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Kurswechsel der Union als Erfolg der FDP?
Brüderle, der "Reformmotor"
- Von Micha Schulze
24. Februar 2013 1 Min.

Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Adoptionsrecht haben die Gleichstellungs-Befürworter in der Union plötzlich die Oberhand. Geschickt zettelten sie über die Medien eine Debatte an, aus der es nun kein Zurück mehr gibt: Noch vor den Bundestagswahlen wird es wohl zu einer weiteren Gleichstellung von Eingetragenen Partnerschaften mit der Ehe kommen. Sicher kein großer Wurf, aber ein weiterer Schritt nach vorn.
Wer zu dieser Entwicklung so gut wie nichts beigetragen hat, sind die Liberalen – auch wenn FDP-Spitzenkandidat Rainer Brüderle den Kurswechsel der Union nun als eigenen Erfolg verkauft. "Dass unsere Freunde von der Union jetzt gesprächsbereit sind, begrüße ich sehr", sagte Brüderle dem Berliner Tagesspiegel: "Das zeigt: Wir Liberalen sind der Reformmotor für die Union."
Scheinheiliger geht es nicht, Herr Brüderle! Seit Schwarz-Gelb regiert, ist in Sachen Gleichstellung das Bundesverfassungsgericht der einzige Reformmotor in diesem Land. Während die Union zugegebenermaßen auf den Bremsklotz drückte, saß die FDP, allen voran ihr schwuler Außenminister, die ganze Zeit schweigend auf dem Beifahrersitz. Dass die Kollegen Kauch und Leutheusser-Schnarrenberger zwischendurch einmal hupen durften, brachte die lahme Tigerente nun wirklich nicht auf den Weg!














