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Kommentare zu:
England: Streit um Keuschheitsgebot für schwule Bischöfe


#1 benediktAnonym
  • 07.01.2013, 12:46h
  • alles sehr katholisch. ( "Aber Sex sollte es nur innerhalb der Ehe praktiziert werden egal, ob man heterosexuell oder schwul ist." )

    ein schmankerl für homophile asexuelle:

    für schwule kirchenoffiziere wird don't ask, don't tell abgeschaft, wenn sie sexuell enthaltsam sind.

    gibt es ein onanieverbot?
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#2 sanscapote
#3 TheDadProfil
  • 07.01.2013, 13:22hHannover
  • Und ?

    Was ist dieser "Beschluß" in einer weiterhin rassistischen Sekte nun Wert ?

    Gar nichts..

    Es werden weiterhin schwulenfeindliche Statements "andersdenkender" Kirchenoberer mehr oder weniger unkommentiert lanciert und geduldet..

    Durch den "Beschluß" ändert sich nicht etwa die zu Markte getragene diskriminierende Politik der Splitter-Sekte, sie wird nur sowohl nach innen als auch nach außen hin VERFEINERT..

    Weiterhin werden Frauen und damit auch ganz nebenbei lesbische Frauen und Beziehungen, für ein führendes Bischofsamt kategorisch abgelehnt..

    Schwule können zwar jetzt generell führende Positionen erreichen, leben sie aber in einer "eingetragenen Partnerschaft" dürfen sie durch das zwangsweise auferlegte Zölibat ihre "Ehe" nicht ausleben..

    Eine sexuell nicht vollzogene Ehe ist selbst bei den Katholiken ein anerkannter Scheidungsgrund..

    Zusätzlich zum nun ordinierten Bischof diskriminiert die Sekte jetzt auch noch den jeweiligen Partner, der ja offenbar die Verbindung einmal eingegangen ist weil er den Partner liebt und mit ihm eine monogame Beziehung inclusive eines Sexuallebens führen wollte und will..

    Über die in diesen Partnerschaften mögliche Adoption von eigenen (Stiefkind-Adoption) oder gar fremden Kindern sagt der "Beschluß" wahrscheinlich zunächst explizit nichts, ich bin aber sicher das diese Sekte sich damit noch befassen wird, und ein ähnlich diskriminierendes Konstrukt zustande bringen wird, um diesen Kindern dann das Leben so schwer wie nur irgend Möglich zu machen..

    Und was bringt der "Beschluß" den Gläubigen Anhängern dieser Sekte ?

    So ganz nebenbei verkündet die "Church of England" in ihrem "Beschluß" ihre "Auffassung" von Sexaulmoral, und biedert sich damit unverhohlen an die RKK in Rom an :

    ""die in Übereinstimmung mit den Lehren der Kirche zu menschlicher Sexualität leben,""
    heißt es dort, und weiter :
    ""Sex sollte nur innerhalb der Ehe praktiziert werden egal, ob man heterosexuell oder schwul ist""

    Aha..
    Gegen die schwule Ehe hat die Sekte sich ausdrücklich ausgesprochen, also kommt diese Aussage ausschließlich den Heten zu Gute..

    Damit gilt das nun auferlegte Zwangszölibat nicht nur wie zunächst vermutet werden konnte, für die Theologen die eine führende Rolle in der Sekte übernehmen wollen, nein, sie gilt mit dieser Formulierung automatisch für alle Mitglieder der Sekte, egal ob einfache Gläubige oder die Priesterschaft..

    Ein fein ziselierter, semantisch eloquent formulierter "Rundumschlag" gegen alle LGBT´s UND alle Heten zugleich..
    Das schafft sonst nur die menschenfeindliche Rhetorik aus dem Vatikan..

    Es liest sich wie das verklausulierte kleingedruckte in einer Sterbeversicherung das die Auszahlung der Summe im Todesfall ausschließt..

    Aber :
    ""Homo-Aktivisten begrüßten den Schritt vorsichtig, erklärten aber auch, dass sich die Kirche mit ihrer Konzentration auf schwulen Sex lächerlich mache: "Ich bin sicher, dass zölibatär lebende schwule Männer ganz aufgeregt die neue Berufsmöglichkeit begrüßen werden, aber sie werden sich wohl fragen, wie die Kirche das kontrollieren will", sagte Ruth Hunt, Sprecherin der schwul-lesbische Gruppe Stonewall.""

    Wie Bitte ???

    Zölibat als KARRIERE-Motor ???

    Das Statement von Mrs.Hunt mutet an wie die Beschreibung eines Kindes das Hände klatschend vor der Zuckerbäckerei auf dem Rummel auf- und ab hüpft und freudig auf die sich bildende Zuckerwatte starrt..

    Denn durch die impliziert vorgetragene Sexualmoral der "Church of England" in diesem "Beschluß" konzentriert sie sich nicht nur auf Homosexualität, sie weist zugleich darauf hin wie "verwerflich" sie jede Form der Sexualität betrachtet die nicht reproduktiv in einer Ehe stattfindet, und diskriminiert damit weiterhin alle Menschen die keine Kinder haben (möchten), oder (dazu) nicht extra heiraten wollen..
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#4 fiddlerontheroofAnonym
#5 finkAnonym
  • 07.01.2013, 14:20h
  • Antwort auf #3 von TheDad
  • brechen wir auch diese geschichte auf den kern herab: da ist eine religiöse gruppe, die ein völlig irrationales regelsystem für konstitutiv erklärt. problematisch ist das ja eigentlich "nur" für die kinder, die ohne ihr einverständnis lernen müssen, dass man regeln nicht verstehen, sondern nur befolgen müsse und problematisch ist es dann, wenn diese gruppe ihre irrationalen wahnideen für universell erklärt und der ganzen gesellschaft überstülpen will.

    was schwule amtsträger angeht, kann man eigentlich sagen: selber schuld. wer unbedingt eine ideologie aktiv fördern will, die gruppenbezogene menschenfeindlichkeiten zu ihrem kernprogramm erklärt, der soll nicht jammern, wenn dies auch ihn selber betrifft. mein mitleid hält sich also in grenzen. schlimm ist es aber wegen des signals, das da wieder einmal in die gesellschaft und somit auch zu schwulen und lesbischen jugendlichen und ihren angehörigen gesendet wird: man darf schwul nur sein, wenn man nicht schwul lebt.

    und schlimm ist es, wenn nicht einmal schwule merken, dass das kein "fortschritt" ist, sondern ein attentat auf die würde jedes schwulen. das kann nur bejubeln, wer aufrechten gang niemals gelernt hat.
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#6 Eva BrunneAnonym
#7 TheDadProfil
  • 07.01.2013, 15:20hHannover
  • Antwort auf #5 von fink
  • Einige User bekommen von mir schon "Grün" noch bevor ich deren Kommentar gelesen habe..

    Du kannst dat noch viel hübscher verklausulieren als ich -lol-

    Schaff Dir´n sichbares Profil hier, oder schreib mich bei Romeo an, damit wir zusammen mit daVinci, Stromboli und anderen aufrechten Atheisten den Kampf gegen die Claquere solcher Meldungen besser koordinieren können -lmw-

    Diese Monster muß Mann doch irgendwie wieder unter´s Bett oder in den Schrank kriegen..

    Dat mit den "aufrechtem Gang" ist bei fehlendem Rückgrat allerdings ein fleischliches Problem..
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#8 NicoAnonym
  • 07.01.2013, 18:01h
  • Da bei gesunden Erwachsenen Sex ebenso ein Grundbedürfnis ist wie Essen, Trinken und Schlafen, ist diese Forderung entweder illusorisch oder sie zieht nur Gestörte an oder sie macht aus vormals Gesunden Gestörte.
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#9 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 07.01.2013, 18:35h
  • Die von der "Church of England" haben wohl eine Meise unterm Pony! Entweder Sex für ALLE oder KEINEN!
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#10 Katrin
  • 07.01.2013, 19:22h
  • Die Church of England wird ausschliesslich von ihren Mitgliedern und Leistungen finanziert, anders als die RKK und die Evangelische Kirche in Deutschland, die sich vom Steuersäckel einen ordentlichen Teil abbeissen. Damit muss man der Church of England auch Autonomie im Umgang mit ihren Schäfchen und Mitarbeitern zugestehen. Seit mehreren Jahrzehnten hat diese Kirche ihre ultrakonservative Position aufgegeben und mehrere Zerreissproben durchgestanden. Man darf nicht vergessen, dass diese Kirch schwules Zusammenleben zulässt, dass in einigen afrikanischen Ländern lebenslangen Knast bedeutet. Auch wenn ich nicht verstehen kann, wie Menschen an einen oder mehrere Götter glauben können muss ich sagen, dass sich diese Kirche sehr gut mit dem gesellschaftlichen Wandel arrangiert. Wenn wir so eine Alternative in Deutschland hätten, wäre der Einfluss der RKK weit geringer. Aber so werden wir wohl hinter Polen das letzte Land werden, dass sich von den Dogmen der RKK erst per Richterspruch befreien darf. Und wer es bis hierher noch nicht geraffert hat: Diese Kirche wird bald einen verpartnerten Bischof haben. Das steht für die RKK erst in 500 Jahren an. Und auch Deutschland muss noch lange warten. Schliesslich haben wir erst das Stadium einer zölibitären Kanzlerin erreicht, so etwas wie Elisabeth I.
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#11 alexander
  • 07.01.2013, 20:14h
  • Antwort auf #10 von Katrin
  • deine rede :
    [Schliesslich haben wir erst das Stadium einer zölibitären Kanzlerin erreicht,]
    woran das wohl liegt ???(eher weniger am zölibat!)
    ich stimme deinem kommentar zwar zu, bin aber nicht mehr bereit mir über die selbsternannten sekten und ihre "vorschriften", den kopf zu zerbrechen !
    beim heutigen stand der dinge, sollen diese "vereine, innerbetrieblich machen was sie wollen, aber "endgültig den hoheitsanspruch über den rest der "ungläubigen mehrheit" unterlassen, denen sie ein "friedvolles miteinander, untersagen wollen" !!!
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#12 finkAnonym
#14 Katrin
  • 07.01.2013, 23:40h
  • Antwort auf #11 von alexander
  • Um es nochmals klar zu sagen können meinetwegen Religionsgemeinschaften innerhalb der Gemeinschaft machen was sie wollen. Aber leider haben alle Christen es so an sich die Heiden, also mich, missionieren zu wollen und als selbsternannte Moralhüter mir ihre Moral aufzudrücken, und ich kann mich nicht wehren, weil Politiker wie zum Beispiel unsere Regierung sich lieber von Gerichten die Politik vorschreiben lassen, als zu regieren. In diesem Sinne ist auch die Church of England nicht besser als alle anderen Kirchen. Die Church of England reformiert sich sicherlich auch nicht aus freien Stücken, sondern sie folgt dem Druck des gesellschaftlichen Wandels. Aber genau diesen Wandel macht sie sehr gut und wandert dabei seit Jahren auf einem sehr engen Grat. Während unsere Politiker aller Parteien noch einem Papst im Parlament zujubeln, der dort nicht zu suchen hat und der das Parlament abschaffen will, bekommt die Church of England mehr und mehr die Kurve in die Neuzeit. Selbstverständlich glaube ich nicht, das sie bereits in der Neuzeit angekommen ist, ich honoriere aber, dass man die Notwendigkeit zur Anpassung erkannt hat und nicht so wie unsere deutschen Christen ganz stur in einer menschenverachtenden Vergangenheit verbleibt.
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