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Von den Grünen zu den Piraten
Herbert Rusche will wieder in den Bundestag
- 03. Februar 2013 1 Min.

Schon immer ein Fan neuer Medien: Mit "BTX für Freunde" startete Rusche alias "BTX-Berta" 1988 das erste Online-Angebot für schwule Männer (Bild: privat)
Für die Grünen zog Herbert Rusche 1985 als erster offen schwuler Abgeordneter in den Deutschen Bundestag ein – nun will er als Pirat ins Parlament zurückkehren.
"Mein Plan ist einfach: Ich werde die Piraten in Hessen am 16./17. Februar 2013 in Grünberg bitten, mich auf einen der vorderen Plätze ihrer Liste für den Deutschen Bundestag zu wählen", kündigte der 60-jährige Frührentner auf einer eigens eingerichteten Facebook-Seite an. "Nicht unbedingt auf Platz 1, aber schon ziemlich bald danach." Anschließend werde er die Piraten bei ihrem Wahlkampf unterstützen, "damit sie fett über 5% kommen". Rusche kündigte an, im Fall eines Wahlsiegs täglich über Twitter und Facebook aus Berlin zu berichten.
Herbert Rusche ist ein Urgestein der westdeutschen Schwulenbewegung. 1972 war er Mitgründer der Schwulengruppe "Homo Heidelbergensis", ab 1973 Mitglied der "Homosexuellen Aktion Westberlin" (HAW). Danach arbeitete er u.a. im schwulen Frankfurter Kommunikationszentrum "Anderes Ufer" mit. Als Bundestagsabgeordneter brachte er mit seiner Fraktion 1986 einen Antrag zur Streichung des Paragrafen 175 ein.
Den Grünen kehrte der Buddhist bereits 2001 den Rücken, weil er u.a. mit der Kosovopolitik der rot-grünen Bundesregierung nicht einverstanden war. Zu den Piraten stieß er im August 2009 (queer.de berichtete). (mize)
Links zum Thema:
» Herbert Rusches Fanpage auf Facebook
Mehr zum Thema:
» Interview mit Herbert Rusche: Informationelle Selbstbestimmung ist ein schwules Thema (29.08.2009)














