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- 11. Januar 2013 2 Min.

Tief im Westen" ist die Website der Aids-Hilfe Unna nun viel besser als man glaubt... (Bild: Screenshot)
Im Rahmen eines Pilotprojekts haben sich in den vergangenen Monaten mehrere Aids-Hilfen technisch wie optisch fit gemacht für das Web 2.0.
Ein Blick in die Runde der lokalen Aids-Hilfen zeigt das Dilemma: Viele Einrichtungen haben Internetauftritte, die schlecht gepflegt oder auf einem technisch veralteten Stand sind. Das ändert sich nun.
Im Rahmen eines Pilotprojekts haben sich in den vergangenen Monaten mehrere Aids-Hilfen fit gemacht für das Web 2.0. Die Websites der Beratungseinrichtungen wurden technisch wie optisch auf den neuesten Stand gebracht. Zum Jahreswechsel ging die Seite der Aids-Hilfe Unna frisch ans Netz, nach Frankfurt, Weimar und Niedersachsen. In Karlsruhe und Offenbach steht der Wechsel auf das neue System noch bevor.
Ziel des durch die Deutsche Aids-Hilfe (DAH) getragenen Projekts ist die Professionalisierung der Beratung auch im Internet. Sie bietet dazu ein fertiges Gerüst inklusive Content-Managementsystem an, dass die Einrichtungen ohne Programmierkenntnisse mit eigenen Inhalten bestücken können. Module für die Beratungsarbeit wie zum Beispiel ein Newsletter können optional dazu bestellt werden.
Professionelle Web-Präsenz einfach und für wenig Geld

Eurokrisen-Prävention? Die Frankfurter Berater haben der Deutschen Bank ein Kondom übergestülpt. (Bild: Screenshot)
Manuel Izdebski von der Aids-Hilfe Unna, der auch im Vorstand der DAH sitzt, freut sich über den Fortschritt: "Wir können uns nun noch besser und intensiver um unsere eigentliche Beratungsarbeit kümmern." Die Inhalte würden als seriöser empfunden, weil sie professionell dargestellt werden. "Besonders schwule Männer – das wissen wir aus Studien – informieren sich über HIV und Aids besonders häufig im Internet", ergänzt der Sexualpädagoge.
Die Einrichtung einer Website mit allen heute üblichen Funktionen kostet als Auftragsarbeit in der Regel einen fünfstelligen Betrag. Für viele Selbsthilfevereine eine Summe, die sie nicht für ihre Web-Präsenz aufbringen können. Wie gut gepflegt eine Website daher kommt, war deshalb häufig davon abhängig, ob es in den eigenen Reihen jemanden gab, der das Wissen für den Aufbau und Betrieb der eigenen Webauftritt besaß.
Für die Teilnehmer der ersten Runde dieses Professionalisierungsprojekts war die Einrichtung kostenlos. Wer später einsteigt braucht jedoch nur eine geringe Einrichtungspauschale aufzuwenden. Das Layout und die Funktionsweise sind stark an der Website der Deutschen Aids-Hilfe orientiert. Die Übernahme von "Look & Feel" des Dachverbandes ermöglicht die niedrigen Kosten und erhöht zudem die Sichtbarkeit der Zusammengehörigkeit. (cs)
Links zum Thema:
» Zur neuen Website der AIDS-Hilfe Unna
» Zur neuen Website der AIDS-Hilfe Frankfurt














