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Kommentare zu:
Bist du cut oder uncut?


#11 Ice66Anonym
  • 05.01.2013, 10:32h
  • Auch Heinz-Jürgen Voß argumentiert wieder einmal am Thema vorbei.

    Ali Utlu ist "Cut" und niemand hat ihn gefragt, ob er das überhaupt wollte. Und er wollte es nicht und will es nicht.

    Einen medizinischen Grund für seine Beschneidung gab es nicht.

    Und zwischenzeitlich nennt man, wenn Eltern sowas mit ihren Kindern machen, im Familienrecht "Personenpflge".

    Er selbst mag sich als Erwachsener über die Vorteile oder Nachteile seine Gedanken machen und sich dann für eine Beschneidung entscheiden, mit der Konsequenz, dass er sie nicht mehr rückgängig machen kann.

    Bei der Debatte geht es aber um Kinder.

    Und an 98 Kindern eine überflüssige Operation durchzuführen um prophilaktisch 1,8 Harnwegsinfektionen zu vermeiden, ist kein stichhaltiges Argument, insbesondere dann nicht, wenn man die Komplikationen einer solchen Operation unter den Tisch kehrt.

    Manche Eltern wollen partout diese Entscheidung nicht ihren Kindern selbst überlassen und ziehen jedes erdenkliche Argument, das auch nur nach einem Vorteil dieses Vorhautabschneidens riecht heran und ignorieren die Nachteile um diese Genitaloperation an ihren Jungs begründen zu können.
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#12 MarcAnonym
  • 05.01.2013, 10:40h
  • Antwort auf #9 von Sebi
  • Da kann ich mich nur anschließen.

    Ich könnte ihn vielleicht noch ansatzweise verstehen, wenn es darum ginge, auch Erwachsenen die freiwillige Beschneidung aus religiösen Motiven zu verbieten.

    Aber es geht eben um Kinder, die das noch nicht verstehen. Und da ist es eben keine freiwillige Entscheidung, sondern Zwang.

    Und abgesehen davon, ist jeder medizinische Eingriff mit einem gewissen Risiko verbunden, wie auch Herr Voß zugeben muss. Chirurgische Eingriffe ohne medizinischen Grund durchzuführen ist ethisch höchst bedenklich. Man geht ja nicht grundlos ein Risiko ein. Aber dann auch noch zwangsweise bei Kindern...
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#13 nebenbeigefundenAnonym
#14 LucaAnonym
  • 05.01.2013, 10:46h
  • Antwort auf #11 von Ice66
  • "Und an 98 Kindern eine überflüssige Operation durchzuführen um prophilaktisch 1,8 Harnwegsinfektionen zu vermeiden, ist kein stichhaltiges Argument, insbesondere dann nicht, wenn man die Komplikationen einer solchen Operation unter den Tisch kehrt."

    RICHTIG!

    Erstens haben andere hier ja schon darauf hingewiesen, dass die angeblichen medizinischen Vorteile nicht gegeben sind. Erstens sehen andere Studien das anders und zweitens geht es um Hygiene. Klar, wer unter seiner Vorhaut nicht sauber macht, ist natürlich auch anfällig für Entzündungen, etc.

    Und zweitens:
    selbst wenn es so wäre, müsste man auch allen Kindern zwangsweise den Blinddarm, die Mandeln, etc. operativ entfernen, nur weil es da ab und zu auch mal Probleme mit gibt. Wobei es da noch viel öfter Probleme gibt als mit Harnwegentzündungen und man da auch nicht mit Hygiene was dagegen tun kann.

    Und drittens:
    Herr Voß muss dann auch gegen religiöse Beschneidungen bei Mädchen sein. Ist ja dann auch Toleranz gegenüber angeblich religiösen Werten. Das ist aber etwas, was alle Menschenrechtsorganisationen (zu Recht) kritisieren. Dass sie grundlose Beschneidungen bei Jungen nicht ähnlich vehement kritisieren, zeigt nur den Einfluss der Religionen.
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#15 Tobi CologneAnonym
  • 05.01.2013, 10:50h
  • Antwort auf #5 von verqueert
  • Nein, sind sie nicht!

    Dass Nerven entfernt werden, ist Fakt, denn in der Vorhaut sind nun mal Nerven. Und wenn die Vorhaut weg ist, sind die Nerven auch weg!

    Ich weiß nicht, ob das 50% der Nerven sind, aber ich habe zumindest gelernt, dass in der Vorhaut sehr viele Nerven sind.

    Und abgesehen davon wird auch die Eichel durch den fehlenden Schutz der Vorhaut weniger empfindlich.
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#16 florian234Anonym
  • 05.01.2013, 10:57h
  • Ich finde es spannend, wie hier gleich nur auf Religion gegangen wird. In den USA ist die Mehrheit der Jungen beschnitten - und das nicht aus religiösen Motiven.

    Und wegen der fachlichen Eignung: Ein "Dr. med." wird doch häufig schon während des Studiums nebenbei gemacht, teilweise in weniger als einem Jahr. Was sollte dieser also für eine Expertise sein? Aber wenn er wichtig ist, dann ist doch Dr. Voß immerhin sehr anerkannt, weil sein medizinischer Beitrag in "Interventionen gegen die deutsche "Beschneidungsdebatte"" zuerst in dem medizinischen Fachblatt "Sexuologie - Zeitschrift für Sexualmedizin, Sexualtherapie und Sexualwissenschaft" (Bd. 19, 3/4) veröffentlicht wurde.
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#17 TimonAnonym
  • 05.01.2013, 11:17h
  • Antwort auf #16 von florian234
  • 1.
    Die Konzentration auf das Thema Religion stammt ja von Herrn Voß.

    2.
    Aha, weil die USA es also in weiten Teilen so machen, muss es ja wohl richtig sein. Denn wie wir alle wissen, ist alles, was in den USA so gemacht wird ja über jeden Zweifel erhaben.

    3.
    " Ein "Dr. med." wird doch häufig schon während des Studiums nebenbei gemacht, teilweise in weniger als einem Jahr. Was sollte dieser also für eine Expertise sein?"

    Immerhin ist es die Expertise, Medizin studiert und abgeschlossen zu haben.

    Und wie lange hat Herr Voß Medizin studiert? Achja, gar nicht.

    Oder willst Du mir jetzt tatsächlich erzählen, dass ein Dipl.-Biologe und Dr.phil. mehr Ahnung von Medizin hat, als ein ausgebildeter Mediziner? Dann kannst Du ja demnächst bei einer Krankheit auch zum Biologen statt zum Arzt gehen.
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#18 kreuzbergAnonym
  • 05.01.2013, 11:17h
  • Extrem schwacher Artikel da Thema verfehlt: In der aktuellen Debatte geht es gerade nicht darum ob Beschneidung sinnvoll ist oder nicht, sondern ob es moralisch/juristisch vertretbar ist Säuglingen die dem naturgemäss nicht zustimmen können ohne medizinische Indikation einen Teil ihres Körpers unwiderbringlich zu amputieren. Niemand hat etwas dagegen wenn sich jugendliche oder erwachsene Männer nach einer freien und informierten Entscheidung beschneiden lassen.

    Herr Voß fordert auch man möge Religionen "wertschätzend begegnen". Wer ohne die geringste Evidenz die Märchen irgendwelcher Wüstenvölker aus der Bronzezeit für bare Münze nimmt hat keine Wertschätzung verdient, sondern allenfalls Toleranz. Die endet allerdings dort wo religiöse Gruppen anfangen aufgrund ihrer Wahnvorstellungen gegen gesellschaftliche Minderheiten zu hetzen, oder anderen Menschen die sich nicht wehren können Verletzungen zuzufügen.
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#19 ungefragtAnonym
#20 TimonAnonym
  • 05.01.2013, 11:22h
  • Antwort auf #14 von Luca
  • Sehe ich auch so.

    Selbst wenn die laut Voß ca. 1,8 Prozentpunkte Unterschied an Harnwegsinfektionen (wenn die Zahlen überhaupt stimmen) nicht an mangelnder Hygiene oder anderen Gründen, sondern an der Vorhaut liegen, ist das noch lange kein Grund, die generell zu entfernen.

    Sonst müsste man auch bei jedem Kind zwangsweise den Blinddarm entfernen. Wobei der noch nicht mal eine Funktion hat, im Gegensatz zur Vorhaut.

    Es ist medizinisch allgemein anerkannt, dass man nur dann operativ eingreift, wenn es Probleme gibt und nicht etwa vorbeugend. Erst recht nicht wegen 1,8%. Das ist in allen anderen Bereichen anerkannt und wird von niemandem angezweifelt. Nur beim Thema Beschneidung wollen das manche nicht akzeptieren und meinen, Kinder zwangsweise beschneiden zu müssen.

    Wer sich als Erwachsener grundlos beschneiden lassen will, kann das gerne tun - aus welchen Gründen auch immer. Aber bei Kindern lehne ich Zwangsbeschneidungen ohne medizinischen Anlass strikt ab.

    Und wenn Herr Voß mich und andere deswegen gleich in die rechte Ecke stellen will, sagt das mehr über ihn aus als über uns!!
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