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Abstrafung nach inhaltlichem Sieg

Michael Kauch fliegt aus FDP-Bundesvorstand

  • 10. März 2013 19 2 Min.

Michael Kauch, schwul-lesbische Stimme der Liberalen, erlitt auf einem Parteitag eine Niederlage (Bild: FDP-Bundestagsfraktion)

Dem schwulen Bundestags­abgeordneten aus Dortmund fehlten für die Wiederwahl zehn Delegierten-Stimmen.

Von der Union verlangten die Liberalen auf ihrem Bundesparteitag in Berlin eine "unverzügliche" Gleichstellung der Homo-Ehe – doch den größten Vorkämpfer für gleiche Rechte in den eigenen Reihen straften sie ab: Der schwule Bundestags­abgeordnete Michael Kauch ist künftig nicht mehr im FDP-Bundesvorstand vertreten.

Bei der Wahl der freien Beisetzer-Liste fehlten ihm am Sonntag nur zehn Stimmen der insgesamt rund 660 Delegierten. Vor zwei Jahren hatte Kauch erstmals einen Sitz als Beisitzer im Parteivorstand der Liberalen ergattert. Wie im Mai 2011 hatte der Dortmunder auch diesmal auf eine Nominierung im FDP-Landesverband NRW verzichtet.

Inhaltlich konnte sich Kauch durchsetzen

Durchsetzen konnte sich Michael Kauch auf dem Parteitag hingegen mit einem Antrag zur "unverzüglichen" Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnerschaften (queer.de berichtete). "Die Union blockiert die zwei großen Baustellen Adoptionsrecht und steuerliche Gleichstellung", sagte Kauch in seiner Parteitagsrede: "Die Frage, vor der wir stehen ist, ob das Parlament seinen Gestaltungsspielraum aufgibt. Wir als Liberale sind dafür, dass diese Regierung gemeinsam handelt." Zugleich versprach er laut "taz", dass das letzte Wort in der Koalition noch nicht gesprochen sei. "Ein apodiktischer Spruch des CDU-Präsidiums beendet nicht die Diskussion."

Kauch ist offizieller Koordinator der FDP-Bundestagsfraktion für Schwulen- und Lesbenpolitik. Erst im Dezember 2012 hatte der 45-Jährige eine parteiinterne Kampfkandidatur um einen sicheren Listenplatz gewonnen, sollten die Liberalen im Herbst die Fünf-Prozent-Hürde überspringen (queer.de berichtete). Umfragen zufolge müssen die Liberalen allerdings anders als vor vier Jahren um ihren Wiedereinzug in den Bundestag bangen. (cw)

-w-

#1 marc33ffm
  • 10.03.2013, 15:19h
  • Auch wenn ich wenig für die FDP übrig habe, tut mich das für Kauch leid...
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#2 wuchy1988
  • 10.03.2013, 15:39h
  • Gut, dass war eine sehr klappe Entscheidung, Aber der BPT hat nun entscheiden und es war eine Demokratische Wahl!
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 10.03.2013, 15:40h
  • Mir tut Herr Kauch nicht Leid! Auch wenn es bei der Abstimmung knapp war - die Grinsekatze hat verloren und ist zurecht rausgeflogen!
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