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- 19. Dezember 2012 1 Min.

Die von der Putin-Partei "Einiges Russland" dominierte Staatsduma soll am 22. Januar über das Verbot von "Homo-Propaganda" beraten (Bild: Bernt Rostad / flickr / by 2.0)
Die russische Staatsduma will am 22. Januar über ein landesweites Verbot von "Homo-Propaganda" debattieren, berichtet die russische Nachrichtenagentur "RIA Nowosti". Ursprünglich war eine Sitzung am Mittwoch vorgesehen.
Der Gesetzentwurf 445554-6 sieht Geldstrafen von bis zu 500.000 Rubel (12.000 Euro) für die "Werbung für Homosexualität in der Gegenwart von Minderjährigen" vor. Ähnliche Gesetze sind bereits in St. Petersburg und mehreren ländlichen Regionen Russlands erlassen worden, was zu internationalen Protesten geführt hatte.
Die Verschiebung erfolgte auf Veranlassung der Putin-Partei "Einiges Russland". Zuletzt hatte der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew, ein Parteifreund Putins, das Verbot abgelehnt (queer.de berichtete).
Nach einem Bericht von "Russia Today" haben mehrere Homo-Aktivisten am Mittwoch vor dem Parlamentsgebäude ein Kiss-in veranstaltet, trotz Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Die Protestaktion wurde sofort von Polizeikräften aufgelöst.
Schwul-lesbische Aktivisten laufen Sturm gegen den Gesetzentwurf. Damit würden nicht nur CSDs generell verboten, sondern auch die HIV-Präventionsarbeit unmöglich gemacht. Homosexuelle würden dadurch in den Untergrund getrieben. (dk)














