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Niederlage im Parlament
Finnland lehnt Ehe-Öffnung ab
- 04. März 2013 1 Min.

Der konservative Außenhandelsminister Alexander Stubb setzt sich seit Jahren für Homo-Rechte ein, konnte aber bislang die Mehrheit in seiner Partei nicht überzeugen
Mit knapper Mehrheit hat der der Rechtsausschuss des finnischen Parlaments am Freitag die Öffnung der Ehe abgelehnt.
Neun der Ausschussmitglieder stimmten gegen die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht, acht dafür, berichtet der Fernsehsender YLE. Der Antrag war von Außenhandelsminister Alexander Stubb von der konservativen Nationalen Sammlungspartei eingebracht worden. Allerdings hat nur ein Ausschussmitglied seiner Fraktion dafür gestimmt.
Die anderen Mitglieder der Sammlungspartei votierten dagegen, ebenso wie Abgeordnete der Christdemokraten und der rechtspopulistischen Partei "Die Finnen" (alter Name: "Wahre Finnen), die bereits wiederholt durch homophobe Beiträge aufgefallen sind (queer.de berichtete). Sozialdemokratische, sozialistische und grüne Ausschussmitglieder stimmten dagegen für die Ehe-Öffnung, ebenso wie die Partei der schwedischen Minderheit. Wegen der Niederlage im Ausschuss wird das Thema nun nicht im Plenum behandelt.
Finnland ist das einzige nordische Land, das Schwule und Lesben im Eherecht bislang noch nicht gleichgestellt hat. Seit 2002 gibt es jedoch eingetragene Partnerschaften, die im Vergleich zur heterosexuellen Ehe eingeschränkte Rechte gewähren. Umfragen zufolge spricht sich jedoch eine Mehrheit der Finnen sowohl für die Ehe-Öffnung als auch für das volle Adoptionsrecht für Homo-Paare aus. (dk)














