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Ehemaliger "Formel Eins"-Moderator
Peter Illmann: Coming-out nach Tod des Vaters
- 16. Dezember 2012 2 Min.

So haben wir ihn in Erinnerung: In den Achtzigern moderierte Peter Illmann u.a. die ZDF-Sendung "P. I. T. – Peter-Illmann-Treff"
In der "Bild am Sonntag" spricht der Musikmoderator der Achtziger erstmals über sein Schwulsein.
Der Radio- und Fernsehmoderator Peter Illmann hat sich in der "Bild am Sonntag" als schwul geoutet. Als Moderator der ARD-Musiksendung "Formel Eins" wurde der heute 53-Jährige in den achtziger Jahren bundesweit bekannt. Mit seiner blondierten Dauerwelle erhielt er waschkorbweise Fanbriefe junger Mädchen.
Als wichtigsten Grund, warum er seine Homosexualität so lange verheimlichte, nannte Illmann gegenüber dem Boulevardblatt Rücksicht auf seinen Vater, der im vergangenen Jahr starb. "Ich nehme natürlich an, dass er es trotzdem irgendwie geahnt hat", meinte der Moderator. Der Vater habe seinen Freund Christian, mit dem er seit über 25 Jahren zusammen ist, auch kennengelernt und geschätzt, doch als Lebenspartner habe er ihn nie vorgestellt. Alle anderen in der Familie hätten jedoch Bescheid gewusst, schreibt die "Bild am Sonntag".
Illmanns Beziehungstipp: Lügen sind schlimmer als ein Seitensprung

Und so sieht Peter Illmann heute aus. Er ist Mitinhaber einer Firma, die Fernsehkonzepte erstellt
Seinen Freund sehe er nur selten, verriet Illmann dem Blatt. Während der Moderator in München lebt, arbeitet Christian für ein Bankhaus in Südamerika. Die Fernbeziehung sei trotz aller Nachteile "wie ein Heimathafen": "Einen Menschen zu haben, dem ich vertrauen kann und der bedingungslos immer für mich da ist, bedeutet mir mehr als alles andere", meinte Illmann.
Dies sei ihm sogar viel wichtiger als körperliche Treue: "Ich glaube nicht, dass der Mensch geboren wurde, um monogam zu leben", meinte der gebürtige Dortmunder. "Ich glaube sogar, dass einige Beziehungen am Zwang zur Monogamie kaputt gehen." Wichtig seien jedoch Ehrlichkeit, so Illmann: "Viel schlimmer als einen Seitensprung finde ich Lügen. Alles andere kann ich entschuldigen."
Nach seiner Zeit bei "Formel Eins" moderierte Peter Illmann von 1985 bis 1990 die ZDF-Sendung "P. I. T. – Peter-Illmann-Treff" sowie die Musiksendung "Peter's Pop-Show". Ab 2004 war er Mit-Moderator von "Best of Formel Eins – Die Show" auf kabel eins. Heute ist er nur noch auf einem Nischenradio zu hören: Auf hörbuchFM moderiert Illmann die Sendung "Formel Mord". Darüber hinaus ist er als Schauspieler in diversen Fernseh- und Kinoproduktionen als Gast zu sehen und moderiert Galas, Veranstaltungen und Messen. Der 53-Jährige ist zudem Mitinhaber einer Firma, die Fernsehkonzepte erstellt.
Im Juli 2012 überreichte Peter Illmann den Felix-Rexhausen-Preis des Bundes Lesbischer und Schwuler JournalistInnen (BLSJ) an den Filmautor Jobst Knigge auf der Hauptbühne des Münchner CSD-Straßenfestes auf dem Marienplatz (queer.de berichtete). (cw)
Links zum Thema:
» BamS-Bericht: "Mein Vater erfuhr nie, dass ich schwul bin"
» Homepage von Peter Illmann















Comming Out mit 53..
Beser spät als nie !?
Diese Sprachlosigkeit zwischen Söhnen und ihren Vätern endet wohl nie, oder ?
Was macht es eigentlich so "wichtig" den eigenen Vater vor der "Schande" zu "schützen" ???
Nichts..
Es gibt da nichts zu schützen, und die Väter wären inzwischen auch schon ein Stückchen weiter wenn sie nicht wie der von Peter Illmann geschützt würden, sondern wie der von Anton Hysen (dem schwulem Profifußballer aus Schweden) die Chance bekämen sich hinter ihre Sprößlinge zu stellen..