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Täter wegen Hassverbrechens angeklagt
USA: Schwules Paar wegen pinkem Pudel angegriffen
- 07. März 2013 2 Min.

Der Angriff ereignete sich an einer belebten Kreuzung
In Oregon wurden zwei Männer Opfer eines Hassverbrechens, bei dem ein Mann mit einem schweren Schraubenschlüssel auf sie einschlug.
In Hillsboro im US-Bundesstaat Orgeon ist am letzten Freitag ein schwules Paar auf offener Straße attackiert wurden, nachdem der Angreifer auf den pink gefärbten Pudel der Männer aufmerksam geworden war.
David Beltier und Jeremy Mark wollten nur kurz Gassi mit "Beauty" gehen, den sie anlässlich Ostern zusammen mit den beiden anderen Hunden des Paares mit Kool-Aid gefärbt hatten. Ein vorbeifahrender Autofahrer wurde auf die Gruppe aufmerksam, drehte um und stieg aus dem Wagen, um das Paar zunächst homophob zu beleidigen.
Auch nannte er die Färbung des Hundes "unamerikanisch". Dann schlug er auf die Männer ein, holte einen justierbaren Schraubenschlüssel aus seinen Wagen und schlug damit Beltier auf den Hinterkopf.
Täter gefasst

Das Paar besitzt drei Hunde
Beltier wurde nur leicht verletzt. "Wenn nicht all die anderen Leute gehupt hätten, alle gesehen hätten, was passierte, hätte er mich vielleicht schwer verletzen können", sagte er einem örtlichen Fernsehsender. "Vielleicht hätte er mich sogar getötet."
Die Polizei stufte den Vorfall als Hassverbrechen ein und konnte noch in der Nacht den flüchtigen Täter stellen. Der 22-Jährige wird wegen Köperverletzung, gefährlichem Fahren, unerlaubter Nutzung einer Waffe und Einschüchterung angeklagt – letzteres ist der regionale Straftatbestand für ein Hassverbrechen.
"Ich glaube, der Hund hat ihn zum Ausrasten gebracht", so Beltier. "Wir haben nicht Hand gehalten oder so etwas." Bereits zuvor seien sie offenbar wegen des Hundes von Passanten homophob beschimpft worden. "Beauty" selbst wurde nicht angegriffen.
Die Polizei riet dem Paar, die Farbe des Hundes auszuwaschen. Beltier bedankte sich für den Einsatz der Beamten und der Zeugen, betonte aber, den Rat nicht anzunehmen: Dann hätte der Angreifer gewonnen. "Ich glaube an Vielfalt und Toleranz", so Beltier. (nb)












