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Einzelkommentar zu:
Peter Illmann: "Limahl war geiler als die Tyler"


#2 Timm JohannesAnonym
  • 03.01.2013, 14:21h
  • Das Queer-Interview ist interessant und gut; gleichwohl hätte Herr Illmann seine Beziehung ruhig schon vor 10 oder 15 Jahren medial einmal erwähnen können.

    Insgesamt aber geht Herr Illmann sehr viel souveräner mit diesem Thema um, als unser gegenwärtiger Umweltminister Altmaier, der dermassen bei diesem Thema "herumeiert".

    UND eines sollte doch auch längst JEDEM homosexuellen Prominenten vollkommen klar sein: wer ein Interview dem Springer-Verlag zu seinem Privatleben gibt, dem/der muss klar, dass die BILD-Journalisten darauf warten, dass eine verkorkste Coming-Out-Story gedruckt werden kann; denn darauf wartet doch zumindest ein Teil der BILD-Leser (frei nach dem jahrzehntelangen Motto der BILD:"noch so ein schwuler Mann, der nicht klar kommt"): das war jahrzehntelange Methode der BILD ("Lesben gab es dort in den Artikeln nicht und Schwule wurden durch den Kakao gezogen") und ist es selbst heute noch in Teilen ihrer Berichterstattung, wenn auch ein wenig subtiler und versteckter heute.

    Zudem ist es für homosexuelle Prominente nach meiner Meinung immer besser, wenn das mediale Coming-Out durch Interwievs bei den linken, liberalen, grünen und sozialdemokratischen Zeitungen/Magazinen durch Interview erfolgt: Zeit, taz, Spiegel, Stern, WAZ, Hamburger Morgenpost, usw. Dort wird nicht darauf gelauert, die Homosexualität zu skandalisieren oder das Coming-Out mit negativem Beigeschmack zu zerreden.

    BILD, Welt und Rheinische Post würde ich daher nicht für das erste Interview zum Privatleben verwenden, so wie es Herr Illmann nun umgesetzt hat.

    --> Aber insgesamt ist dieses mediale Outing von Herrn Illmann immer noch tausendmal besser, als dieses Herumgeier von unserem Umweltminister Altmaier.

    Und dann wäre da auch noch das Thema Bildungsministerin Schavan, das bis heute nicht medial geklärt ist...jedenfalls für mich nicht.
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