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- 28. Dezember 2012 1 Min.

Barbaros Şansal beim CSD in Istanbul
In Istanbul ist in der Nacht zum Freitag ein bekannter schwuler Modedesigner auf offener Straße attackiert worden. Der 55-Jährige spricht von politischen Hintergründen.
Barbaros Şansal brachte die Meldung selbst als erster per Twitter in Umlauf: "Um 4.50 Uhr wurde ich in [Istanbuls Bezirk] Taksim Ayaspaşa aufgrund politischer Gründe bedroht und attackiert."
Şansal verbreitete via Twitter auch Bilder von sich mit einer blutenden Nase und weiteren Wunden im Gesicht. "Sie sagten mir, dass ich für meine Äußerungen mit meinem Leben bezahlen soll", so der Designer in einem Tweet.
Öffentlicher Aktivist

Şansal nach der Attacke
Şansal, der direkt nach dem Vorfall zur Polizei ging und Anzeige erstattete, hatte vor wenigen Wochen in einem viel beachteten Interview über sein Schwulsein und über Homo-Rechte gesprochen. Er berichetete auch, in den 80ern von der Polizei gefoltert und vergewaltigt worden zu sein. In Folge trat er auch in TV-Interviews zum Thema auf.
Zu der Attacke schrieb der Designer noch bei Twitter: "Ich bin nur eine einzige Seele, aber was werden Millionen sagen?" Der Tweet trendete am Freitag bei der türkischen Version von Twitter; Şansal erhielt viel Unterstützung aus der Bevölkerung. Die Homo-Organisation Kaos GL verurteilte den Vorfall. (nb)














Ich sage es mal mit den Worten Claudia Roths (Die Grünen): Ich liebe die Türkei und ihre Konflikte...
m.youtube.com/watch?v=UpAUQY4Wwlo