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  • 13. Februar 2013 38 2 Min.

Politischer Karneval mit Bart: Der ehemalige bayerische Ministerpräsident macht sich das Grundgesetz, wie es ihm gefällt.


Stoiber bleibt beim Familienbild aus Mann und Muschi (*)

Der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) hat bei seiner Rede auf dem Politischen Aschermittwoch in Passau erneut die Gleichstellung von Homo-Paaren abgelehnt:

Da geht es um die Frage Splitting, da geht es um die Frage Ehe, da geht es um die Frage, wie Ehegatten zueinander stehen. (…) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz des Staates. Wenn wir im Einzelnen nicht dazu stehen, meine Damen und Herren, Deutschland würde sehr schnell anders ausschauen. Aber nicht so, wie wir uns das vorstellen und wünschen.

Schade eigentlich, dass das Bundesverfassungsgericht nicht einen eigenen politischen Aschermittwoch abhält. Immerhin lädt Karlsruhe nächsten Dienstag zur Urteilsverkündung in Sachen Adoptionsrecht für Homo-Paare. Es wird wohl zum gefühlt hundersten Mal feststellen, dass der Grundgesetz-Schutz von Ehe und Familie nicht der kompletten Gleichstellung von schwulen und lesbischen Paaren entgegen steht.

Zur weiteren Gleichstellung äußerte sich auch Katrin Göring-Eckardt beim politischen Aschermittwoch der Grünen in Biberach (zitiert via Twitter, vielleicht wars im Original ja etwas lustiger):

Schwule und Lesben sollen endlich Kinder adoptieren dürfen – auch deshalb gehört die Merkelregierung abgewählt.

Soweit wir das Geschehen überblicken konnten, waren das die einzigen Äußerungen zu LGBT-Themen im Rahmen des politischen Aschermittwochs (sollte uns da noch etwas entgegenschunkeln, tragen wir es nach). Nicht vorenthalten wollen wir allerdings, dass SPD-Spitzenkandidat Peer Steinbrück der CDU-Familienministerin Kristina Schröder "ein Weltbild irgendwo zwischen Helmut-Kohl-Postern und einem Barbiepuppenhaus" unterstellte.

Die jecke wie politische Karnevalsaison wird heute offiziell beerdigt. Statt Reste-Kamelle werfen wir noch schnell einen Videoclip in die Menge, verbunden mit dem Hinweis, dass alles auch hätte schlimmer werden können, wie dieses Beispiel aus Köln 1973 zeigt. Der Clip machte in einer Kurzfassung vergange Woche unter anderem in der "heute Show" und in der "taz" die Runde. Hier die Langfassung mit zwei Schwulenwitzen direkt nach dem ersten Schock:

-w-

#1 LeuteAnonym
  • 13.02.2013, 15:40h
  • Der bairische Greis ist ein Alter. Leider noch agressiv und großkotzig. Noch schlimmer mit Wahnvorstellung von Dorf. Und beleidigt vielleicht die Westeuropa Nationen mit höherem
    Niveau der Politik und der Gesellschaft. Die BRD braucht junge gute Politik und nicht agressiven Greis.
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#2 TheDad
  • 13.02.2013, 15:52hHannover
  • An der Grundstimmung hat sich bis Heute nicht viel geändert, und die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit mancher Karnevalsvereine liegt ebenso brach, wie die Auseinandersetzung mit den Lebenswirklichkeiten von Heute..

    Naja..
    Stoiber..
    Wenn die CSU könnte wie sie wollte wäre bis Heute Franz-Josef Strauss der einzige Redner auf dem politischem Aschermittwoch, und Leute wie Stoiber nähmen die Position ein, die ihnen gebührt :
    Claquere im Saal, die sich zwischen den verordnet gespendetem Applaus krampfhaft an der Maß festhalten, weil sie sonst nicht wissen, wohin mit den Händen..

    Stoiber wollte als Kanzler keiner haben, und er hat immer noch nicht endgültig realisiert, warum..
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#3 AlexAnonym
  • 13.02.2013, 16:07h
  • Tja, was will man schon von Stoiber und dem Rest der Union erwarten?

    Der politische Arm der katholischen Kirche will halt weiterhin Schwule und Lesben als Untermenschen sehen, die nicht gleichgestellt werden dürfen und die weniger wert sind.

    Ich hoffe nur, dass die Union im Herbst endlich die Quittung für ihre menschenverachtende, totalitäre Gesinnung bekommt und hochkant aus der Regierung fliegt. Dann können sie in der Opposition gegen alles und jeden hetzen, aber das nicht mehr als Regierung umsetzen.
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