen Männer in Münster und Umgebung zu sein und unsere Aktivitäten dahingehend zu verstärken. So wollen wir auch intensiver mit den anderen auf diesem Gebiet tätigen Organisationen, wie z.B. der Aids-Hilfe, dem schwul-lesbischen Jugendzentrum Track oder dem CSD-Verein kooperieren", erklärte der neue Vorsitzende Stefan Schmidt. Zusammen mit seinen Beisitzern Leo Buchholz, Martin Enders und Ulrich Thoden wurde er im November auf der jährlichen Mitgliederversammlung des Vereins gewählt.
Das KCM wolle sich laut Schmidt künftig auch "verstärkt um das Thema Homophobie kümmern, aufzeigen, wo diese nach wie vor existiert und ihr aktiv entgegenwirken". Mit der gegenteiligen Aussage, die Diskriminierung von Homosexuellen gehöre der Vergangenheit an, hatte der frühere Vorsitzende des Zentrums, Volker Wittig, im Frühjahr 2012 für Wirbel gesorgt (queer.de berichtete). 19 queere Gruppen und Vereine in der westfälischen Stadt hatten sich daraufhin in einem offenen Brief vom KCM distanziert (queer.de berichtete).
Als weitere Schwerpunkte des neuen Vorstands nannte Schmidt das kulturelle Angebot und die Beratungs- und Aufklärungsarbeit. Außerdem wolle man ein Dach für diverse Selbsthilfegruppen bieten. Das KCM wurde 1985 als Kommunikationszentrum Münsterland gegründet und ist mittlerweile eines der ältesten Schwulenzentren Deutschlands. (cw)
Links zum Thema:
» Homepage des KCM














In einer akademisch geprägten Stadt wie Münster sollte auch ein Schwulenzentrum ein entsprechendes Niveau haben.