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  • 22. Januar 2013 26 2 Min.

Überraschung bei einer Modenshow in Paris: Zum Finale schickte Modezar Karl Lagerfeld ein Frauenpaar samt Kind auf die Bühne.

Die Präsentation für Chanel im Grand Palais endet traditionell mit der Vorstellung von Brautkleidern. Am Dienstag liefen nun zwei Models im weißen Brautkleid auf – mit einem ebenfalls in Weiß gekleideten Jungen.

Der Vierjährige ist ein Patenkind von Lagerfeld. Dass sich der 79-Jährige plötzlich in den französischen Kulturkampf um die Homo-Ehe einmischt, überrascht: Bislang hatte er eher ablehnende Äußerungen zum Thema von sich gegeben. Auch am Dienstag sagte er Berichten zufolge hinter der Bühne, er sei "nicht danach verrückt", dass gleichgeschlechtliche Paare "Kinder bestellen".

Bereits 2010 hatte der gebürtige Hamburger dem kanadischen Film-Regisseur Bruce LaBruce erzählt, er sei gegen die Homo-Ehe, weil sie zu spießig sei: "In den 60ern sagten alle, dass wir das Recht haben, anders zu sein. Und jetzt wollen alle plötzlich das bürgerliche Leben" (queer.de berichtete). Auch hatte er Zweifel am Adoptionsrecht: "Für mich ist das schwer vorzustellen – einer der Väter bei der Arbeit und der andere zu Hause mit dem Baby. Wie wäre das für das Baby? Ich weiß es nicht."

Ein Jahr später sagte er bei Markus Lanz: "Dass lesbische Paare Kinder adoptieren, finde ich toll. Bei Männerpaaren bin ich nicht so für. Mütter gehören zu Kindern und Kinder zu Müttern" (queer.de berichtete).

Die Aktion Lagerfelds hat ihm und den Befürwortern der Ehe-Öffnung nun zumindest eine große Aufmerksamkeit gebracht. Erst vor wenigen Tagen hatte das Modemagazin "Elle" ein lesbisches Paar auf sein Cover gehievt, im Brautkleid und mit der Überschrift "Ehe für alle" (queer.de berichtete). Die "Elle"-Chefin twitterte dann auch heute aus der Modenshow ein Bild der Lagerfeldschen Regenbogenfamilie mit dem Hinweis: "Hübsch." (nb)

Bild: Valérie Toranian von Elle France / Twitter

-w-

#1 DavidJacobEhemaliges Profil
#2 LexiAnonym
  • 22.01.2013, 20:19h
  • Auf den kann die Community gut verzichten.

    Bei Mode geht es leider vornehmlich um Frauen. Männer haben schon von der Auswahl her viel weniger Vielfalt und Werbung durch die Modeindustrie. Schwule Designer wie Lagerfeld machen das aus Profitgründen mit, anstatt was dagegen zu unternehmen.
    Das ist Heteronormalität, die er bereitwillig mitmacht, leider nichts neues.

    Aber das jetzt einer aus unseren Reihen den Männern abspricht weniger wichtig und sorgend für Kinder zu sein, ist unter aller Sau.
    "Dass lesbische Paare Kinder adoptieren, finde ich toll. Bei Männerpaaren bin ich nicht so für. Mütter gehören zu Kindern und Kinder zu Müttern"

    Wie Obama schon sagt:
    "Denn wenn wir wirklich gleich erschaffen sind, dann muss die Liebe, die wir einander anvertrauen, auch gleich sein."
    !
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#3 DiversityManagerAnonym