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Martialische Rede
Papst warnt vor "Angriff" auf Ehe
- 21. Dezember 2012 2 Min.

Papst Benedikt XVI. will verhindern, dass Schwule und Lesben in katholischen Ländern die selben Rechte erhalten wie Heterosexuelle
In einer Weihnachtsansprache hat der Papst vor der Gleichstellung von Homo-Paaren gewarnt: Das sei eine "Manipulation der Natur" und führe zum Verlust der "Würde des Menschen".
Papst Benedikt XVI. hat am Freitagmorgen beim traditionellen Weihnachtsempfang des Kardinalskollegium und der Mitglieder der vatikanischen Verwaltung in einer Rede eindringlich vor der Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben gewarnt. Ohne Worte wie "Homosexualität" in den Mund zu nehmen, sprach der Kirchenführer von einem "Angriff auf die wahre Gestalt der Familie aus Vater, Mutter, Kind". Dabei kritisierte er, "was man heute unter dem Stichwort 'gender' als neue Philosophie der Geschlechtlichkeit" begreife. Diese Krise sei "besonders in der westlichen Welt" eine Bedrohung.
Der Papst beklagte, dass Männer und Frauen nicht mehr ihre gewohnte und gottgewollte Stellung einnehmen würden: "Mann und Frau als Schöpfungswirklichkeiten, als Natur des Menschen gibt es nicht mehr", bedauerte der 85-Jährige. Durch die "Manipulation der Natur" entscheide der Mensch nun selbst über seine Bestimmung – und würde damit seine "Würde" verlieren.
Benedikt nimmt Bezug auf Ehe-Pläne in Frankreich
In seiner Rede zitierte der Papst den französischen Rabbiner Gilles Bernheim, der in seinem Heimatland zu einem der lautstärksten Gegnern der Ehe-Öffnung gilt. Diese wird gegenwärtig von der sozialistischen Regierung vorbereitet. Im Januar soll die Nationalversammlung über die Gleichbehandlung abstimmen, in der die Sozialisten über eine solide Mehrheit verfügen.
Die römische Kirche hat bereits wiederholt mehrheitlich katholische Länder davor gewarnt, die Ehe für Schwule und Lesben zu öffnen. So hat der Papst im vergangenen Jahr via Großleinwand eine Großdemonstration in Madrid gesegnet, in der Gläubige gegen die gleichgeschlechtliche Ehe demonstriert haben (queer.de berichtete). 2010 hatte der Papst bei einem Besuch in Portugal vor der Ehe-Öffnung als "äußerst heimtückische und gefährliche Herausforderung" gewarnt (queer.de berichtete). Dennoch hat die konservative Regierung des damaligen Ministerpräsidenten José Sócrates ihre Gleichstellungspläne umgesetzt.
Der Vatikan hat in den vergangenen Monaten seinen Ton gegenüber Homosexuellen verschärft. Erst vor wenigen Tagen warnte das vatikanische Zentralorgan "L'Osservatore Romano", dass die Gesellschaft für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben "einen hohen Preis" zahlen würde (queer.de berichtete). Auch dieser Text richtete sich gegen die geplante Gleichstellung in Frankreich. Die Zeitung verglich dabei das Streben nach Gleichberechtigung mit der gescheiterten sozialistischen "Utopie".
Der Papst selbst hatte bereits vor einer Woche vor der Homo-Ehe gewarnt, diese sei eine "schwere Verletzung der Gerechtigkeit und des Friedens" (queer.de berichtete). (dk)
Links zum Thema:
» Radio Vatikan: Text der gesamten Ansprache















Die Welt dreht sich weiter, auch wenn die Katholiban und andere Religioten auf der Stelle treten!
Merkst du nicht, du Witzfigur, dass du sabberst und abstoßend auf die Menschen wirkst?
Ach übrigens ...
In Frankreich wurde das Gesetz zur Öffnung der Zivil-Ehe für schwule und lesbische Paare beschlossen.
Auf dem Video hält die französische Justizministerin eine flammende Rede für dieses Gesetz und wird dabei immer wieder durch Zwischenrufe rechter Parlamentarier gestört:
Ab Laufzeit 2:12 Minuten
www.youtube.com/watch?v=0SwzmBssyMg