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Einzelkommentar zu:
Vorhang zu und alle Fragen offen


#91 stromboliProfil
  • 01.03.2013, 11:48hberlin
  • Antwort auf #90 von TheDad
  • [...wobei Bismarck Widerstand von katholischer Seite mit drastischen Maßnahmen bekämpfte (Kulturkampf).]

    Maßnahmen

    Reichskanzler Otto von Bismarck und seine Anhänger setzten eine Reihe von Anordnungen und Gesetzen durch, die direkt oder indirekt als gegen die katholische Kirche gerichtet verstanden werden konnten. Sachfragen und Repression vermischten sich teilweise. Diese Maßnahmen waren:

    Juli 1871: Bismarck löst die katholische Abteilung im preußischen Kultusministerium auf.
    Dezember 1871: Im Kanzelparagraphen, einem Reichsgesetz zur Abänderung des Strafgesetzbuches, wird den Geistlichen verboten, bei Verlautbarungen in ihrem Beruf den öffentlichen Frieden zu gefährden, wie es hieß.
    1872: Die Jesuiten dürfen in Deutschland keine Niederlassungen errichten (Jesuitengesetz). Die geistliche Schulaufsicht wird durch eine staatliche ersetzt (Schulaufsichtsgesetz).
    Maigesetze 1873: Der Staat kontrolliert Ausbildung und Einstellung der Geistlichen, gewählte Gemeindevertretungen verwalten das kirchliche Vermögen.
    Rudolf Virchow prägt den Begriff Kulturkampf.
    1874: Vor dem Gesetz ist nur noch die Eheschließung des Standesamtes gültig (Zivilehe), nicht mehr die kirchliche. Wer kirchlich heiraten wollte, durfte dies erst nach der standesamtlichen Trauung.[6]
    1875: Das Brotkorbgesetz entzieht der Kirche die staatlichen Zuwendungen. Das Klostergesetz löst die Klostergenossen in Preußen auf, mit Ausnahme derjenigen, die sich mit Krankenpflege beschäftigen.

    de.wikipedia.org/wiki/Kulturkampf#Dimensionen_des_Kulturkamp
    fes



    Manfred Görtemaker zufolge ist es unzulässig, wie Papst Pius IX. von einer Verfolgung der Gläubigen zu sprechen. Es ging viel eher darum, konkret die Eigenständigkeit und Unabhängigkeit der Kirchen zu brechen oder einzuschränken.[10] Außerdem wurden 1872 die diplomatischen Beziehungen zum Vatikan abgebrochen. In einer Reichstagsrede bekräftigte Bismarck mit dem Ausspruch Nach Canossa gehen wir nicht! seine Absicht, im Konflikt mit der katholischen Kirche keinen Fußbreit nachzugeben.

    de.wikipedia.org/wiki/Kulturkampf

    [Bismarck befasste sich in dieser Zeit mit Fragen der Religion hauptsächlich vom Verstand her und sah sich in ihr, von Hegel oder Spinoza beeinflusst, rückblickend eher als Deist und Pantheist[6] denn als gläubiger Christ. Ein Atheist war er allerdings nie...]

    de.wikipedia.org/wiki/Otto_von_Bismarck#Religion

    insofern stimmt auch nicht der automatismus religionszugehörigkeit = entlassung.., sondern den, mit bezug auf den bundesrepublikanischen radikalenerlass in den raum gestellte staattreueerklärung.. wessen diener bin ich, des königs oder des papstes diener...
    Alle folglich in haft gekommenen waren erklärte diener seiner heiligkeit in rom!
    Aber auch dies ist nicht verfolgung einer ganzen religion!

    Aus der sicht der um machterhalt ringenden, allerdings ein klarer fall von verfolgungswahn!&
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