Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?18396
  • 23. Januar 2013 13 1 Min.

In Belgien dürfen Homo-Paare seit sechs Jahren Kinder aoptieren. In Deutschland ist bislang nur die Stiefkindadoption möglich. (Bild: Wiki Commons / ScienceGenetics / CC-BY-SA-3.0GFDL)

Eine kleines Statistikdetail zeigt den Fortschritt in der belgischen Gesellschaft.

In der belgischen Region Flandern wurde im letzten Jahr fast jedes zweite Adoptivkind an ein lesbisches oder schwules Paar vermittelt. Das gab "Kind & Gezin" (Kind und Familie), eine staatliche Adoptionsvermittlungsstelle, am Dienstag bekannt.

Von 30 vermittelten Kindern aus dem Inland seien 14 an gleichgeschlechtliche Paare gegangen, so "Kind & Gezin"-Sprecherin Ariane Van den Berghe. Das spreche für eine vorurteilsfreie Behandlung durch die Adoptionsstellen. "Auch zeigt uns das, dass die Mütter der Kinder nicht denken, dass ein homosexuelles Paar schlechter als ein heterosexuelles ist."

Sechs Jahre Adoptionsrecht

Seit 2003 dürfen Homo-Paare in Belgien die Ehe eingehen, drei Jahre später wurde ihnen auch das Recht auf die gemeinschaftliche Adoption von Kindern eingeräumt. Während der ersten Jahre habe es noch wenige Vermittlungen gegeben, so Van den Berghe. Das habe allerdings daran gelegen, dass die Paare erst am Anfang einer längeren Prozedur mit Kursen und Wartelisten standen.

In der Statistik sind keine Adoptionen enthalten, die nicht vermittelt wurden, etwa Stiefkindadoptionen von Kindern aus früheren Beziehungen. Aus dem Ausland wurden in der Region im gleichen Zeitraum 122 Kinder adoptiert, die meisten aus Äthiopien. Hier gab es keine Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare, da die Ursprungsländer dagegen seien, so "Kind & Gezin". (nb)

-w-

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 23.01.2013, 17:12h
  • In unserem Nachbarland Belgien zeigt sich wieder einmal, daß schwule und lesbische Paare in Sachen Adoption Deutschland um Welten voraus sind!
  • Direktlink »
#2 Thorsten1
  • 23.01.2013, 17:46hBerlin
  • Und gerade Flandern galt bis noch vor ca. 20 Jahren als der erz-katholische Teil Belgiens.
  • Direktlink »
#3 MarcAnonym
  • 23.01.2013, 19:32h
  • Super!

    Ist doch besser als wenn Kinder im Heim oder auf der Straße aufwachsen...

    Außerdem leben Kinder ja eh überall in gleichgeschlechtlichen Familien. Es geht um die Rechtssicherheit für Kinder - also gerade ums Kindeswohl.

    Dass die Leute, die wegen ihrem Homohass Kindern schaden, sich sogar noch als Kinderschützer aufspielen ist ein Skandal und zeigt, wie leichtgläubig (um nicht zu sagen dumm) viele Wähler sind.
  • Direktlink »