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  • 13. März 2013 18 2 Min.

Wilfried Knight nahm sich bereits am 5. März das Leben

Freunde machen das amerikanische Einwanderungsrecht für den Selbstmord des französischen Porno-Darstellers Wilfried Knight verantwortlich.

Wie das Pornolabel Lucas Entertainment bestätigte, hat sich Wilfried Knight am 5. März in einem Hotelzimmer im kanadischen Vancouver das Leben genommen. Der französische Darsteller arbeitete unter anderem für die Label Raging Stallion und Falcon Studios. Erst zwei Wochen zuvor hatte sein amerikanischer Ehemann Jerry Enriquez Selbstmord begangen.

Freunde des Pornostars erklärten, dass nicht Drogen- oder Alkoholmissbrauch für den Freitod des Paares verantwortlich seien, sondern rechtliche Probleme aufgrund ihrer Homosexualität: "Sie wären heute noch am Leben, wenn Amerika die Ehe geöffnet hätte", sagte etwa Michael Mew, ein enger Freund des Paares, in einer Pressemitteilung.

Zwangsumzug nach Kanada

Das Paar hatte vor sieben Jahren in Kanada geheiratet. Knight erhielt allerdings keine Aufenthaltsgenehmigung in den Vereinigten Staaten, weil gleichgeschlechtliche Ehen von den US-Ausländerbehörden nicht anerkannt werden. Daher sind beide vor gut einem Jahr nach Vancouver gezogen. Da Enriquez aber seinen Job verloren hatte, drohte dem amerikanisch-französischen Paar auch die Ausweisung aus Kanada. "Ohne Job und Visum konnten Jerry und Wilfried nicht in Kanada bleiben und auch nicht in die USA zurückkehren", erklärte Mew.

In seinem Blog hatte sich Knight in den letzten Wochen über die ungerechte Behandlung in den USA beklagt. So schrieb er nach dem Selbstmord seines Ehemannes, dass er eine gemeinsam erworbene Eigentumswohnung in den Vereinigten Staaten nicht erben konnte, da sein Mann kein Testament verfasst hatte – und er als ausländischer gleichgeschlechtlicher Ehepartner auch in dieser Frage keinerlei Rechte habe.

Erst vor wenigen Wochen hatte der Freitod des Porno-Darstellers Arpad Miklos die Szene erschüttert (queer.de berichtete). Miklos hatte sich in seiner Wohnung in New York City das Leben genommen. Ein Freund erklärte, der 45-Jährige habe an Depressionen gelitten. (dk)

-w-

#1 MarekAnonym
  • 13.03.2013, 11:46h
  • Schlimm!

    Da sieht man wieder mal, dass Homophobie und fehlende rechtliche Gleichstellung töten - direkt und indirekt...
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#2 HinnerkAnonym
  • 13.03.2013, 11:52h
  • Antwort auf #1 von Marek
  • Ja, ich möchte nicht wissen, wieviele Menschenleben Union und FDP mit ihrer Blockade auf dem Gewissen haben, wovon man nur nichts erfährt.

    Die meisten Fälle von Selbstmord, Mobbing, Gewalt, etc. werden ja leider gar nicht publik.
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#3 MarcAnonym
  • 13.03.2013, 11:54h
  • Schlimm!!

    Wie verzweifelt muss man sein, um sich als gesunder Mensch das Leben zu nehmen?

    Alle Politiker, die zu Diskriminierung beitragen und Gleichstellung verhindern sind daran mitschuldig und haben Blut an ihren Händen, das sie nie mehr abwaschen können. Aber ich fürchte das ist denen egal; denn homophobe Politiker gehen über Leichen.
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