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- 13. März 2013 2 Min.

Wieder ein brutaler Übergriff in Berlin: Zwei Arabisch sprechende Jugendliche haben eine Transsexuelle jüdischen Glaubens angegriffen und beraubt.
Wie der "Tagesspiegel" berichtet, hat eine aus Litauen stammende 30-jährige jüdische Transsexuelle, die Frauenkleider trug, am frühen Mittwochmorgen um 6:30 Uhr in der Meraner Straße in Schöneberg "leise auf Hebräisch vor sich hingebetet". Daraufhin hätten zwei junge Unbekannte die Person zunächst antisemitisch sowie homophob beleidigt und anschließend tätlich angegriffen. Es sollen unter anderem die Worte "Schwule Judensau" gefallen sein.
Die Täter schubsten dem Bericht zufolge das Opfer, so dass es stürzte und eine Handtasche fallen ließ, die den Ausweis und das Portmonee enthielt. Diese Gegenstände entwendeten die beiden Männer und flohen in Richtung Bayerischer Platz.
Das Opfer beschrieb die Täter als 17- bis 18-jährig, dunkel gekleidet und Arabisch sprechend.
Die 30-Jährige erlitt bei dem Angriff leichte Verletzungen und begab sich in ärztliche Behandlung. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt führt die Ermittlungen und Fahndungen nach den Tätern. Bislang gibt es noch keine konkreten Spuren.
In Berlin hatte im August 2012 der Angriff auf den Rabbiner Daniel Alter für Empörung gesorgt, der vor den Augen seiner sechsjährigen Tochter von Jugendlichen brutal angegriffen worden war. Dieser Fall konnte bislang nicht aufgeklärt werden. In den letzten Jahren sorgten auch immer wieder Übergriffe auf Schwule für Empörung. So ist ein 25-jähriger Homosexueller vergangenen Monat in Berlin-Moabit von zwei Unbekannten homophob angegriffen und ausgeraubt worden (queer.de berichtete).
Die Justizbehörde hat wegen der sich häufenden homophoben Übergriffe im vergangenen Jahr eine Spezialabteilung für die Bearbeitung homosexuellenfeindlicher Übergriffe eingerichtet (queer.de berichtete). (pm/dk)














Ich sehe hierfür keine ausreichende Relevanz gegeben. Antisemitismus und Homophobie sind allgemeine Probleme - unabhängig von Sprache und Herkunft der Täter.