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Einzelkommentar zu:
Vorhang zu und alle Fragen offen


#66 TheDadProfil
  • 28.02.2013, 16:04hHannover
  • Antwort auf #61 von Revolution
  • ""Soo utpisch ist er aber gar nicht.
    Denn Minderheiten können Mehrheiten regieren.
    Als ( leider negatives) Beispiel kann man Südafrika nehmen, wo die weisse Minderheit mit 10% Bevölkerungsanteil über die Schwarzen und Farbigen mit ihrem Arpartheidsregime geherrscht hat.""..

    Schlechtes Beispiel..

    Rassistische Systeme, und das beinhaltet alle Systeme die uns aus der Kolonialpolitik bekannt sind, aber eben auch die amerikanische Sklaverei und das südafrikanische Arpartheitssystem, basieren immer zuerst auf Waffengewalt, danach in der Folge auf okönomischer Dominanz und Vorenthalt von Bildung..

    Das gilt insoweit es die ökonomische und bildungspolitische Wirkung betrifft sogar für Gesellschaftssysteme wie das indische Kastensystem, wobei hier die Waffengewalt zugunsten der ökonomischen Gewalt schon weit in den Hiintergrund tritt..

    Hier betreten wir dann den Raum politischer Systeme, die sich immer dadurch auszeichnen das einige wenige sich als Mehrheit verstehen, oft begründet mit einer Überlegenheit in der Bildung..

    Als Beispiel könnte Mann hier sehr gut anführen, die mittelalterliche "Führung" ab dem Jahre 800 in europäischen Kleinstaaten und Fürstentümer durch die Dominanz in der Bildung in der Hand der katholischen Kirche, gepaart mit der Arroganz adliger Familien, die eine Elitenbildung ihrer Clan´s auf die Abstammung altrömischer Bürgerfamilien zurückführten..

    Diese Arroganz hat sich durch die Jahrhunderte hindurchgezogen, durch Kriege und Systemwechsel über Königreiche und Kaiserreiche bis hin zur Weimarer Republik; kam nicht einmal durch die Reformationsbewegung und die aufkommende Aufklärung wriklich in´s Stocken oder gar zum Stillstand..

    Die Regierung der Mehrheit durch Minderheiten tat dies alles keinen Abbruch, nur die "Größe" der regierenden Minderheit änderte sich in ihrer Anzahl..
    Mal waren es Hunderte, mal Tausende, mal nur einer..

    Auch unser derzeitiges demokratisches System zeichnet sich dadurch aus das sich die Mehrheit des Volkes Minderheiten aus-wählt, um sich von ihnen regieren zu lassen..

    Problematisch an dieser Auswahl ist das sich die alten Eliten teils durch alle Gruppen ziehen die zur Wahl stehen, und damit diese Auswahl in sich verfälschen, was zu einer unterschwelligen Dominanz dieser alten Eliten wie den Katholiken oder der Kirche allgemein führt..

    Das führt auch zu einem erneutem Anwachsen eines erklärten "Führungsanspruches" einer Gruppe, den Mann insgesamt z.B. an der christlichen Prägung der deutschen Sprache ablesen kann..

    Dieser Führungsanspruch bezogen auf die Dominanz christlicher Werte in der demokratischen Politik eines Staates über Jahrzehnte hinweg ist brandtgefährlich, und damit auch undemokratisch, weil eine Minderheit der Mehrheit über große Zeiträume hinweg Regeln auferlegt die sie für unabdingbar halten, die aber nicht für alle gelten können..

    Das Ergebnis dieser Kontinuität reglementierender Gesetze nennt sich schlicht Diskriminierung..

    Die Apardheitspolitik aller christlich geprägter Politiker muß daher gebrochen werden um einer echten demokratischen Verfassung unter Beachtung der unveräußerlichen Menschenrechte zu ihrem Recht zu verhelfen..

    Religiöse Prägungen gleich welcher Couleur von Gesetzen die für alle Bürger eines Staates gelten sollen müßen daher abgeschafft werden, und durch allgemeingültige Reglements ersetzt werden, in denen sich die Bürger dann auch wieder finden können..

    Daher ist die Gleichstellung aller Bürger in allen Rechten und Pflichten innerhalb eines Staates unabdingbarer Bestandteil einer demokratischen Ordnung..

    Recht ist kein Institut an sich..
    Die Institutionalisierung des Rechtes beinhaltet, ihm eine Unabänderlichkeit zuzuschreiben die es nicht haben darf, will es demokratisch sein..

    Es muß sich entwickeln um mit der Entwicklung der Gesellschaft hin zu einer immer freieren Gesellschaft zu korellieren..

    Die Präambel des GG beginnt so :

    ""Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen,
    von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa
    dem Frieden der Welt zu dienen""..

    Geändert würde sie etwa lauten :

    ""Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor den Menschen,
    von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa
    dem Frieden der Welt zu dienen""

    ..denn dieser Staat ist eine Vereinigung von Menschen die durch diese Vereinigung diesen Staat bilden, und sie tragen Verantwortung FÜR und VOR sich, und gegenüber den anderen Staaten, Bürgern und Menschen dieser Welt, aber damit nicht automatisch vor einem Gott, der nicht einer für alle ist, nicht sein kann, und nie sein wird..

    Um diese Gleichstellung zu erreichen genügt es nun einmal nicht, sich mit hingeworfenen Häppchen einer Regierung zu arrangieren, die diese durch die Verfassungswächter beauftragt, dem Bürger widerwillig über den Zaun der Diskriminierung angewidert in den Zwinger werfen..
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