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Einzelkommentar zu:
Vorhang zu und alle Fragen offen


#122 Aus Bad HomburgAnonym
  • 02.03.2013, 14:26h
  • Antwort auf #110 von parteiadel
  • Ja, das war schon immer allen bekannt: S.K.u.K.M. Wilhelm II hatte einen Sohn, den 'Auwi', der bekennender Nazi war. Und ? In wieviel deutschen Familien ist so was nicht zu finden ? Wohl nur wenigsten. Warum sollte also auch die Familie Hohenzollern hier eine Ausnahme sein, ist doch Monarchie bzw. Herrscherfamilie im gewissen Sinne nichts anderes als Symbol der ganzen Nation ? Viel wichtiger ist doch, dass S.M. der Kaiser sich von den Nazis nie missbraucht worden liess, obwohl es da zahlreiche potentielle 'Stolpersteine' gab: konnte doch, z.B., wieder nach Deutschland fahren, sich am 'Preussentag' in Potsdam teilnehmen etc. Das alles hat Er nicht gemacht. (Und 'Pariser Telegramm' war eigentlich nur das wenigste, was Er damals zu machen gezwungen war, lebte doch schon unter Nazi-Kontrolle im besetzten Holland). Da hat Ihm wohl eine gewisse 'royale Distanz' geholfen: also sich nie mit Leuten arangieren lassen, die niedriger Geburt sind und die man nicht kennt. Er und Sein Sohn Wilhelm bewahrten diese Distanz bis zum Ende. Auch die klare Antinazi-Position Seines Enkels, des Louis Ferdinand, ist ohne diese adlige Distanz schwer zu denken: in seiner antifaschistischen Position steckte sich gewiss vor allem ein gewisser Adel-Kosmopolitismus. 'Die Monarchen sind in jedem Land wie zu Hause', schreibt M. Proust. Eine klarere Gegenantwort auf Nationalismus wie diese kann es wohl nicht geben.
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