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Einzelkommentar zu:
Studie: Bisexuelle leiden unter Versteckspiel


#10 chybrainProfil
  • 04.01.2013, 20:46hMünchen
  • Ich finde die Studie nicht unrealistisch. Mit gesundem Menschenverstand kann man allerdings auf zu diesem Ergebnis kommen.
    Viele hier im Forum scheinen der Meinung zu sein, dass es nur Schwarz oder Weiß gibt. Ich glaube aber, dass es wesentlich mehr Grau gibt und betrachte die sexuelle Orientierung als ein Kontinuum (erläutert in meinem Buch "Polyamorie - Eine Zukunft für die Zukunft"), das von rein heterosexuell bis rein homosexuell führt. Die Schwulen und Lesben, die heute gegen die gesellschaftlichen Widerstände zu sich selbst stehen, haben nur minimale Hetero-Anteile; die Heteros, die mit uns keine Probleme haben, haben nur minimale schwule/lesbische Anteile oder sind einfach sich selbst gegenüber ehrlich. Dazwischen liegt viel Grau mit sehr unterschiedlichen Verhältnissen von Homo- und Heterosexualität.
    Wenn die Männer in dieser Studie überwiegend mit Männern fremdgehen, dann doch wohl deswegen, weil ihr Hetero-Anteil ja hemmungslos gelebt werden darf, sie im schwulen Bereich aber ein kleines bis mittleres Defizit aufweisen. Und wenn man in Selbsterkenntnis und Ehrlichkeit keine Leuchte ist, dann verdrängt man eben seine schwule Seite und wird homophob.
    Wenn dieser blöde Konformitätszwang sowohl von hetero wie schwul-lesbischer Seite aufhören würde, dann würden wahrscheinlich ziemlich viele Bisexuelle zum Vorschein kommen, und davor haben die ganzen fundamentalistischen Prediger eine Heidenangst, denn dann wären sie gezwungen, endlich mal in den Spiegel zu sehen.
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