Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=18542
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Colorado pro Homo-Ehe


#1 FelixAnonym
  • 12.02.2013, 12:32h
  • Eine eingetragene Partnerschaft bzw. civil union ist KEINE Homo-Ehe.

    Nur wenn dieselbe Ehe, die auch Heteros offen steht, für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet wird und dann von diesen eingegangen wird, ist das eine Homo-Ehe.

    Dagegen haben eingetragene Partnerschaften oft nur eine Teilmenge dessen, was die Ehe bietet. Und selbst wenn sie in jedem Detail vollkommen der Ehe gleichgestellt wären (was wohl niemals der Fall sein wird) wäre es diskriminierend, für dasselbe unterschiedliche Namen zu wählen.

    Nur EINE Ehe für alle ist echte Gleichstellung!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 VolumeProProfil
#3 lucdfProfil
  • 12.02.2013, 12:44hköln
  • Nach und nach, Schritt für Schritt..... Verdammt, bin ich ungeduldig! Verdammt, dauert das lange!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 lucdfProfil
  • 12.02.2013, 13:07hköln
  • Antwort auf #1 von Felix
  • Das stimmt eine eingetragene Partnerschaft ist keine Ehe aber bevor die Ehe kommt, kann man die Vorteile der eingetragenen Partnerschaft genießen. Das tue ich auch seit etwa 10 Jahren und bin froh darüber auch wenn ich mir die Ehe wünsche.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #1 springen »
#5 finkAnonym
  • 12.02.2013, 13:15h
  • Antwort auf #1 von Felix
  • "Nur wenn dieselbe Ehe, die auch Heteros offen steht, für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet wird und dann von diesen eingegangen wird, ist das eine Homo-Ehe."

    kann man so sehen, oder auch nicht. ich würde sagen, wenn homos "richtig" heiraten dürfen, dann ist das einfach eine ehe. wenn ich mir die haare schneiden lasse, dann ist das ja auch kein "homo-haarschnitt".

    für mich ist "homo-ehe" eigentlich immer der falsche begriff. wir haben in deutschland wegen dieses begriffes das problem, dass viele menschen gar nicht wissen, dass es noch unterschiedliche rechte gibt und die frage entsteht "was wollen die denn NOCH alles?" das ist natürlich schlecht. andererseits ist das auch nicht NUR schlecht, weil so in den köpfen die unterschiedlichen bewertungen schon weitgehend gefallen sind.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #1 springen »
#6 Timm JohannesAnonym
  • 12.02.2013, 16:16h
  • Es ist ein Fortschritt für den Bundesstaat Colorado, auch wenn es keine Eheöffnung darstellt, wie sie bereits die Neuenglandstaaten alle (mit Ausnahme des kleinen Bundesstaates Rhode Island haben) durchgesetzt haben.

    Eheöffnung in den USA:
    Maine, Vermont, New Hampshire, Massachusetts, Connecticut, New York, Maryland, Iowa, Washington (am Pazifik), nunmehr Colorado und das Bundesstaatsterritorum Washington D.C.

    Lebenspartnerschaften in den USA mit eheähnlichen Rechten:
    New Jersey, Rhode Island, Delaware, Oregon, Kalifornien, Nevada, Hawaii und Illinois.

    Wisconsin hat nur ein Lebenspartnerschaftsinstitut mit begrenzten Rechten, so wie es Colorado bisher auch nur hatte.

    Interessant werden dürfte es in diesem Jahr übrigens unter anderem noch in den Bundesstaaten Illinois und Rhode Island werden, wo Gesetzentwürfe zur Eheöffnung unterwegs sind.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 TheDadProfil
  • 12.02.2013, 16:25hHannover
  • ""eine Ehe-Öffnung ist mit der derzeitigen Verfassung nicht möglich.""..

    Das ist völliger Quatsch, und hier irrt der Autor, zusammen mit den meisten Abgeordneten eines Landes, die diese "Meinung" vertreten..

    ÜBER der Verfassung des Bundesstaates Colorado steht die Verfassung der Vereinigten Staaten, und auch in den USA gilt die Rechtsnorm :
    Bundesrecht bricht Landesrecht..

    Bestandteil dieser Bundesverfassung ist die "allgemeine Erklärung der Menschenrechte" von 1948, die eine Diskriminierung einzelner Menschen und/oder Gruppen explitzit untersagt..

    Darin enthalten der Grundsatz der Gleichstellung von Mann und Frau, und die Gleichheit aller vor dem Gesetz..

    Damit hebelt die Verfassung "aus sich heraus" alle einschränkenden Grundsätze, die einen Unterschied zwischen den Geschlechtern UND zwischen sexuellen Identitäten machen, aus..

    In JEDER demokratischen Verfassung eines demokratischen Landes ist es daher möglich SOFORT die Ehe für alle zu ermöglichen..

    Aber Mann muß es auch WOLLEN !!!

    Und allein, es ist der schwache Wille der jeweiligen Abgeordneten des jeweiligen Landes, der sie zu der falschen Auffassung kommen läßt, es müsse erst die Verfassung angepaßt werden, um gleiche Rechte für alle zu gewähren..

    Es ist eine falsche Auffassung und ein Irrglaube das in den Verfasungen irgendetwas über die Ehe stünde, und in diesen Sätzen von Mann und Frau, oder gar Heterosexualität die Rede wäre..

    Das sind einzig und allein "Auslegungen" von Verfassungsgrundsätzen, die teilweise auf Urteile von obersten Gerichtshöfen zurückgehen, und nur dem Zweck dienen sollen die Rechte aller einzuschränken..

    Das gilt auch für die BRD..
    Im GG-Artikel zum Schutz der Ehe steht mit keinem Wort etwas über Mann & Frau oder Heterosexualität..
    Nirgendwo wird auch nur mit einem Wort erwähnt, das diese Ehe einzig der Aufzucht von Nachwuchs dienen soll und darf..

    Der Satz lautet :
    ""Die Ehe und die Familie stehen unter besonderem Schutz des Staates""

    Mehr nicht..
    Das war´s..
    Keine Einschränkungen, keine Beschränkungen auf Heten, auf Kindererziehung, auf Männer und Frauen..
    Nichts..
    Ein ganz einfacher Satz, der auch Heute schon erlaubt, und eigentlich immer schon erlaubt hat, was andere, untergeordnete Gesetze schön verklausuliert in eine Form pressen, die einzig und allein dem christlich dominierten Weltbild dienen, und von dieser christlichen Weltabnschauung über Jahrhunderte geprägten Sprache "erklärt" wird..

    Wer sich aber nun auf die "Rechtsauffassung" zurückzieht, es müsse erst die Verfassung geändert oder "angepasst" werden, der muß sich den Vorwurf gefallen lassen "Gleiche Rechte für Alle" nicht zu wollen, und die diskriminierende Haltung und Erhaltung der Verfassung untergeordneter Gesetze das Wort zu reden..
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Timm JohannesAnonym
#9 FoXXXynessEhemaliges Profil
#10 userer
  • 13.02.2013, 06:00h
  • LEBENSPARTNERSCHAFT IST KEINE HOMO-EHE!

    Verflixt noch mal, queer.de, mein Herz hüpfte freudig beim Lesen euerer Überschrift, der Artikel brachte dann die Ernüchterung: "eine Ehe-Öffnung ist mit der derzeitigen Verfassung nicht möglich."

    QUEER.DE, HÖRT BITTE ENDLICH AUF, BEGRIFFLICHKEITEN DER BLÖD-ZEITUNG ZU VERWENDEN!

    "Homo-Ehe" ist in höchstem Maße irreführend und kontraproduktiv, wie auch fink in #5 es schon so richtig sagt:
    www.queer.de/detail.php?article_id=18542&antwort_zeigen=
    ja#c5
  • Antworten » | Direktlink »
#11 daVinci6667
  • 13.02.2013, 09:35h
  • Antwort auf #10 von userer

  • Tja, dieses Wort Homo-Ehe hat sich leider so durchgesetzt. Wirklich leider!

    Homo und schwul bedeuten dasselbe. Und schwul wird heute in der Jugendsprache als ein Synonym von unmännlich, hässlich oder zweitklassig verwendet.

    Finks "Homo"- Haarschnitt wäre deshalb wohl mit einer Gartenschere ausgeführt worden und der "Frisör" wäre der Azubi! Genauso bei der "Homo"-Ehe!

    Also traue keinen Überschriften mit "Homo"- Irgendwas. Nur wo gleichgeschlechtliche Ehe drübersteht kannst du dich wirklich freuen! Und nur diese wollen wir. Alles andere ist und bleibt diskriminierend.

    Geh jetzt aber nicht hin und verlange einen "gleichgeschlechtlichen Haarschnitt"! :)))
  • Antworten » | Direktlink » | zu #10 springen »
#12 queer_norbert (Admin)Profil
  • 13.02.2013, 10:02hDüsseldorf
  • Wir benutzen den Begriff "Homo-Ehe" seit mind. 15 Jahren als Synonym für Eingetragene Lebenspartnerschaften, Civil Unions, PACS & Co. Er ist kürzer, verständlicher und auch netter, weniger bürokratisch - so wurde das zumindest auch ursprünglich in der Szene gesehen.

    Im Vergleich zu den anderen Begriffen macht "Homo-Ehe" etwa in der Überschrift auch dem sachfremden Leser sofort klar, dass es in der Nachricht speziell um etwas gleichgeschlechtliches geht. Auch als Oberbegriff macht "Homo-Ehe" Sinn, wenn es etwa um die Abwertung von jeglichen Instituten durch den Vatikan geht.

    Bei echten Ehen sprechen wir inzwischen von "Ehe-Öffnung" oder "Ehe", um sie von den anderen Instituten zu unterscheiden. Würden wir jetzt nur bei echten Ehen von "Homo-Ehe" sprechen, wäre das nach jahrelanger anderer Nutzung verwirrend - und auch falsch. Denn die Ehen stehen ja auch Heteros offen.
  • Antworten » | Direktlink »
#13 finkAnonym
  • 13.02.2013, 12:37h
  • Antwort auf #12 von queer_norbert
  • ich finde nachvollziehbar und schlüssig, was du schreibst. vor allem finde ich es wichtig, dass die ("echte") eheöffnung als solche erkennbar gemacht wird.

    allerdings galoppieren andere medien mit dem wort längst in eine andere richtung, was die verwirrung eben leider auch in eure schlagzeilen hineinträgt.

    wie wäre es mit anführungszeichen (homo-"ehe")? das würde m.e. deutlich machen, wo es nur um ein surrogat geht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #12 springen »
#14 userer
  • 15.02.2013, 09:49h
  • Antwort auf #12 von queer_norbert
  • Verstehe. Aber dann ist es aufgrud der Veränderungen der Gesellschaft - und in weiten Teilen der Welt auch der Politik - inziwischen nötig, nach 15 Jahren umzuformulieren.

    Deiner Aussage: "Würden wir jetzt nur bei echten Ehen von "Homo-Ehe" sprechen, wäre das nach jahrelanger anderer Nutzung verwirrend - und auch falsch", möchte ich insofern widersprechen, als dass m. E. überhaupt gar nicht von Homo-Ehe gesprochen werden sollte. Es gibt nur das Rechtsinstitut der Ehe, jedoch keine Hetero-, Homo-, Trans*-, Bi- usw. Ehe. Es existieren Ehe und eingetragene Lebenspartnerschaft nebeneinander, Letztere in all ihren unterschiedlichen Bennungen als eigenständiges Institut zusätzlich zur Ehe, aber eben nicht als Variante der Ehe. Und eben dies legt der Begriff Homo-Ehe inzwischen nahe. Das ist sowohl falsch als auch kontraproduktiv.

    Wie gesagt: 15 Jahre lang war der Begriff Homo-Ehe vielleicht (?) tauglich, aber die Erde hat sich weitergedreht und nun gilt es, ganz exakt zu fordern und entsprechend exakt zu formulieren.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #12 springen »
#15 ColinAnonym
  • 17.02.2013, 18:02h
  • Antwort auf #7 von TheDad
  • Schön wärs, aber leider irrst Du...
    1. Was die USA angeht. Da die Einzelstaaten im Gegensatz zu den Bundesländern der BRD teilsouverän sind bricht Bundesrecht nicht immer Staatsrecht, sondern nur in den gesetzlich übertragenen Teilbreichen.
    2. Natürlich steht in der Verfassung von Colorado dieses Verbot nämlich in Article II Section 31 ("Only a union of one man and one woman shall be valid or recognized as a marriage in this state.")

    Daher ist der Artikel in diesen Punkten halt richtig, Dein Ansatz, dass das allgemeine Diskriminierungsverbot hier greifen sollte würde ich persönlich teilen, aber leider ist Öffentliches Recht hier etwas komplizierter, weshalb es praktisch (noch) nicht greift...
    Was Die BRD angeht, hast Du jedoch Recht, hier ist im GG die Ehe nirgends definiert, sonder nur im BGB, also systematisch als einfaches Parlamentsgesetz.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #7 springen »
#16 TheDadProfil
  • 17.02.2013, 21:14hHannover
  • Antwort auf #15 von Colin
  • Da hast Du leider Recht, ich hab die blöde Verfassung inzischen genauer gelesen..

    Trotzdem wäre es meiner Meinung nach möglich das die sich dort "einfach" dem Diskrminierungsverbot aus den Bundesgesetzen anschließen, und so die blöde Formulierung von Mann & Frau in der Ehe aushebeln, denn auch dort gibt es Diskriminierungsverbote für Frauen, ein Gleichbehandlungsgrundsatz zwischen Mann und Frau, usw, usf..

    Allein der Wille fehlt um in vielen amerikanischen Bundesstaaten zügiger etwas zu ändern..

    Wenigstens arbeiten sie daran, was im Gegensatz zu uns, wo nur die obersten Gerichte dran arbieten, ja schon einmal etwas wert ist..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #15 springen »

» zurück zum Artikel