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Einzelkommentar zu:
Favorit auf Papst-Nachfolge setzt Kindesmissbrauch und Homosexualität gleich


#52 BlasphemieAnonym
  • 21.02.2013, 10:38h
  • Ich versuche mal, mich auf seine wirre Ebene von "Argumentation" zu begeben. Realität prallt an solchen Leuten einfach ab, aber selbst ihr eigenes abstruses Weltbild ist in sich widersinnig.

    Grundaussage: Dem europäischen (und damit auch durch europäische Einwanderer geschaffenen amerikanischen) System ist eine Kindesmissbrauch begünstigende Tendenz inhärent. Afrikanische Systeme sind anders und daher widerstandsfähig gegen dieses Phänomen, weil sie Homosexualität nicht ermutigen.

    Was hat nun historisch seit fast 2000 Jahren das heutige europäische System, das so anfällig für Kindesmissbrauch ist, geprägt? Das Christentum, dessen Kirchen auch die krassesten Exzesse des Phänomens hervorgebracht haben.

    Die hochgelobten afrikanischen Systeme haben sich über Jahrtausende auch unter der Konfrontation mit Homosexualität entwickelt. Dramatische Veränderungen und Schäden erfuhren sie erst durch wenige Jahrhunderte christlicher Einflüsse. Die Gefahren für die afrikanischen Systeme durch das Christentum sind also deutlich größer als die von Homosexualität ausgehenden.

    Wenn ich nun also Moral mal von Menschenrechten (wie Religionsfreiheit) trenne, erscheint es mir äußerst unmoralisch, die guten, wertvollen afrikanischen Kulturen durch das Christentum zersetzen zu lassen. Daher müssten Turksons "Logik" zufolge christliche Religionsausübung und Missionierung in afrikanischen Staaten eigentlich unter Strafe gestellt werden.

    Die Äußerung, afrikanische Systeme würden Homosexualität nicht ermutigen, halte ich für sehr fragwürdig, selbst wenn ich die Aussichtslosigkeit des Unterfangens mal außer Acht lasse. Hielte ich eine wirksame Ermutigung für prinzipiell möglich, würde ich nämlich die massive Genitalverstümmelung von Frauen durchaus als einen vielversprechenden Versuch in dieser Richtung werten. Allerdings muss ich hinzufügen, dass die Darstellung von Systemen mit derartigen Praktiken als moralisch überlegen noch ernstere Zweifel an der geistigen Verfassung des Urhebers zulässt, als die Tatsache, dass er Kardinal in der RKK ist.

    Fazit: Solche Thronanwärter machen die Dringlichkeit der notwendigen Verbannung kirchlichen Einflusses aus dem Leben der Allgemeinheit nur umso deutlicher.
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