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Grüne bestimmen Wahlkreis-Kandidaten
Köln: Volker Beck will Direktmandat holen
- 06. März 2013 2 Min.

Um das Direktmandat zu gewinnen, müsste Beck im Wahlkreis Köln II deutlich zulegen. (Bild: Stefan Kaminski)
Die Kölner Grünen haben am Dienstagabend den schwulen Bundestagsabgeordneten Volker Beck erneut als Direktkandidaten für den Wahlkreis Köln II aufgestellt. Zu diesem zählen die Stadtteile Altstadt-Süd und Neustadt-Süd sowie die Stadtbezirke Rodenkirchen und Lindenthal.
Vor vier Jahren war Beck in dem Wahlkreis mit 15,6 Prozent hinter dem CDU-Kandidaten Michael Paul (34,9 Prozent) und der SPD-Politikerin Lale Akgün (32,4 Prozent) nur abgeschlagen auf dem dritten Platz gelandet. An Zweitstimmen hatten die Grünen im Jahr 2009 dort 19,9 Prozent der Stimmen erzielt. Der einzige Grüne, der bislang über ein Direktmandat in den Bundestag einziehen konnte, ist der Berliner Christian Ströbele.
Um sein Mandat zittern muss Beck jedoch nicht: Mit dem Spitzenplatz 2 ist der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen über die NRW-Landesliste fest abgesichert. Die Landesdelegiertenkonferenz der Ökopartei hatte ihn bereits im Dezember 2012 mit 83,1 Prozent der Stimmen auf den ersten Männerplatz gewählt (queer.de berichtete).
Der im Schwäbischen geborene und aufgewachsene Volker Beck ist seit Anfang der 1980er Jahre in der Friedensbewegung aktiv und engagierte sich auch früh in der Schwulen- und Lesbenbewegung. Er engagierte sich zunächst im Bundesverband Homosexualität (BVH) und protestierte insbesondere gegen die Aids-Politik von Peter Gauweiler (CSU). Von 1991 bis 2004 war er einer der Sprecher des Schwulenverbandes (SVD) beziehungsweise des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD).
Seit 1985 ist er Mitglied der Grünen. Bereits ein Jahr später wurde er in den Kreisvorstand der Partei in Stuttgart gewählt und war von 1987 bis 1990 Schwulenreferent der Bundestagsfraktion der Grünen. Bis 1994 war Beck auch Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Schwulenpolitik seiner Partei. Bei der Bundestagswahl 1994 wurde Beck erstmals über die Landesliste Nordrhein-Westfalen in den Deutschen Bundestag gewählt. (cw)
Links zum Thema:
» Homepage von Volker Beck















Dort liegt der Stadtteil Ehrenfeld, wo viele homosexuelle Wähler und Studenten wohnen. Er müßte mit Kerstin Müller als Direktkandidatin tauschen, die höhere Chancen in den gutsituierten reicheren südlichen Stadtteilen von Köln hätte. Zwar hätte es Müller auch im Wahlrkreis Köln II schwer, aber dafür ständen die Chancen von Volker Beck auf einen Sieg im Wahlreis III wesentlich höher, als dies bei Kerstin Müller der Fall ist.