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- 09. Januar 2013 2 Min.

Mit diesem Bild wirbt der Stromanbieter Powershop um Kunden
Ein neuseeländischer Stromanbieter zeigt auf seiner Plakatwerbung, wie der Papst ein schwules Paar traut – Beschwerden von erzürnten Katholiken gegen die Reklame wurden am Mittwoch zurückgewiesen.
Die Selbstkontrolle der Werbeindustrie, die Advertising Standards Authority (ASA), teilte mit, dass die Werbung nicht beleidigend sei, berichtete der "New Zealand Herald". Damit darf sie weiter öffentlich gezeigt werden. Die Plakate wurden vor wenigen Wochen in den Städten Auckland und Wellington aufgehängt und werben für die Firma Powershop. Über dem Bild prangt die Aufschrift: "Die gleiche Power – eine bessere Einstellung". Darunter wirbt das Unternehmen mit den Worten: "Der bessere Stromanbieter".
Vier Personen hatten sich bei der ASA beschwert, dass sich die Werbung über Christen lustig mache. Einer der Beschwerdeführer bemängelte etwa, dass das Bild die Position der Kirche verfälsche: "Hier wird versucht zu zeigen, dass die katholische Kirche und der Vatikan die gleichgeschlechtliche Ehe gut heißt", sagte er.
Die ASA erklärte jedoch, dass sich die Werbung satirisch mit einem Gesetzentwurf zur Öffnung der Ehe auseinandersetze, der derzeit im neuseeländischen Parlament beraten wird. Vor wenigen Monaten hatte es in der Kammer eine deutliche Mehrheit für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Eherecht gegeben, allerdings sind noch weitere Abstimmungen nötig (queer.de berichtete).
Zwar könne das Bild nach Ansicht der ASA vereinzelt gläubige Menschen irritieren. Es sei aber humoristisch und ironisch angelegt und verstoße nicht gegen die Bestimmungen der Werbeindustrie.
Powershop macht sich in seiner Werbung immer wieder über öffentliche Persönlichkeiten lustig, darunter in der Vergangenheit Margaret Thatcher, Rupert Murdoch oder Saddam Hussein. Auf einem Plakat verkauft der frühere nordkoreanische Diktator Kim Jong-il selling Hotdogs für eine Wohltätigkeitsorganisation.
Werbeplakate, in denen die katholische Kirche und Homosexualität thematisiert werden, sind immer wieder umstritten. So gab es vor zwei Jahren Beschwerden gegen einen Eiscreme-Produzenten in England, der seine Produkte von schwulen katholischen Pfarrern anpreisen lässt. Die Anzeige wurde von der katholischen Kirche als "Gefahr für unsere Kultur" bezeichnet (queer.de berichtete). (dk)














