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  • 17. Dezember 2012 14 2 Min.

Lawrence Corrêa Biancão ist in seinem Auto erdrosselt worden

Zwei 15-Jährige haben in Brasilien einen 20-jährigen schwulen Studenten aus Homophobie getötet.

Die Polizei im südbrasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul hat vergangene Woche zwei Teenager verhaftet, die zugegeben haben, den Studenten Lawrence Corrêa Biancão erdrosselt zu haben. Wie die Zeitung "Campo Grande News" berichtet, haben die 15-jährigen Jungs Biancão Ende November kennengelernt und gemeinsam beschlossen, in zu töten, weil er sie angeblich angemacht habe. "Er wollte mich küssen, ich wollte ihn töten", soll einer der beiden Jungs die Tat begründet haben. "Für mich sind Schwule Ungeziefer", sagte er weiter.

Die Tat ereignete sich am 9. November. An diesem Tag haben sich die Täter mit Biancão zu einer Spritztour in dessen Auto verabredet. Dem Bericht zufolge sollen sie während des Ausflugs gemeinsam onaniert haben. Später habe einer der Jungs den Fahrer vom Rücksitz aus mit einem Gurt stranguliert. Die Täter haben daraufhin mehrere Wertsachen des Opfers gestohlen, darunter dessen Handy und das Autoradio. Die Gegenstände hat die Polizei in der Wohnung der Täter sicherstellen können. Ein Polizeisprecher sagte, der Fall sei gelöst: "Sie hatten Mordlust, weil sie nicht wie das Opfer schwul sind. Jetzt muss die Justiz entscheiden".

Homophobie in Brasilien weit verbreitet

Schwul-lesbische Organisationen warnen bereits seit Jahren davor, dass das hohe Maß an Homosexuellenfeindlichkeit im Land zu einer Reihe von brutalen Übergriffen geführt habe. Alleine 2011 hat die Gruppe Arco-Iris 266 Morde gezählt, die aus Hass auf die sexuelle Orientierung des Opfers begangen wurden. Homo-Gruppen haben daher in der Vergangenheit vor einem "Homocaust" gewarnt.

Politisch haben Schwule und Lesben im südamerikanischen Land allerdings einige Fortschritte erzielt: So wurde vor wenigen Monaten erstmals die gleichgeschlechtliche Ehe eines schwulen Paares anerkannt, weil das Verbot auf Eheschließung für Schwule und Lesben nach Ansicht der Richter gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz in der Verfassung verstoßen würde (queer.de berichtete). (dk)

#1 Ohne WorteAnonym
  • 17.12.2012, 17:15h
  • Dem Bericht zufolge sollen sie während des Ausflugs gemeinsam onaniert haben...
    Sie hatten Mordlust, weil sie nicht wie das Opfer schwul sind.
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#2 FelixAnonym
  • 17.12.2012, 18:05h
  • Hoffentlich werden sie härtestmöglich bestraft.
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#3 TheDad
  • 17.12.2012, 21:17hHannover
  • In Brasilien gibt es noch viel zu tun..

    Immerhin wollen sie dort 2016 nicht nur die Olympischen Sommerspiele sondern auch noch die Fußballweltmeisterschaft ausrichten..

    Und das in einem Land dessen Kriminalitätsrate unglaublich hoch ist, und die Mordrate höher ist als in den gewalttätigsten Straßen New York´s, wo beinahe täglich ein Mensch sein Leben durch Mord verliert..

    Das Homophobie unter brasilianischen Jugendlichen so verbreitet ist, obwohl Homosexualität in dem Land schon seit 1823 nicht mehr gesetzlich verfolgt wird, ist offenbar dem starkem Einfluß der katholischen Kirche zu verdanken..

    Aufgrund der Schilderung des Tatherganges würde ich in diesem Fall aber eher auf eine Art "Beischlafdiebstahl mit mortalem Finale" schließen, da die Täter sich nach dem Mord ungeniert an den Wertsachen des Opfers bedienten..

    Brasilien verfügt über ein Justizsystem in dem auf die Besonderheiten von Jugendlichen nicht unbedingt eingegangen wird, und das obwohl ein Viertel der Bevölkerung unter 24 Jahre alt ist, und das auch teilweise rasistisch ist, was sich daran zeigt das in den 90.ern von morodisierenden Polizei-Milizen über 1500 Strassenkinder die sich teilweise "illegal" an bestimmten Plätzen aufhielten, einfach erschoßen wurden, oder auch das über 80% der inhaftierten Schwarze sind..

    Ob Mann vor diesem Hintergrund eine "härtestmögliche" Bestrafung der unreifen jugendlichen Täter fordern muß, bezweifle ich, denn das Leben eines schwulen Studenten ist zwar nicht weniger Wert als das eines anderen Menschen..
    Aber auch nicht mehr..
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