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"Comrade in Arms"
Pornostar Arpad Miklos verübt Selbstmord
- 06. Februar 2013 2 Min.

Arpad Miklos (1967-2013) arbeitete mit Regisseuren wie John Rutherford, Kristen Bjorn und Chi Chi LaRue zusammen.
Der ungarische Pornostar Arpad Miklos ("Comrades in Arms", "BuckleRoos Part 1") ist in seiner Wohnung in New York City tot aufgefunden worden.
Im Alter von 45 Jahren hat sich Arpad Miklos am Sonntag das Leben genommen. Sein Freund Randal Lynch bestätigte in der Youtube-Sendung "Gwissues with Howard Bragman", dass Miklos einen Abschiedsbrief hinterlassen hat. Darin gebe der als Peter Kozma in Budapest geborene Pornodarsteller unter anderem Anweisungen, wie er beerdigt werden möchte. Lynch erklärte, dass Miklos an Depressionen gelitten hatte: "Ich würde sagen, er war nicht glücklich, auch wenn er das nicht gezeigt hat", so Lynch.
Miklos, der in seinem Heimatland Ungarn als Apotheker arbeitete, wurde 1995 vom Pornolabel Kristen Bjorn entdeckt. Er spielte daraufhin in ungarischen Produktionen wie "The Vampires of Budapest", "Comrades in Arms" und "Hungary for Men" mit. Später zog er in die Vereinigten Staaten und arbeitete unter anderem für die Pornolabel Falcon, Titan und Lucas Entertainment. Insgesamt wirkte er in über 110 Filmen für Erwachsene mit und gewann mehrere Preise. So erhielt er 2005 den GayVN-Award, den Oscar für schwule Pornodarsteller, als "Best Solo Performance" für seine Rolle in "BuckleRoos Part 1". Er erhielt auch einen Grabby für "Private Lowlife". 2010 wurde er über die Pornoszene hinaus bekannt, als er als Model für das Badetuch des Kultmagazins "Butt" ausgewählt wurde.
Miklos arbeitete neben seiner Pornokarriere als Escort und erhielt 2007 die Auszeichnung "Best Top Escort" bei den International Escort Awards. Miklos wirkte auch in mehreren Hetero-Pornos mit, was ihm in der Community den Vorwurf einbrachte, gegen Bezahlung den Heterosexuellen zu mimen (Straight for Pay).
"Sex-Arbeit ist nicht einfach"
Sein Co-Star Colby Keller lobte Miklos als "außergewöhnlichen Darsteller", der "immer für ein Späßchen gut" gewesen sei. Er verstehe, warum in diesem Beruf viele an Depressionen litten: "Sex-Arbeit ist nicht einfach – sie wird stigmatisiert und man verdient nicht viel", so Keller in seinem Blog. "Wir sollten Arpad in guter Erinnerung behalten, als den attraktiven Mann sowohl hinter als auch vor der Kamera, der uns so viel gegeben hat." Man solle nicht seine Entscheidung verurteilen, sich das Leben zu nehmen.
Vergangenes Jahr sorgte Miklos mit einem 15-sekündigen Youtube-Video für Aufregung, in dem er für den Musiker Perfume Genius wirbt. Obgleich in dem Film nur eine Umarmung und ein gleichgeschlechtlicher Kuss zu sehen ist, sperrte Youtube das Video, was zu erheblicher Kritik führte, darunter auch vom schwulen R.E.M.-Musiker Michael Stipe (queer.de berichtete). (cw)














Sie hinterlässt Spuren, in vielen Fällen schwere Depressionen oder Alkoholismus. Deswegen ist es auch unverantwortlich, dass der Staat Prostitution als normalen "Beruf" zu bezeichnet.