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  • 30. Dezember 2012 10 1 Min.

Das Wappen von Usbekistan

Wie teilweise erst jetzt bekannt wurde, sind in Usbekistan in den vergangenen Wochen mehrere Leiter von Medienunternehmen verhaftet worden. In mindestens einem Fall spielte eine angebliche Homosexualität eine Rolle.

Das berichtet die deutsch-russische LGBT-Gruppe Quarteera unter Berufung auf russischsprachige Medienberichte. Demzufolge wurde Anfang Dezember der 36-jährige Journalist Botin S. festgenommen. Angeblich sei der Chef des Fernsehsenders der Region Choresmien von einem Mitarbeiter der Homosexualität und Bestechung beschuldigt worden.

Usbekistan und Turkmenistan sind die einzigen Länder der ehemaligen UdSSR, in denen Homosexualität nach wie vor strafrechtlich verfolgt wird. Die Gesetzgebung dient oft als Möglichkeit, unliebsame öffentliche Personen aus dem Weg zu räumen.

Gezieltes Vorgehen gegen Medien?

Bereits am 26. November waren mehrere führende Mitarbeiter des Radiosenders ORIAT in Taschkent verhaftet worden. Die Aktionen stehen offenbar im Zusammenhang mit einer Monopolisierung der usbekischen Medien.

Botin S. findet sich mehreren Berichten zufolge in Untersuchungshaft. Er wurde wegen der Strafgesetz-Artikel 211 (Bestechung), 119 (gewalttätige sexuelle Befriedigung in unnatürlicher Weise) und 120 (Sodomie/Homosexualität) angeklagt. Derzeit läuft zudem eine umfassende steuerrechtliche und verwaltungsrechtliche Überprüfung des Senders.

Verwandte von S. gaben an, dass die Vorwürfe bisher nicht bestätigt werden konnten und es sich um einen Konkurrenzstreit um den Führungsposten handeln könnte. (nb/pm)

-w-

#1 TheDad
  • 30.12.2012, 20:51hHannover
  • Mobbing in Reinform gepaart mit der Unbestechlichkeit eines zutiefst demokratischen Landes im Herzen der ehemaligen Sowjet-Republiken..
    Zensur ?
    Die Herren wechseln die Stühle, aber die Methodik bleibt die gleiche..

    "Regel Nummer eins: Sie bleiben cool.
    Alles wird vom Fachmann inszeniert,
    wenn es sein muß, ist Ihr Gegner schwul,
    und wenn nötig, auch noch infiziert"..

    Der ganze Tex von Konstantin Wecker unter :

    www.golyr.de/konstantin-wecker/songtext-der-fachmann-280620.
    html
  • Direktlink »
#2 Borat SegdijevAnonym
#3 EvergreenAnonym
  • 30.12.2012, 22:43h
  • Antwort auf #1 von TheDad
  • Man könnte meinen, auch Wecker hätte sie geliebt. ("Im Herzen der ehemaligen Sowjet-Republiken")

    www.greenleft.org.au/node/22831

    "Kollontai, alleinerziehende Mutter und Volkskommissarin für soziale Fürsorge, setzte in der jungen Sowjetunion durch, dass das Eherecht gelockert und der Mutterschutz verbessert wurde. Sie erkämpfte das Recht auf Schwangerschaftsabbruch und schlug Volksküchen und kollektive Kindererziehung vor.
    Sie propagierte sogenannte Kommunehäuser sowie freie Liebe und Sexualität."
    (Wikipedia.de)
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