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Kommentare zu:
Adoptionsrecht: Doppelschlag aus Karlsruhe und Straßburg?


#11 Cooper
#12 TheDadProfil
  • 19.02.2013, 10:49hHannover
  • Antwort auf #10 von userer
  • Wer ein bisschen nachdenkt, kann da auch von alleine drauf kommen..

    Ich habe nie bestritten das die religiösen Einflüße die größten Einschränkungen für die LGBT´s erbracht haben, und die Lobbyarbeit der Kirchen diese auch erhält..

    Aber hier das eine Urteil mit einem anderem zu vergleichen ist völliger Unsinn, da Richter in eigentlich gleichen Fällen z.B. von Einbruch nicht einmal Zwei Einbrecher zur gleichen Strafe verurteilen..

    Und so haben die "Rechte" auf das aufhängen von Kruzifixen in Italien zunächst einmal gar nichts mit der Adoption zu tun..

    Inzwischen HABEN 10 EU-Staaten ein Lebenspartnerschaftsgesetz oder sogar die Ehe in völliger Gleichstellung, und aktuell sind wenigstens 6 EU-Staaten dabei diese Lebenspartnerschaften zu schaffen..

    Mit diesen 16 Staaten ergibt sich schon rein rechnerisch eine Mehrheit in der Großen Kammer, die nicht daran arbeiten kann, bestehendes liberales Recht abzubauen, sondern darüber entscheidet, ob dies in anderen EU-Staaten auch möglich sein muß, weil die nationalen Gesetze der Mitgliedsstaaten in der Konsequenz von allen anderen EU-Staaten anerkannt werden müßen..

    Rechtlich sieht es nämlich so aus, das ein Spanisches Paar auch in Deutschland als VERHEIRATET gelten muß, und gilt, auch wenn zur Zeit dieses Recht in Deutschland für deutsche Menschen nicht gilt..

    Und was mich am meisten aufregt ist der grundsätzliche Pessimissmus den "Aus Bad Homburg" in vielen Threads an den Tag legt..

    Natürlich kann es immer passieren das eine Entscheidung nicht so ausfällt, wie sie wünschenswert ist..

    Das KANN und darf aber nicht dazu führen, den Kopf in den Sand zu stecken, und sich in Heul-Attacken zu ergehen..

    Beim Adoptionsrecht geht es auch und vor allem um das Recht DES KINDES auf Anspruch auf Unterhalt und Fürsorge von beiden Elternteilen, MIT DENEN ES ZUSAMMENLEBT, egal aus welchen Menschen sich diese Eltern gerade zusammensetzen..
    Dazu kommt auch ein Erbrecht, damit verbunden z.B. auch eine Waisenrente..

    Hier sind es die Ansprüche des Kindes die es also sicherzustellen gilt, und die Frage die es zu klären gilt, ist, ob der Staat berechtigt ist, einige Kinder anderen gegenüber zu benachteiligen..

    Zum vorliegenden Fall bleibt dann noch anzumerken, das aus dem Artikel leider nicht hervorgeht ob der Junge ein Interesse an der Adoption gegen den Wilen des biologischen Vaters hat..

    Das würde ich aber hier einmal unterstellen, weil es eben um die Kindsrechte geht, die zunächst einmal mit der Unterhaltspflicht des Vaters und seinem Kontakt zum Jungen gar nichts zu tun haben, sondern eher damit, ob die "Zweitmutter" z.B. im Falle eines Unfalles das Recht auf Auskunft oder zur Entscheidung hat, einer lebenswichtigen Operation in Abwesenheit der bilogischen Eltern zum Wohle des Kindes zuzustimmen, oder schlichtweg einfach an einem Elternabend an der Schule teilnehmen, und sich einmischen darf..

    Und erst da kommt dann wieder das Kruzifix-Urteil zum tragen, wenn sich die Zweitmutter auf dem Elternabend gegen das zur Schau stellen religiöser Zeichen an den Wänden der Klassenräume oder im Schulgebäude allgemein wendet..
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#13 gatopardo
  • 19.02.2013, 11:06h
  • Antwort auf #12 von TheDad
  • Zum spanisch/deutschen Vergleich ist vielleicht folgender Brief der deutschen Botschaft in Madrid zu meinem Aufgebot 2008 und die dafür erforderliche "Ehebefähigungsbescheinigung" interessant: ---Da Deutschland die gleichgeschlechtliche Ehe nicht anerkennt, kann diese Bescheinigung nicht ausgestellt werden----
    Ich bin trotzdem mit einem Spanier getraut worden, weil dieser Satz fürs Aufgebot bei den spanischen Behörden reichte. Erinnere mich, dass sich meine Freunde belustigt äusserten, wie es denn möglich sei, dass ein Land wie Deutschland noch keine Gleichberechtigung zustande gebracht habe. Mir ist es allerdings egal, ob ich bei Euch als Verheirateter anerkannt werde oder nicht, weil ich sowieso bis ans Lebensende hierbleiben werde.
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#15 schwarzimminusAnonym
  • 19.02.2013, 11:34h
  • Antwort auf #2 von Aus Bad Homburg
  • Hallo Orakel von Aus Bad Homburg,

    deine Kommentare belustigen mich immer mehr; besonders deine Unfähigkeit, dich verständlich in der Sprache Goethes auszudrücken.

    Du legst dich nicht fest auf eine bestimmte Meinung zu einem bestimmten Thema und verbreitest Pessismismus im Forum.

    Mir kommst du wie ein Greis von 25 Jahren vor, keineswegs ein Vorbild für die jungen Schwulen, die exakte Aussagen von "Erfahrenen" suchen.
    Und so kann "MANN" deine Beiträge vergessen.

    Beispiele:
    Ich vermute,
    wird mit 'nein' entscheiden,
    die meisten,
    mehr oder weniger,
    Vielleicht,
    bestimmt,
    schwieriger und kontroverser.
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#16 TheDadProfil
  • 19.02.2013, 13:04hHannover
  • Antwort auf #13 von gatopardo
  • ""weil ich sowieso bis ans Lebensende hierbleiben werde.""..

    Ein guter Plan, alleine wegen des Wetter´s und der "Entspanntheit" der Menschen dort..

    Es könnte halt wichtig sein, wenn Mann hier oder in Lettland oder einem anderem EU-Staat Urlaub macht, dann zu wissen, und darauf auch pochen zu können, die gleichen Rechte wie die "Ehefrau um die Ecke" zu haben, wenn dann was passiert..
    Das war mir wichtig, anzumerken..

    Das ist aber offensichtlich vielen eben nicht klar, das die Gleichstellung im eigenem Lande auch wichtig für den Urlaub ist, und deshalb alle anderen Staaten die Gesetze dann auch anerkennen müssen..

    Dazu stelle Mann sich die Situation in Italien vor, wo in einigen Provinzen ein Lebenspartnerschaftsgesetz gilt, das in anderen Provinzen des gleichen EU-Staates keine Anerkennung findet..

    Eine völlig unhaltbare Situation..
    Nun stelle Mann sich vor, ein spanisches Paar zieht aus wirtschaftlichen Gründen in eine dieser Provinzen..

    Früher galt in der EG einmal der Rechtsgrundsatz, was in 3 Staaten der Gemeinschaft gilt, muß sukzesszive innerhalb einer maximalen Frist in den anderen auch eingeführt werden, um eine Rechtsangleichung in den Bürgerrechten zu erreichen..
    Ich weiß nicht genau ob die EU auf dem Weg von der EG über den Maastrichter Vertrag diesen Rechtsgrundsatz "mitgenommen" hat..
    Ich hoffe aber, denn er hat immense Vorteile für alle EU-Staaten die die Gleichstellung noch nicht erreicht haben..

    Was nutzt mir die Freiheit im eigenem Land, wenn ich meinen Mann im Urlaub in Mazedonien oder Griechenland im Krankenhaus nicht besuchen darf ?!..

    Im Übrigem freut mich euer persönliches Glück sehr, wie auch das vieler anderer hier in den Threads, und es ist mir immer eine Freude davon lesen zu dürfen..
    Danke..
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#17 gatopardo
  • 19.02.2013, 13:19h
  • Antwort auf #16 von TheDad
  • Danke für Deinen netten Kommentar. Lese Dich immer gerne hier. Ja, man lebt entspannter in einem mediterranen Land. Nur eine kleine Richtigstellung: Unser "persönliches Glück" vollzieht sich nach 43jährigem Zusammenleben nur noch auf dem Papier, aber nach so langer Zeit haben wir selbstverständlich alle nur erdenklichen gegenseitigen Verantwortungen übernommen.
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#18 Lich KingAnonym
  • 19.02.2013, 14:30h
  • Tja, wenn Männer diskriminiert werden gibt es keinen #Aufschrei, es ist eine Sauerei dass die beiden Lesben dem Kind seinen Vater vorenthalten!
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#19 sanscapote
  • 19.02.2013, 15:13h
  • Antwort auf #17 von gatopardo
  • Das ist bei uns ebenso.
    Wir haben notariell fest gelegt, was möglich war.
    Dennoch hat der Gesetzgeber (sprich BVG) einige Vergünstigungen, die in der Hetero-Ehe selbstverständlich sind gewährt.

    Ich bin nach wie vor für die Gleichstellung.
    Allein die getrennte Veranlagung nach dem Steuerrecht hat uns Tausende von Euros gekostet, die Heteropaaren erspart geblieben sind und z.Z. noch erspart bleiben.

    Ich sehe die Gleichstellung nicht allein vom finanziellen Standpunkt aus.

    Nur durch die Gleichstellung kann sich die homophobe Stimmung in der Bevölkerung allmählich verringern. Das kommt vor allem unserer Jugend zugute.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #17 springen »
#20 FOX-NewsAnonym

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