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Harte Strafe für Raul Meireles
Schiedsrichter mit "schwuler Geste" beleidigt
- 23. Dezember 2012 2 Min.

Der Portugiese Raul Meireles ist erst seit September bei Fenerbahce Istanbul unter Vertrag
Foto: Ludo29 / flickr / cc by 2.0
Weil er einen Schiedsrichter bespuckt und schwul genannt haben soll, wurde der portugiesische Nationalspieler Raul Meireles für elf Spiele gesperrt.
Rekordstrafe im türkischen Fußball: Der dortige Fußballverband TFF hat den portugiesischen Nationalspieler Raul Meireles für elf Spiele gesperrt und zu einer Geldstrafe von umgerechnet 8.500 Euro verurteilt. Der Grund: Der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler von Fenerbahce Istanbul soll einen Schiedsrichter bespuckt und mit einer "schwulen Geste" beleidigt haben.
Beim Lokalderby gegen Galatasaray am vergangenen Sonntag bekam Meireles nach einem Foul in der 82. Spielminute von Referee Halis Özkahya die Gelb-Rote Karte. Gegen diese Entscheidung wehrte sich der aufgebrachte Portugiese. Während des Disputs soll er den Schiedsrichter bespuckt und außerdem durch eine Geste als schwul bezeichnet haben.
Meireles: "Ich habe viele schwule Freunde"
Meireles wies beide Vorwürfe zurück, auch wenn Fernsehbilder zumindest das Spucken dokumentieren. Auch habe er weder homophobe Äußerungen noch Gesten gemacht: "Ich habe viele schwule Freunde, die ich sehr respektiere", sagte der Fußballer. "Ich weiß gar nicht, mit welcher Geste man in der Türkei jemanden als schwul bezeichnet. Ich wollte zeigen, dass der Schiedsrichter ein Feigling ist und sich dem Druck der Heimfans beugt." Die hohe Strafe des Verbands nannte er einen "Anschlag auf meine Menschenrechte".
Das Urteil des Fußballverbands ist noch nicht rechtskräftig. Fenerbahce hat bereits angekündigt, Einspruch einzulegen. In einer Stellungnahme nannte der Verein die Strafe "unfair, unbegründet und nicht akzeptabel".
Mit 64 Einsätzen ist Raul Meireles Stammspieler der portugiesischen Nationalmannschaft. Erst vor wenigen Monaten wechselte er für rund zehn Millionen Euro vom FC Chelsea zu Fenerbahce Istanbul, wo er einen Vier-Jahres-Vertrag unterschrieb. (cw)














Dazu gehört sogar ein ehemaliger Fußballer der Vierten Liga, der es beinahe mal in´s Profigeschäft geschafft hat..
Die Geldstrafe ist, gemessen an der gerade für den Profi Suso verhängten viel zu gering..
Wer so viel Kohle scheffelt und einen so gut dotierten Vertrag hat, kann mehr bezahlen, und den umgerechneten Verdienst für die gesperrten Spiele an die Istanbuler Coming-Out-Gruppe für Jugendliche spenden..