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Kommentare zu:
Schwul-lesbische Strategien in der arabischen Welt


#1 Thorsten1Profil
  • 16.03.2013, 16:52hBerlin
  • Aus dem sogenannten "arabischen Frühling" ist ein arabischer Winter geworden, ganz sicher für Schwule!
    Es läuft überall gleich ab: Der Westen unterstützt die "Revolutionäre" und hinterher stellt es sich -natürlich völlig unerwartet- heraus, dass man jetzt die islamischen Fundamentalisten an der Macht hat. Es begann alles mit dem weltoffenen Schah von Persien, wo Frauen ganz selbstverständlich gleichberechtigt waren und Homosexualität toleriert wurde (damals galt der Iran als Geheimtipp auch für westliche Schwule). Dann kam die "Revolution" und aus dem Iran wurde das Mullahregime unter Chomeini.
    Weiter ging es mit Tunesien, Ägypten, Libyen und jetzt ist Syrien dran. Wenn die "Revolutionäre" in Syrien das halb-liberale Assad-Regime gestürzt haben werden, werden Schiiten und Christen in einem Blutrausch umgebracht werden! Schwule werden an Baukränen baumeln und Millionen von Flüchtlinge werden nach Europa kommen.
    Ich frage mich, warum der Westen diese Regime unterstützt. Man weiss es doch, was kommen wird - islamische Fundamentalisten - nichts anderes!
    Meine persönliche Vermutung: Man will bewusst die Region destabilisieren, so dass dort Schiiten gegen Sunniten und Wahabiten kämpfen und der Westen der lachende Dritte ist und damit auf Jahrzehnte hinaus Zugang zu den Ölquellen hat.
    Anders kann ich es mir diesen Wahnsinn nicht erklären.
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#2 JensAnonym
  • 16.03.2013, 17:17h
  • Interessant, aber 2 Kritikpunkte:

    1. Sie geht anscheinend nur auf heterosexuelle Prostitution ein, dabei gibt es bekanntlich auch dort Stricher, welche aufgrund der homosexuellen Handlungen dort ein doppeltes Stigmata erleben.

    2. Sie benennt anscheind nur die Beschneidung von Mädchen?
    Ist die Beschneidung von Jungen nicht genauso eine Verletzung in das Selbstbestimmungsrecht?
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#3 calle dolfinAnonym
#4 giliattAnonym
  • 17.03.2013, 03:12h
  • Völliger Nonsens:
    Jens,
    die männliche Beschneidung hat absolut nix zu tun mit der Akzeptanz schwuler Menschen in islamischen Ländern.

    Thorsten1:
    Es stimmt, was Du da schreibst. Es hat mich auch geekelt, mitansehen zu müssen, wie die EU Libyen hat ausbluten lassen und nun bei Syrien abwartet, bis sich das Land selbst zerfleischt, damit man abräumen kann. Das war schon immer so. Vergleiche: Bagdadbahn mit Deutscher Bank und Siemens vor 99 Jahren ...
    Mit der gesellschaftlichen Akzeptanz schwuler Menschen hat dies allerdings nur sehr wenig zu tun.

    Die im Buch - siehe oben - genannte "subtile Infiltration" hat zwei Seiten:

    Erstens wird, wie beschrieben, sich nahezu staatstreu im Feld von Menschenrechten usw. engagiet, um zu zeigen, dass Schwule gleichwertige Menschen sind und Gutes tun.

    Zweitens: Der gläubige Moslem, dem sein unabänderliches Schwulsein bewusst ist und er es in der Zwisprache mit Allah bekennt, weiss, dass Homosexualität nix Schlimmes ist. Das praktizierende Ausleben der Homosexualität hingegen soll es sein. Ergo wird er seine sexuellen Aktivitäten minimieren und im Gegenzug mehr Gutes tun, um ins Paradies zu gelangen.

    Ich bin kein Religionswissenschaftler, kenne aber die Befindlichkeiten aus eigenem Befragen meines nordafrikanischen muslimischen Bekanntenkreises seit 1994.

    Soviel in gebotener Kürze.
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#5 stromboliProfil
  • 17.03.2013, 09:48hberlin
  • Antwort auf #1 von Thorsten1
  • thorsten, es ist richtig zu loben, dass während des schah-regimes frauen studieren, sich unverschleiert zeigen und schwule eine erträglichere umgebung vorfanden.
    Es aber in unmittelbaren vergleich stellen zu wollen mit dem religionsfaschisten, verdeckt eine andere ebenfalls vorhandene wahrheit:
    es wurde verfolgt wer gegen den schah, es wurde gefoltert, es wurde auch gemordet durch die staatliche geheimpolizei.
    Familien zerrissen, schwule, die ins ausland flüchteten sind ebenfalls teil dieser erfolgstory reza pahlawi.
    Das heißt, die demonstrationen, der wiederstand auch hier in deutschland gegen sein regime waren berechtigt!

    Und hören wir doch auf, ständig so nebenbei geschichtsklitterung zu betreiben, indem behauptet/unterstellt wird, der kampf gegen die schah-diktatur habe seitens der demonstranten zur installation der "islamischen revolution" geführt.
    Dies ist teil dessen, was der westen nach verlusst seiner monarchischen marionettenpuppe im machtvakuum hinterlassen hat.
    Und: es war der gewollte vom westen agitierte und finanzierte antikommunismus durch die mullahs, der die eigentlich treibenden kräfte des umbruches im iran in die zersplitterung der bürgerlich-progressiv-liberalen kräfte führte! Eben weil man auf keinen fall ein an dieser geopolitischen schnittstelle ( grenze zur udssr!) eine von kommunisten mitgetragene regierung haben wollte. So finanzierten die freiheitlich demokratischen demokratien letztlich die faschistische theokratie !

    Da solltest du deine eigenen vergleiche von libyen und syrien mutig zur richtschnur nehmen: wir westlichen stellvertretungsimperialisten wählen halt immer die falschen verbündeten!
    Nicht freiheit ist das ziel, sondern die politische verfügungsgewalt über die landesfürsten und jene, die sich dann hierzu aufschwingen.
    Unser drang es mit "stabilen" systemen haben zu wollen, deren vorausschaubarkeit auch am grad ihrer korruption absehbar ist, ist eines der fundamentalen missverständnisse in diesem machtpoker.
    Was hat uns deutsche-amerikaner-engländer-europäer denn freriheit und menschenwürde je in solchen, uns weit entfernten ländern interessiert?
    Was wir wollen ist die berechenbarkeit der landesruhe für tourismus und ölförderung etc.!

    Erst wenn in mali, deutsch-französiche "touristen" von islamistischen "terroristen" ( wie auch immer sie terror ausüben, zuallererst sind es auch leute, die ihr land da von eindringlingen "säubern" ..) entführt werden, erst dann entdecken wir , dass da es ja sowas wie armut, hunger, landflucht gibt, und dies nicht erst, weil gerade mal die islamisten das oberwasser haben.
    Auch hier verschlafen wir reale lebenssituationen ( die wir dann gerne den missionierenden christenvereinen in geheuchelter armutsbekämpfung überlassen..) um uns in lobender selbstgerechtigkeit dann vor die menschenrechtskonventionsbrüste zu schlagen..; seht her , wir bringen euch das heil mitteleuropäisch- angelsächsischen demokrativerständnisses!

    Es ist beschämend hier von einem "halb-liberale Assad-Regime " gefasselt zu lesen.. ein schlag ins gesicht all der gefangenen , gefolterten , ermordeten regimegegner des nunmehr seit 1971 das land terroisierenden assad-regimes.

    Hier mal auch einen blick auf dein und vieler anderer verständnis von "stabilitäten"..; stabile verhältnisse haben wollen , wohl auch um fast jeden preis.. nimmt man dein wort vom quasi liberalen regime in damaskus als bare münze..

    Das mit gewalt eine "stabile" situation hergestellt wird durch ein regime , und dass wir (!) diese politik der "stabililen " verhältnisse fordern&fördern ist der eigentliche skandal.
    Das wir daher schwätzen von halb-liberalität, um unser eigenes schmieriges verhältnis um klärung von grundrechten zu kaschieren, ist ein ebenso widerlicher skandal.

    Auch wenn wir dann tränenreich, die an baukränen baumelnden als unsere zeugenschaft anrufen..Wir sind mit die ursachen für ihr baumeln, weil wir diese mordregime fördern und decken indem wir sie mit weniger offen agierenden, halbliberal-stabilen systemen vergleichen.
    Hinzukommend empören wir uns drüber, wie offen und ungehemmt die leute an baukräne aufhängen, besonders dann, wenn es sich bei den tätern um islamische täter handelt, da aber schweigen wir, wenn die leute einfach verschwanden.. , dass lieber thorsten ist dann der letzte skandal beim veredrängen der realitäten!

    Reg du dich auch über die aus flugzeugen geworfenen auf, über die in stadien totgeschlagenen , über die in folterkellern verschwunden dank christlich/antikomministischer eiferer..
    Dann wird der kreis deiner erkenntnis von der gewollten destabilität geschlossen.
    Dann wissen wir: in allen fällen waren es unsere (!) interessen, die mittelbar es möglich machte.
    Wir gaben/geben das geld für die umstürze gegen UNS unliebbare regime, nicht aus christlicher nächstenliebe. Und die wir unterstützen , neu instalieren, werden zum erhalt ihrer von uns geliehenen macht ebenfalls wieder foltern, morden und bürgerkriege anzetteln!
    Btw..natürlich werden in ein paar jahre die heute bestehnden staat so nicht mehr existieren!
    Türkei wird sein kurdisches grenzgebiet zugunsten teile irakischer und syrischer gebiete mit türkischer bevölkerungsmehrheit einfordern und bekommen. Die kurden werden ihren eigenen staat auf territorium der heutigen gebiete von irak und syrien erhalten. Der iran wird in falle eines konfliktes unter umständen teile seines territorium verlieren ..
    das öl wird verteilt, so noch vorhanden ...
    Und thyssen-krupp wird neben rüstungsgütern neue baukräne an hochtief liefern, die dort im zuge der wiederaufbauprojekte dann als richtplätze für ungeeignete bürger zweckentfremdet werden.
    Gut nur, dass unsere aussenhandels-bilanz hiervon nicht getrübt wird!
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#6 realAnonym
  • 17.03.2013, 13:51h
  • Antwort auf #5 von stromboli
  • Man kann Ahmadinedschad auch mit dem Lob der Dialektik bekämpfen.

    Man kann und muss das Mullahregime wegen dieser schlichten Fakten perspektivisch besser bekämpfen. Besser als je zuvor.

    "Flankiert von umfangreichen staatlichen Investitionen entwickelte Teheran in der Folgezeit eine der modernsten Bildungs- und Gesundheitspolitiken in der ganzen Islamischen Welt.

    www.heise.de/tp/artikel/38/38588/1.html

    "Dieser demografische Wandel wurde von einer Bildungsexplosion begleitet, die besonders den jungen Frauen zu Gute kam. Gemäß einer Studie von iranischen und australischen Demografen waren 2002 62% der angenommen Bewerber für einen Studienplatz weiblich. Hierbei handelt es sich um einen Wert, der manche Feministinnen im Westen entzücken würde."
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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
#8 TheDadProfil
  • 17.03.2013, 15:46hHannover
  • Antwort auf #6 von real
  • Dem muß Mann entgegenhalten daß das angeblich moderne Bildungssystem des Iran auf den modernen Ideen des Schah-Regimes fußt, der in vielen Gebieten erst Allgemeinbildende Schulen geschaffen, und ein Schulpflicht für ALLE Kinder eingeführt hat..

    Diese moderne Bildungpolitik wurde vom Chomeini-Regime von Anfang an bekämpft, indem Schulen zerstört, den Mädchen der Zugang zu Bildung verwehrt und ALLE Universitäten auf Anweisung Chomeini´s durch den Revolutionsrat am 4.Juni.1980 geschloßen wurden..

    Die erste Universität öffnete erst im Herbst 1984 die Pforten, nachdem eine "islamisierung des Lehrkörpers und der Studenten" seit 1982 stattgefunden hatte..

    Natürlich hat in der Folge das jetzige iranische Regime dieses Bildungssystem ausgebaut, und letztlich ist es erfreulich das die Mehrzahl der Studenten inzwischen Frauen sind..
    Aber das Erbe Chomeini´s wirkt weiter in der konsequenten islamisierung des Landes..

    Als zweiten Punkt möchte ich anmerken, das es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Rückgang der Geburtenrate und dem Lebensstandard gibt, der in allen Ländern in gleichem Maße stattfindet, nicht nur im Iran..

    Darüberhinaus wird in dem von Dir verlinktem Artikel völlig ignoriert das die Geburtenrate in einem Land mit einem Ragime IMMER absinkt..
    Und zwar viel stärker, als durch die Zunahme des Lebensstandard´s zu erwarten gewesen wäre, denn der größte Anteil der iranischen Bevölkerung, die sich einen anderen demokratischeren Staat wünscht, "vermeidet" Nachwuchs, weil sie ihren Kindern nicht zumuten wollen in einer Diktatur zu leben..

    Ähnliches ist in allen Staaten in denen repressive Regierungssysteme herschen, zu beobachten, und schon die Nazi´s legten "Bevölkerungswachstums-Programme" auf, die neben Bonussytemen wie "Ehegattensplitting" und "Müttergenesungswerken" mit Mutter-Kind-Kuren auch den "Mutterorden" für besonders gebähr-willige Frauen erfand, um ein Absinken der Geburtenrate entgegen wirken..

    Zusätzlich gründeten sie den "Lebensborn e.V." der massenweise Kinder aus besetzten Gebieten durch Zwangsadoptionen "ariserte", die Teils in extra eröffneten Heimen von gewaltsam (außerehelich) geschwängerten Frauen als eine Art "Leihmutter" ausgetragen wurden, um sie vorzugsweise an SS-Angehörige zu vermitteln..

    www.v-weiss.de/demographie.html
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#9 Timm JohannesAnonym
#10 ErschrecktAnonym
#11 Thorsten1Profil
#12 Timm JohannesAnonym
  • 17.03.2013, 20:41h
  • Antwort auf #10 von Erschreckt
  • @Erschreckt
    Täusche Dich nicht: der Islam ist noch immer mit Abstand die homophobste Religion, die es gegenwärtig (!) auf unserer Erde gibt. Es gab einmal homofreundlicher Zeiten im Islam, aber gegenwärtig ist der Islam derart radikalisiert und politisiert in seiner Abwehrhaltung zu den westlichen Industriestaaten. Und hierbei nutzen islamische Politiker gern das Thema "Homosexualität", um dem christlich/atheistischen Westen (Nordamerika, Australien/Neuseeland und Europa) angebliche Unmoral und Dekdaenz zu unterstellen.

    Die jetzige UNO-Resolution zur Gleichstellung der Frau konnte nur mit viel Verhandlungsgeschick und Diplomatie westlicher Industriestaaten erreicht werden.
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#13 TheDadProfil
  • 17.03.2013, 21:23hHannover
  • Antwort auf #12 von Timm Johannes
  • ""Die jetzige UNO-Resolution zur Gleichstellung der Frau konnte nur mit viel Verhandlungsgeschick und Diplomatie westlicher Industriestaaten erreicht werden""..

    Also dann doch mit Hilfe des unmoralischen, dekadenten, atheistischen Westens (Nordamerika, Australien/Neuseeland und Europa), oder ?

    Bei einer Konferenz die Zwei Wochen dauert und an der mehr als 2000 delegierte von 193 Staaten und 6000 NGO´s beratend teilnehmen ist anzunehmen, das es etwas mehr als nur das diplomatische Geschick von ein paar unmoralischer, dekandenter und atheistischer West-Staaten bedurfte, um zu einem Ergebnis zu kommen..
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#14 alexander
#16 statistikAnonym
#17 GesamtAnonym
  • 18.03.2013, 09:52h
  • Antwort auf #16 von statistik

  • Nicht nur Frauen.
    Die Statistiken geben die allgemeine Vergewaltigungerate wieder, darunter sind auch männliche Opfer.
    Weil mehr Frauen betroffen sind ist dann nur von Frauen die Rede.
    Das verfälscht die Zahlen der ans Tageslicht gekommenen Fälle zumindest etwas, denn jeder vergewaltigte Mann wird in der Statistik als Frau umgedeutet...die Presse unterscheidet da nicht und nennt die allgemeinen Zahlen.
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#19 TheDadProfil
  • 18.03.2013, 11:09hHannover
  • Antwort auf #17 von Gesamt
  • ""denn jeder vergewaltigte Mann wird in der Statistik als Frau umgedeutet""..

    ???
    Das ist Quatsch..

    In der öffentlichen Wahrnehmung gibt es keine "vergewaltigten Männer", weil Mann vor allem auch in der westlichen Welt durch die jahrhundertelange "Erziehung" auch durch die Religionen davon ausgeht, das Männer nicht vergewaltigt werden können..

    Es gibt dazu keine verläßlichen Zahlen wie viele Männer einer Vergewaltigung zum Opfer fallen, und schon gar keine, wie viele Männer von Frauen vergewaltigt werden..

    Es gibt nicht einmal wirklich verläßliche Zahlen wie viele Jungen Opfer eines sexuellen Missbrauches werden..

    Als ich vor über 30 Jahren den ersten Versuch machte eine Psychotherapie als Opfer eines Missbrauches durch eine Frau zu bekommen, erntete ich nur ungläubige Blicke von Ärzten, Psychologen und Psychiatern, und von Leuten, die sich auf den Zettel geschrieben hatten missbrauchten Kindern zu helfen..

    Jungen weinen nicht..
    Die sind doch stark..
    Wie könnten sie da vergewaltigt werden ?
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#20 Timm JohannesAnonym
  • 18.03.2013, 14:08h
  • Antwort auf #15 von stock exchange
  • @stock
    "Die Autoren wollen zeigen, dass die islamische Welt durch die Alphabetisierung zurzeit die gleiche Entwicklung durchmacht wie Europa in den letzten 150 Jahren, hin zu einer säkularisierten Gesellschaft. "

    --> Es ist wohl wahr, dass der Islam nun mit der Alphabetisierung und insbesondere mit den Neuen Medien (Handyempfang auch in den islamisch geprägten Wüstengebieten; Internet mit Zugang zu Informationen, die nicht staatlich von islamischen Regierungsreligionsbehörden kontrolliert sind).

    Zugleich aber erfolgt eine Politisierung und Radikalisierung des Islams in Abwehrstellung zum Christentum/Atheismus in Europa/Amerika/Neuseeland/Australien.
    Muslimbrüder oder noch schlimmer die Salafisten oder insgesamt die Wahabiten in Saudi-Arabien begründen ihre Haltung, dass sie die einzige göttliche Erkenntnis besitzen, mit der Bekämpfung der westlichen "angeblich" dekadenten und unmoralischen Industriegesellschaften.

    Beispielsweise gelten für Moslems laut ihrem Koran Christen noch als Anhänger der "BUCHRELIGIONEN", aber gerade Atheisten, die überhaupt keinen Gottesglauben haben, sind für politisierte Islamisten "nichts wert". Und wer dies nicht wahrhaben will, was der Koran zum Atheismus schreibt, der muss da einmal den Koran lesen. Wer sich die Mühe einmal macht den Koran zu lesen, der wird als Atheist sehr erschrocken sein.

    Auch andere westliche Verhaltensweisen werden von Moslems laut Koran abgelehnt:

    So steht in Sure 5 des Koran (Der Tisch): "Berauschendes, Glücksspiel, Opfersteine und Lospfeile sind ein Greuel das Werk Satans. So meidet sie, auf daß ihr erfolgreich seid".

    --> Wer also Alkohol trinkt, begeht ein Greuel, ein Werk des Satans.

    Oder in Sure 5 des Koran (Der Tisch) steht:
    "Verboten ist euch das Verendete sowie Blut und Schweinefleisch..."

    --> Verboten ist also ein Schweinschnitzel.

    Und zu den Frauen schreibt der Koran in Sure 4 (Die Frauen):

    "Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung vor, weil Allah die einen vor den anderen ausgezeichnet hat und weil sie von Ihrem Vermögen hingeben. Darum sind tugendhafte Frauen die Gehorsamen und diejenigen, die (ihrer Gatten) Geheimnisse mit Allahs Hilfe wahren. Und jene, deren Widerspenstigkeit ihr befürchtet; ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie !"
  • Antworten » | Direktlink » | zu #15 springen »
#21 SurenhohnAnonym
#22 TheDadProfil
  • 18.03.2013, 15:22hHannover
  • Antwort auf #20 von Timm Johannes
  • Kuck an..
    Und womit wünscht der Herr Heute aufklärerisch gekontert zu werden ?

    Zunächst einmal :
    Gläubige Menschen nennt Mann dort MUSLIME und nicht "islamisten"..
    Das ist eine Beleidigung..

    Islamisten sind radikale Gläubige, und hier vor allem Gemeindeobere, radikalisierte Imame(Schriftgelehrte), und Terroristen, die den Islam als Kampf gegen alles ungläubige verstehen..

    Also genauso wie die Inquisition..

    Denn Mann darf da nicht vergessen :
    Der Islam befindet sich erst im 13.Jahrhundert seiner Entstehung, also im Mittelalter, kurz vor der aufkommenden Aufklärung durch die Verbreitung von Wissen..

    Handyempfang..
    Kein Mensch stellt einen Antennenmast in die Wüste..
    Dort gibt es Satelittentelefone..

    ""Internet mit Zugang zu Informationen, die nicht staatlich von islamischen Regierungsreligionsb ehörden kontrolliert sind)""..

    Und Du denkst ernsthaft bei uns kontrolliert keiner das Internet ?
    Wie putzig..

    ""Muslimbrüder oder noch schlimmer die Salafisten oder insgesamt die Wahabiten in Saudi-Arabien begründen ihre Haltung, dass sie die einzige göttliche Erkenntnis besitzen,""..

    Das erinnert mich jetzt irgendwie sehr an den Alleinvertretungssanspruch der RKK..

    ""Und wer dies nicht wahrhaben will, was der Koran zum Atheismus schreibt, der muss da einmal den Koran lesen.""..

    Hab ich.. Du auch ?

    ""Wer sich die Mühe einmal macht den Koran zu lesen, der wird als Atheist sehr erschrocken sein. ""..

    Und erst als Christ..
    Alles bekannte Phrasen..
    Fast vergleichbare Formulierungen..
    Obwohl 700 Jahre später "entstanden", ein Tenor, der einem den Schauer auf den Rücken treibt..
    Aber als Ex-Katholik schockt einen das nicht so sehr, da ist Mann abgehärtet..

    ""in Sure 5 des Koran (Der Tisch): "Berauschendes, Glücksspiel, Opfersteine und Lospfeile sind ein Greuel das Werk Satans. So meidet sie, auf daß ihr erfolgreich seid"""..

    Das kenn ich doch irgendwoher !?..
    Ach ja..
    Neues Testament..
    Irgend eine Geschichte an die Korinther..

    Und vorher schon im Alten Testament..
    Wurde da nicht eine ganze Stadt wegen Glücksspiel und Hurerei dem Erdboden gleichgemacht ?

    ""in Sure 5 des Koran (Der Tisch) steht: "Verboten ist euch das Verendete sowie Blut und Schweinefleisch...""..

    Äh ?
    Ja, nun..verendetes..also Aas ist ja nicht unbedingt gesund sich erst einen Hirschen zu fahren, und den platten Kumpel dann nach 14 Tagen als frischen Rehrücken zu verhökern nää.

    Und Blut ?
    Essen viele nicht..
    Schweinefleisch ?
    TRICHOMONADEN !
    Essen die Juden auch nicht, und die Araber VOR dem Islam auch nicht oft..
    War halt im Jahre 700 irgendwie ziemlich schlecht, so ganz ohne Elektrik und Kühlschrank..

    ""in Sure 4 (Die Frauen): "Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung vor, weil Allah die einen vor den anderen ausgezeichnet""..

    Schöpfungsgeschichte..
    Und Gott erschuf aus der Rippe des Adam eine Frau, auf das sie ihm eine gute Gefährtin sei, und machte sie ihm untertan..

    Paulus an die Korinther..
    ""Wie in allen Gemeinden der Heiligen lasset eure Weiber schweigen unter der Gemeinde; denn es soll ihnen nicht zugelassen werden, daß sie reden, sondern sollen untertan sein, wie auch das Gesetz saget. Wollen sie aber etwas lernen, so lasset sie daheim ihre Männer fragen. Es stehet den Weibern übel an, unter der Gemeinde reden."

    Damit hat Mann dann auch gleich ein Schulverbot für die Mädchen und Frauen verhängt, die mit 14 Jahren oft schon den ersten Nachwuchs bekamen..

    Nun ja..
    BESSER ist das ganz sicher nicht..

    Die Katholiken haben in unserem Staat übrigens ein Eherecht verankert das bis 1977 den Mann als ALLEINIGEN Familienvorstand vorsah, der in allen Familienfragen ALLEIN zu entscheiden hat..

    Der Mann konnte OHNE Angabe von Gründen zu einem Arbeitgeber gehen, und den Arbeitsplatz der Frau kündigen mit den Worten : Ab Montag kommt meine Frau nicht mehr hier her..

    Die ab 1960 verfügbare Pille wurde Frauen nur mit dem Einverständnis des Ehegatten verschrieben..

    ""ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie !""..

    In der Scharia, dem islamischen Recht, wird aufgrund dieser Koranstelle ein Züchtigungsrecht des Ehemannes tatsächlich befürwortet..

    Darüber wie weit dieses Züchtigungsrecht im Einzelfall geht, gibt es aber sehr geteilte Meinungen..
    Manche Islamgelehrten verweisen auf ein "Hadith" (Wort,Ausruf), das die Züchtigung auf einen Schlag mit dem "Miswak" (Zweig) beschränkt..
    Das kann hier also auch bedeuten, mit der Faust auf den Tisch zu hauen..

    Andere machen geltend das Züchtigung dem Ideal der harmonischen Ehe widerspreche und der mit "schlagt sie!" übersetzte Begriff auch andere Bedeutungen haben könne..
    Zum Beispiel : Sich in der Diskussion, im Ehestreit argumentativ durchsetzen..

    Das "Züchtigungsrecht" des Ehegatten gegenüber seiner Ehefrau wurde in Deutschland 1928 abgeschafft..

    Das "Züchtigungsrecht" der Eltern gegenüber den eigenen Kindern wurde erst ""im Jahr 2000 (durch eine Änderung des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB)) ersatzlos abgeschafft: durch die Verschärfung des § 1631 BGB ("Gesetz zur Ächtung von Gewalt in der Erziehung") haben Kinder das ausdrückliche "Recht auf gewaltfreie Erziehung: "Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig""..

    Soll ich weitere Beispiele bringen um Deine Vorurteile und Deine Islamophobie zu belegen ?

    Rassismus hat viele Farben..
    Der ist nicht nur Schwarz und Weiß..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #20 springen »
#23 SchariaAnonym
  • 18.03.2013, 15:37h
  • Antwort auf #21 von Surenhohn
  • Die Finanz-Salafisten haben eine Fatwa gegen die einfachen Menschen in Zypern ausgesprochen.

    Millionen schauten gestern:

    Endlich! Zum 50. Geburtstag hat sogar das Zweite begriffen, wie man moderne Serien macht: Das Weltkriegsdrama "Unsere Mütter, unsere Väter" ist grandios. (SON)

    Der erhellende Vorspann der Strategie des Faschismus durch deutsche Finanz-Salafisten fehlte natürlich:

    Im Juli 1931 brach in Deutschland die Kredit- und Bankkrise aus. Eine knappe Darstellung liefert K. Gossweiler: Am Sonnabend, dem 11. Juli 1931 musste die Danatbank (= Darmstädter und Nationalbank, damals eine der deutschen Großbanken und einer der Hauptkonkurrenten der Deutschen Bank, damals DeDi-Bank d.h. Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft Corell) ihre Zahlungsunfähigkeit erklären; am folgenden Tage, dem 12. Juli, wurde offenbar, dass auch die Dresdner Bank gestützt werden musste; am 13. Juli setzte nachdem die Danatbank ihre Schalter geschlossen hatte ein run der in Panik geratenen Anleger auf die Kassen der übrigen Banken ein, um ihr Geld zu retten. Diesem Ansturm waren die Banken nicht gewachsen, die Regierung erklärte deshalb den 14. und 15. Juli zu Bankfeiertagen, an denen die Schalter aller Banken geschlossen blieben. Auch nach diesen Vollfeiertagen wurden die Auszahlungen der Banken durch Notverordnungen auf Bruchteile der Einlagen begrenzt; erst am 5. August 1931 erfolgte die Rückkehr zu unbegrenztem Zahlungsverkehr der Banken.
    Alle Großbanken mit Ausnahme der Berliner Handels-Gesellschaft sahen sich infolge der Bankenkrise gezwungen, in mehr oder weniger großem Umfang staatliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

    www.kurt-gossweiler.de/index.php/diskussionen-und-positionen
    /67-der-roehm-putsch-der-keiner-war-legenden-und-tatsachen-u
    m-den-30-juni-1934-29-30-juni-2004


    Spiegel noch mal grandios:

    Auch Experten sind schockiert. Der amerikanische Nobelpreisträger Paul Krugman spricht von einer "gefährlichen Lösung" und warnt vor "Ansteckungsgefahren". Die Sparer in Ländern wie Griechenland und Italien würden geradezu aufgefordert, ihr Geld von den Banken abzuziehen. Der deutsche Wirtschaftsweise Peter Bofinger schlägt im Interview mit SPIEGEL ONLINE Alarm: "Europas Bürger müssen nun um ihr Geld fürchten."

    www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/zwangsteuer-auf-konten
    -in-zypern-europas-gefaehrlichste-rettunsgaktion-a-889524.ht
    ml
  • Antworten » | Direktlink » | zu #21 springen »
#24 KarawaneAnonym
#25 finkAnonym
  • 18.03.2013, 17:03h
  • ich finde es immer sehr problematisch, wenn aktuelle entwicklungen heutiger kulturen mit historischen etappen anderer kulturen parallel gesetzt werden. entwicklungen wie globalisierung, internet usw. setzen heute alle kulturen unter einen ganz anderen druck, was interkulturelle kommunikation, reaktion, abgrenzung, nachahmung usw. angeht.

    vieles, was heute in islamisch geprägten (sub-)kulturen passiert, ist nur als reaktion auf die westliche (welt-)politik zu verstehen. das kann all das negative, was sich da teilweise abspielt, nicht allein rechtfertigen, aber man kann heute eben nicht mehr vom "islam an sich" reden, ohne damit auch einen "islam als reaktion auf den westen" zu meinen.

    dazu gehört auch, dass heutige muslime sich mit islamkritiker_innen auseinandersetzen müssen. diese hauen jenen gern koranzitate um die ohren, die angeblich für jene unabweisbare gültigkeit besitzen. denn die kritiker_innen wissen ja, was jede_r echte muslim_a glauben und befolgen muss. schauen wir genau hin, sind bibel und koran gleichermaßen geeignet, gewalt und unmenschlichkeit zu rechtfertigen - wenn man das möchte. beide stammen aus zeiten, in denen unsere menschenrechte nicht galten. das kann man kritisieren. wir müssen aber auch sehen, dass wir die gläubigen selbst nur für das kritisieren können, was sie SELBER als gültig anerkennen und dass es ziemlich absurd ist, anderen zu erklären, welche passagen ihrer heiligen schriften sie anzuerkennen haben. und da gibt es unter christen wie unter muslimen glücklicherweise große unterschiede.

    zu sagen, "der islam" schreibe es vor, frauen zu unterdrücken und ungläubige zu töten, und wer das nicht glaube, der sei kein echter muslim, das halte ich in der gegenwärtigen situation für ausgesprochen kontraproduktiv. so werden nämlich ironischerweise die kritiker zu den PREDIGERN genau der intoleranten religion, die sie zu kritisieren vorgeben.
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#26 antosProfil
  • 18.03.2013, 17:19hBonn
  • Antwort auf #1 von Thorsten1
  • "Es begann alles mit dem weltoffenen Schah von Persien, wo Frauen ganz selbstverständlich gleichberechtigt waren und Homosexualität toleriert wurde (damals galt der Iran als Geheimtipp auch für westliche Schwule). Dann kam die "Revolution" und aus dem Iran wurde das Mullahregime unter Chomeini."

    Wie Stromboli schon festgestellt hat: deine Kurzbeschreibung ist falsch.

    Der 'weltoffene' Schah war ein lange Jahre erschreckend unpolitischer, gieriger, feierwütiger [in einem - damaligen - Drittweltland -, in dem viele Leute hungerten, weder lesen noch schreiben konnten und an Seuchen starben] und selbstherrlicher [als "das Licht der Arier" feierte er sich selbst] Lebemann, der Vermögen verprasste und mit einer iranischen Oberschicht den Westen hofierte, während es dem Großteil der iranischen Bevölkerung von Jahr zu Jahr schlechter ging und der Strom der Armutsflüchtlinge nach Tehran anschwoll. Offene Kritiker wurden vom Savak 'behandelt' und fanden sich im Evin-Gefägnis wieder. [Allerdings weit nicht so viele wie später unter dem Schlächter Chomeini!]

    Die Revolution wurde zu Beginn von Arbeiterverbänden, Studenten und linken und links-liberalen Intellektuellen getragen - als das Rad am Rollen war, haben sich die Intellektuell-Religiösen [aufgestachelt von westlich studierten Intellektuellen wie dem marxistisch-islamistischen Shariati] und schließlich die Chomeini-Anhänger dank ihrer guten kommunikativen Infrastruktur [regelmäßige Predigten, Predigt-Kassetten-Import, dank Shia-Ritualen wiederkehrende Trauermärsche für die Straßenkampfopfer] an deren Spitze gesetzt. Diese Leute haben im Verlauf der Revolution die Schah-Anhänger bekämpft - ebenso wie den bürgerlichen, studentischen und links-liberalen Widerstand. Als dann die moskau-hörige linke Tudeh-Partei Dezember 1979 ihren Anhängern empfahl, für die neue - islamische - Verfassung zu stimmen [wohl in der Hoffnung, ein schönes großes Stück vom Machtkuchen abzubekommen], war das Ende der Revolution wohl schon besiegelt.

    Deswegen sprechen viele damalige Akteure in ihren Erinnerungen von einer: gestohlenen Revolution.
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#27 finkAnonym
  • 18.03.2013, 17:23h
  • Antwort auf #25 von fink
  • noch ein nachtrag, um missverständnisse zu vermeiden:

    was ich zur globalisierung gesagt habe, soll nicht etwa die negativen entwicklungen in vielen islamischen (sub-)kulturen mit einem "die können ja nicht anders, weil der böse westen sie zur abgrenzung zwingt" verharmlosen.

    es gilt nämlich auch das gegenteil: in fast JEDER kultur ist es heute möglich, die vorzüge von menschenrechten, demokratie, pluralismus, gleichberechtigung usw. zu sehen. das führt ja, wie wir sehen, auch in einigen islamisch geprägten kulturen zu positiven nachahmungseffekten. diejenigen (sub-)kulturen aber, die heute noch demokratische ideale ablehnen, tun das BEWUSSTER als je zuvor. das macht es leider umso hoffnungsloser, hier auf fortschritte zu hoffen.
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#28 schachbrettAnonym
  • 18.03.2013, 17:57h
  • Antwort auf #26 von antos
  • Kuchen? Das war die Weisung Moskaus.
    Grenzstabilität um jeden Preis.

    Zeitgleich Afghanistan:

    Im Jahr 1977 wendete sich das Blatt in den sowjetisch-afghanischen Beziehungen: Mohammed Daud wollte Kontakte mit den Monarchien in der persischen Golf-Region sowie mit Iran knüpfen. 1978 begannen in Afghanistan Repressalien gegen die Mitglieder der Demokratischen Volkspartei (DVPA), die marxistische Ideale verfolgte. Es kam zu Massenunruhen nach der Ermordung von Mir Akbar Khyber, einem der DVPA-Führer, durch islamistische Fundamentalisten. Letztere wollten auf diese Weise zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: DVPA-Aktionen und zugleich ihre Unterdrückung durch Mohammed Daud provozieren.

    Die Unterdrückung endete aber erfolglos - nur zehn Tage nach Khybers Tod kam es zu einem neuen Putsch. Die Offiziere, die alle in der Sowjetunion ausgebildet worden waren, unterstützten die DVPA-Führer. Der 28. April ging als Tag der April-Revolution in die Geschichte ein. Mohammed Daud wurde getötet.

    Die April-Revolution kam für die Sowjetunion jedoch unerwartet, die an Stabilität an ihren südlichen Grenzen interessiert war. Die neue Führung in Kabul startete radikale Reformen. Moskau bemühte sich seinerseits um die Eindämmung des revolutionären Geistes dieser Reformen, die angesichts des sehr niedrigen Entwicklungsstandes der afghanischen Gesellschaft so gut wie keine Chancen auf Erfolg und positive Reaktion der Bevölkerung hatten.

    www.ag-friedensforschung.de/regionen/Afghanistan/sowjets4.ht
    ml
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#29 wackelt hat luftAnonym
  • 18.03.2013, 18:00h
  • Antwort auf #27 von fink
  • Gleichzeitigkeit und Ungleichzeitigkeit, Simultaneität und Multidimensionalität im Allgemeinen und raumzeitlich gegebene Mehrschichtigkeit aller gesellschaftlichen Vorgänge und Sozialprozesse im Besonderen ist Ende der 1980er Jahre vom britischen Historiker Eric J. Hobsbawm methodisch konturiert als the multidimensionality of human beings in society bezeichnet worden. Diese Vorstellung der Vielschichtigkeit des Menschen, des Lebens, des menschlichen Lebens und der multiplen Handlungsmöglichkeiten des lebenden Menschen geht hinaus über Weberianisch-soziologische Eindimensionalität, derzufolge das Streben nach Einkommen die unvermeidlich letzte Triebfeder allen wirtschaftlichen Handelns ist.

    de.wikipedia.org/wiki/Eric_J._Hobsbawm
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#30 connect the dotsAnonym
  • 18.03.2013, 18:38h
  • Antwort auf #25 von fink
  • "so werden nämlich ironischerweise die kritiker"

    dass die hochkonjunktur von "islamkritikern" nicht rein zufällig zusammenfällt mit sich immer weiter verschärfenden inner-imperialistischen kämpfen um ressourcenkontrolle und aufteilung der welt, insbesondere in der region "islamischer" länder, und ganz besonders seit dem von neocons schon jahre zuvor herbeigebeteten, neuen "pearl harbor" (9/11), zugleich mit gesteigertem bedarf an innpolitischer stimmungsmache in zeiten einer sich verschärfenden, globalen wirtschaftlichen und sozialen krise, sollte allerdings auch dir inzwischen aufgefallen sein.
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#31 finkAnonym
  • 18.03.2013, 19:37h
  • Antwort auf #30 von connect the dots
  • "...sollte allerdings auch dir inzwischen aufgefallen sein."

    ist es.

    dabei finde ich "islamkritik" an sich sehr berechtigt. der missbrauch von islamkritik für ganz andere politische ziele (neben dem, was du aufzählst, wäre auch das ziel zu nennen, das christentum auf kosten des islam schönzureden) lässt mich aber immer zögern, allzu enthusiastisch in jede islamkritik einzustimmen.

    es ist schon oft ziemlich ekelhaft, wer einem plötzlich alles auf die schulter klopft, wenn man mal etwas am islam kritisiert.
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#32 Timm JohannesAnonym
  • 18.03.2013, 23:34h
  • Antwort auf #22 von TheDad
  • @TheDad
    "Soll ich weitere Beispiele bringen um Deine Vorurteile und Deine Islamophobie zu belegen ? Rassismus hat viele Farben.. Der ist nicht nur Schwarz und Weiß.."

    Das du unter einer extremen Christentumphobie leidest, ist allen Lesern hier ausreichend bekannt. Rassismus hat viele Farben...Der ist nicht nur Schwarz und Weiß...

    Nur für Dich, da du anscheinend nichts kapierst. Das waren alles Zitate von mir, die direkt aus dem Koran von mir abgeschrieben wurden.

    Soll ich noch mehr Beispiele zum Islam bringen, damit Du endlich kapierst, was da alles im Koran drinsteht.

    Du fragst, ob ich den Koran gelesen habe. Antwort: und ob ich ihn gelesen habe und an der Universität in Seminaren behandelt habe.

    Hast du ihn gelesen ? Antwort: wohl eher nicht, dennn dann würdest Du nicht so überheblich und arrogant hier schreiben. Du verfügst über keine Kenntnisse zum Koran.

    Aber das hat bekanntlich seinen Grund bei Dir darin, dass Du Atheist bist und durch deinen Kirchenaustritt, den Du selbst im Forum beschrieben hast, eine Phobie gegen das Christentum entwickelt hast.

    Für Dich als ausgetretenem Christen hast Du einen Hass auf alles Christliche entwickelt und glaubst, dass der Islam dir ein Helfer sein könnte, weil das Christentum oftmals Konflikte miteinander haben.

    Da antworte ich Dir als Atheisten: im Vergleich zu mir als Christen und Anhänger einer Buchreligion, bist du nach dem Koran Nichts wert. Mohammed hatte NICHTS für Menschen übrig, die keinen Glauben an Gott haben.

    Ich empfehle Dir, lese den Koran, und du wirst merken, wie sehr der Koran den Atheismus, den Du predigst, ablehnt.

    Lerne Du erstmal, dass der Koran eine Abstufung vornimmt, zwischen den Anhängern einer Buchreligion und Menschen, die nicht an Gott glauben.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #22 springen »
#33 Timm JohanneAnonym
  • 18.03.2013, 23:41h
  • Antwort auf #31 von fink
  • @fink
    "es ist schon oft ziemlich ekelhaft, wer einem plötzlich alles auf die schulter klopft, wenn man mal etwas am islam kritisiert."

    --> Das mag wohl stimmen, dass da dann auch Leute zustimmen, mit denen man nichts zu schaffen haben will.

    ABER das bedeutet noch lange nicht, dass die Islamkritik falsch ist - gannz im Gegenteil.

    Und daher bin ich auch immer sehr dafür, Koranzitate auch hier aufzuschreiben, weil die meisten Deutschen den Koran nicht gelesen haben ("ich aber habe das gemacht und kann jedem nur einmal empfehlen den Koran zu lesen, damit er dort liest, was da alles an Mist drinsteht").

    Nur ein weiteres kleines Beispiel aus dem Koran:

    Sure 2 (Die Kuh): "Wahrlich, diejenigen, die ungläubig sind, und in ihrem Unglauben sterben, auf denen lastet der Fluch Allahs und der Engel und der Menschen insgesamt".
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#34 finkAnonym
  • 19.03.2013, 00:17h
  • Antwort auf #33 von Timm Johanne
  • ich finde es auch nicht per se verkehrt, auf die teils schrecklichen zumutungen hinzuweisen, die im koran stehen. aber noch einmal: gleiches könnte man mit der bibel tun. es fiele mir nicht schwer, mit ein paar zusammengestoppelten zitaten zu begründen, dass jeder wahre christ frauen unterdrücken und schwule steinigen müsste.

    der unterschied: eklige bibelzitate würden manche leser_innen genauso verdutzen, aber die meisten leute wissen, dass nicht alle christen alles gut finden und buchstäblich befolgen, was in der bibel steht. aber wissen alle, dass das für die meisten muslime auch gilt? oder greift hier das vorurteil, alle strömungen des islam seien fundamentalistisch und alle muslime nähmen alles wörtlich, was im koran steht?

    islamkritik muss deshalb m.e. immer möglichst differenziert stattfinden. wo muslime tatsächlich die haarsträubenden texte ihrer bücher zur rechtfertigung von menschenfeindlicher politik verwenden: bitte heftig (verbal und juristisch) draufhauen!

    aber bitte nicht allen muslimen ein fundamentalistisches religionsverständnis unterstellen. wie viele christen kennen viele muslime ihre heiligen schriften gar nicht. kritisieren wir bitte konkrete, gelebte religionsauffassungen, nicht (nur) die texte.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #33 springen »
#35 Capital GlobalAnonym
  • 19.03.2013, 00:22h
  • Antwort auf #27 von fink
  • "in fast JEDER kultur ist es heute möglich, die vorzüge von menschenrechten, demokratie, pluralismus, gleichberechtigung usw. zu sehen.
    ...
    diejenigen (sub-)kulturen aber, die heute noch demokratische ideale ablehnen, tun das BEWUSSTER als je zuvor."

    Es drängt sich die Frage auf: Wer lehnt was bewusst ab und in wessen Interesse? Wessen Sein erlaubt wem ein bewusstes Ablehnen / Auswählen?

    WELTBANK:

    Rund die Hälfte der Menschheit, mehr als drei Milliarden Menschen, leben von weniger als 2,50 US-Dollar am Tag.

    www.globalissues.org/article/26/poverty-facts-and-stats
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#36 daVinci6667
  • 19.03.2013, 00:34h
  • Antwort auf #33 von Timm Johanne

  • Du hast recht! Islamkritik ist nötig!

    Religionskritik allgemein aber auch.

    Wer mir abwechselnd auf die Schulter klopfen will ist auch klar, die halte ich aber nicht hin. Trotzdem, den Mund verbieten lasse ich mir von niemanden.

    Ich weiss auch, wer mir im nächsten Moment, weil ich schwul bin, nach dem Schulterklopfen, gerne den Dolch in den Rücken schieben will: Nazis, Moslems, Christen, Hindus etc. Und auch deine CDUCSUFDP!

    Irgendwelche Passagen wahlweise aus dem einen oder anderen Buch, die mir aufzeigen sollen wer besonders abartig ist, verstärken nur die massive Ablehnung ALLER Religionen, Timm.

    Das Lesen des Korans, der Bibel, des Talmud und aller anderen bescheuerten unheiligen Bücher brauche ich mir nicht anzutun. Dazu bin ich nicht masochistisch genug.

    Dann schon lieber nen Porno. Und das meine ich jetzt ganz im ernst! Denn das schadet weniger und ist erregender.
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#37 Thorsten1Profil
#39 TheDadProfil
  • 19.03.2013, 11:20hHannover
  • Antwort auf #32 von Timm Johannes
  • ""und ob ich ihn gelesen habe und an der Universität in Seminaren behandelt habe.""..

    Ach ?
    Also doch ein Theologie Studium.
    DAS erklärt einiges..

    ""Hast du ihn gelesen (?)""..

    Hab ich.. Vor 30 Jahren.. Zusammen mit der evangelischen und katholischen Bibel, etlichen Abhandlungen über den Hindhuismus und Buddhismus..
    Aber das schrieb ich ebenso in dem Post mit meiner Vita..
    Mann sollte Post´s nicht selektiv lesen, und schon gar nicht meine, denn meine Sätze sind wohl formuliert, und nicht frei interpretierbar durch Menschen wie Dich !

    Ausgetreten aus beiden Kirchen bin ich nicht aus Angst, und habe dann ein Phobie entwickelt gegen das Christentum..
    (In sich totaler Qautsch, den eine Phobie ist eine Angst)

    Ich habe einen HASS auf die AMTSKIRCHEN die in ihrer Bigotterie von Liebe predigen, Lügen erzählen, und den Menschen die anders sind, mit Verachtung begegnen..

    Es ist aber nicht der Weg von Christus jemandem mit Verachtung zu begegnen, und auch nicht der Weg Mohammed´s..

    Was Du nicht kapierst :
    Die Sprüche in der Bibel und im Koran decken sich Eins zu Eins in ihrer Haltung zu den Heiden und den Atheisten, und das wollen Menschen wie Du nicht wahrhaben..

    Das muß aber so sein, denn sonst hat das Buch Bibel und das Buch Koran über die Menschen keine Macht, denn nur der Glaube an die Worte verspricht die Heilung von den Sünden, die Du als fehlbarer Mensch begehst, und zwar automatisch..

    Denn das ist die Grundidee hinter dem Theismus, zumal dem Monotheistischen Religionen :

    Der fehlbare Mensch braucht eine Betriebsanleitung, eine Gebrauchsanweisung, damit er richtig und fehlerfrei funktioniert..

    Das blöde an den meisten Gebrauchsanweisungen :
    Sie sind in einem eigenem Kauderwelsch verfasst, unbrauchbar, und überflüssig..

    Die Kirche sagte zu den Menschen :
    Wir haben euch einen Glauben gegeben, nachdem sie den Judismus "weiterentwickelt" haben..

    Mohammed sagte zu dem Menschen :
    Ich schenke euch ein Buch in dem ich den Glauben weiterentwickelt habe..

    Deine Seminare waren offenbar nicht so gut, denn Du scheinst im Koran nur auf die Stellen aufmerksam geworden zu sein, die Dir nun hilfreich zur Seite stehen um das Buch zu verdammen..

    Les die Bibel mit dem GLEICHEM VORURTEIL im Kopf, und Du wirst zum gleichem Ergebnis gelangen..

    Hör auf anderen zu unterstellen, sie würden Deinen Glauben bekämpfen..

    Meine Ablehnung richtet sich gegen die Amtskirche und deren Vormachtstellung im Staat, die sie einnimmt, und die ihr nicht zusteht, richtet sich gegen Indoktrination und Mission, gegen die Beeinflußung der Sprache, gegen die Behauptung sich im Besitz der einzigen wirklichen richtigen Wahrheit zu befinden, was alle Religionen in einem gemeinsamen Irrglauben eint..

    Religionen und Kirchen haben nicht das Recht anderen Menschen vorzuschreiben wie sie zu Leben haben, sie dürfen keinen Einfuß auf die allgemeine Gesetzgebung haben, und sie dürfen die Freiheitsrechte nicht einschränken, nicht begrenzen, und nicht bestimmen..

    Religionen dürfen Religionen sein, Gläubige dürfen Gläubige sein, mehr nicht..

    Sie sind als Minderheiten Teile der Gesellschaften in denen sie Leben..

    Aber ganz gewiss nicht der dominierende Teil..
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#40 TheDadProfil
  • 19.03.2013, 12:06hHannover
  • ""kritisieren wir bitte konkrete, gelebte religionsauffassungen, nicht (nur) die texte.""..

    Eben..
    Weiter oben habe ich bereits erwähnt, Religionsgeschichtlich befindet sich der Islam im 13. Jahrhundert, kurz vor der Aufklärung..

    Ein gläubiger Muslim (btw : was ist denn dann ein ungläubiger Muslim, ein ungläubiger Katholik, wenn das immer als Anti-Paradox betont werden muß ?) liest den Koran nur im arabischem Original, weil nur das nach ihrer Auffassung der wahre Koran ist..

    Das eint und trennt sie mit der Katholischen Kirche in Rom, die die Bibel nur auf Latein nutzt..
    Bis zum 2. vatikanischen Konzil 1962 - 65 wurde in allen Katholischen Kirchen weltweit die Lithurgie auf Latein abgehalten, und viele Katholiken wünschen sich auch Heute noch Gottesdienste auf Latein..

    Das eint sie mit den Muslimen, die ihre Koran-Texte auf arabisch lesen, und wo in den Moscheen in arabisch gepredigt wird..

    Es trennt sie aber eben auch, denn im Gegensatz zum Koran, ist Latein nicht der Urtext der Bibel, und hat mit Sicherheit durch die Übersetzung/en bereits "gelitten"..

    Leute wie T.J. argumentieren da meiner Meinung nach in´s Leere hinein, denn im Grunde genommen handelt die RKK als "Ur-Kirche" nicht anders, als viele muslimische Strömungen, (insoweit sind die Muslime da auch eigentlich eher mit den Evangelen in ihrer Zersplitterung vergleichbar), wenn sie bemängeln, das ein Muslim in der Türkei z.B. nicht aus seiner Glaubensgemeinschaft austreten könne, um die Restriktion des Glaubens darzustellen..

    In Spanien kann ein Katholik auch nicht austreten..
    Hier in Deutschland hattte die RKK bis zum 2.vatikanischen Konzil einen "Absolutheitsanspruch" an der Staat, und NEGIERTE die im GG garantierte Glaubensfreiheit..
    Evangelen waren für sie keine gläubigen Christen..

    Wer als Evangele einen Katholiken heiratete, mußte entweder übertreten, oder wenigstens in einer Art EID geloben, die Kinder katholisch zu erziehen, sonst wurde die Kirchliche Trauung verweigert..

    Ähnliche Beispiele lassen sich für alle Glaubensgemeinschaften finden..

    Was mir aber besonders an einer bislang hier geäußerten Islamkritik missfällt,, der ich mich, was die Kritik an der "Amtskirche" Islam betrifft gerne anschließe, ist die Verwendung des Begriffes "Islamist" für die Gläubigen allgemein..

    Es ist mehr als beleidigend, würde Mann allen Irischen Katholiken unterstellen, sie seien Mitglied der IRA..

    Muslime sind Muslime..
    Islamisten sind Terroristen..

    Wer da keinen Unterschied macht, so wie T.J. oben, der handelt unlauter in seiner Kritik..

    Mann könnte ebenso wie T.J. aus dem Koran etliche Beispiele aus der Bibel zitieren, und zwar aus ALLEN Übersetzungen, um die "Brutalität" der Religion zu beweisen..

    Das halte ich aber nicht für Zielführend, denn hier im Forum muß Mann die wenigsten davon überzeugen das alle schriftlichen Zeugnisse aller Religionen mit Vorsicht zu behandeln sind, und alle keine absolute Wahrheit enthalten..

    Das ist aber T.J.´s Ziel gewesen, und davon zeugt sein Post..
    Die Kritik am Islam bezog Stellung gegen die Atheisten, und sollte somit nur ein weiteres mal Reklame für seine eigene Sekte machen..

    Mehr aber auch nicht..
    Und das ist mir persönlich für eine "Verbrüderung im Geiste" viel zu wenig, um ihm da unwidersprochen beizupflichten..
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#41 finkAnonym
#42 Timm JohannesAnonym
  • 19.03.2013, 13:27h
  • Antwort auf #34 von fink
  • @fink
    "ich finde es auch nicht per se verkehrt, auf die teils schrecklichen zumutungen hinzuweisen, die im koran stehen. aber noch einmal: gleiches könnte man mit der bibel tun. es fiele mir nicht schwer, mit ein paar zusammengestoppelten zitaten zu begründen, dass jeder wahre christ frauen unterdrücken und schwule steinigen müsste."

    --> Das ist wohl wahr, fink. Auch in der Bibel stehen Textstellen, die alles andere als schmeichelhaft für das Christentum sind.
    NUR im Unterschied zum Islam hat das Christentum seit der Aufklärung im 18. Jahrhundert und den Auseinandersetzungen mit der Französischen Revolution und dem Humanismus sich stark verändert.

    Heute beispielsweise gilt in den landeskirchlich geprägten Theologiestudien die historisch-kritische Bibelauslegungsmethode als Standard der Lehrausbildung für lutherische/unierte Studenten, die evangelische Theologie an den Schulen unterrichten wollen oder die Pastor werden. Ich hoffe sehr für deine Theologiekenntnisse, dass du weißt, was die HISTORISCH-KRITISCHE BIBELAUSLEGUNG ist.

    Diese Entwicklungsprozesse, die die christlichen Kirchen in den letzten 200 Jahren durchlaufen haben, und in unterschiedlichem Maße umgesetzt wurden, haben das Christentum verändert. Während die Kirchen der Reformation dort viel schneller lernten und Gedanken der Aufklärung und Menschenrechte aufnahmen bzw. selbst formulierten, hat die Katholische Kirche hier größere Probleme gehabt (siehe Antimodernisteneid zu Beginn des 20. Jhd., der später wieder aufgehoben wurde).

    Diese positiven Veränderungen und Durchmischungen des Christentums in bezug auf Menschenrechte und Aufklärung erfolgten in den letzten 200 Jahren in Europa und Nordamerika (siehe beispielsweise die Verfassungserarbeitung in den USA).

    Aufklärung, Entwicklung der Menschenrechte und Veränderungen im Christentum erfoglten aber nicht im Islamischen Kulturkreis in den letzten 200 Jahren, denn dort in diesen Regionen waren bis in die 1950/1960er nur abhängige Kolonialgebiete und ein Zugang der islamischen Menschen zu Bildung war dort überhaupt nicht vorhanden. Aufklärung und Menschenrechte sind historisch in Europa/Noramerika entwickelt worden.

    Erst nach und nach gelingt es in den letzten 30 Jahren erst (!) die islamischen Kulturbereiche (Nordafrika, Naher Osten, Indonesien) zumindest mit diesen Inhalten zu konfrontieren (beispielsweise mit der Gleichheit der Frau).

    Leider aber ist es so, dass nur mit viel Mühe und Not, wie aktuell bei der Erklärung in der UNO, die moslemisch geprägten Staaten zu überzeugen; das aber sind dann oftmals "nur" Diplomaten die dort zustimmen und eine kleine Elite in ihren Ländern bilden

    Das HEUTIGE Problem aber ist, dass in den islamischen Lehranstalten, Koranschulen und islamischen Universitäten in Ägypten, in Saudi-Arabien, im Iran, in Indonesien sehr, sehr rechtskonservative Lehrinhalte gepredigt und vermittelt werden und da empfehle ich Dir einmal: beschäftige dich damit, was in Mekka und Medina wahabitische Lehrinstitute lehren. Reformer in den Reihen des Saud-Königshauses und einiger dortiger Diplomaten möchten sich auf keinen Fall mit den wahabitischen Eiferern in Mekka und in Medina anlegen.

    Was Du fink einfach übersiehst, dass der Islam nunmal nicht 200 Jahre Aufklärung/Humanismus/Menschenrechte "hinter sich hat", sondern erst seit einigen wenigen Jahrzehnten mit diesen Themen konfrontiert wird.

    UND was du vergisst, ist die Tatsache, dass der Islam heute massiv politisch aufgeladen ist und in eine Abwehrreaktion zum "Westen" sich versteht ("Clash of Civilizations"). Beschäftige Dich mit dem Thema "Kampf der Kulturen" von Huntington:

    commons.wikimedia.org/wiki/File:Clash_of_Civilizations_map.p
    ng


    de.wikipedia.org/wiki/Kampf_der_Kulturen
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#43 Timm JohannesAnonym
  • 19.03.2013, 13:35h
  • Antwort auf #37 von Thorsten1
  • @Thorsten1
    "Können mir diejenigen, die mir für meinen Beitrag vom 17.03.2013 rote Punkte gegeben haben, einmal sagen, in welchem islamischen Land Schwule willkommen sind?"

    Da hast du Recht mit dieser Frage: es gibt kein islamisch dominiertes Land, wo homosexuelle Paare willkommen sind, geschweige denn ein Lebenspartnerschaftsinstitut oder eine gleichgeschlechtliche Ehe eingehen können.

    Eheöffnungen bzw. Lebenspartnerschaftsinstitute am Standesamt gibt es nur in den christlich/atheistischen Kulturkreisen der Welt.

    Innerhalb der islamisch geprägten Staaten sind am ehesten noch Albanien, Tunesien und die Türkei Staaten, wo es sich für homosexuelle Menschen einigermaßen leben läßt. Im Iran, in Jemen, In Mauretanien, im Sudan oder in Somalia hingegen wartet sogar die Todesstrafe auf homosexuelle Paare.
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#44 finkAnonym
  • 19.03.2013, 14:19h
  • Antwort auf #42 von Timm Johannes
  • du bist nicht der einzige, der sich mit dem thema islam auseinandergesetzt hat. ich z.b. habe diesen quatsch auch studiert. deine oberlehrerhafte attitüde darfst du daher gerne ein wenig herunterfahren.

    worin ich mit dir einig bin: wenn wir das aktuelle christentum und den aktuellen islam nebeneinanderstellen, dann finden wir statistisch gesehen im christentum einen wesentlich größeren einfluss von aufklärung und moderne.

    für mich ist es aber wichtig, festzustellen, dass es hier um statistische, nicht um fundamentale unterschiede geht.

    was ich nicht teile, ist dein versuch, aufklärung und moderne als dem christentum gleichsam als auf natürliche weise wesensnah und dem islam als wesensfremd darzustellen. es gab im islam schon sehr früh ansätze zur historisch-kritischen korandeutung, und im islam wurden wissenschaft und religion schon miteinander versöhnt, als die kirche noch jede wissenschaft als ketzerei brandmarkte.

    man muss natürlich sagen, dass diese zeiten vorbei sind. ich erwähne das, um festzustellen, dass es keine "wesensart des islam an sich" ist, die zu der heutigen situation geführt hat, sondern historisch-politische entwicklungen.

    andererseits ist keineswegs das gesamte christentum (einschließlich des protestantismus) heute wirklich aufgeklärt.

    huntingtons these vom "clash of civilisations" ist mir natürlich bekannt. die kritik an dieser these, vor allem wegen ihrer politischen brisanz, aber ebenso. dass diese these von zwei einander diametral gegenüberstehenden "kulturkreisen" heute zu einer selbsterfüllenden prophezeiung wird, können wir gerade sehr schmerzlich beobachten. schwarz-weiß-argumentationen tragen zu diesem prozess, der dem frieden in der welt sicherlich nicht dient, leider bei. der clash of civilisations findet meines erachtens vor allem wegen der leute statt, die ihn herbeireden. eine WIRKLICHE trennung in "westen" und "islam" gibt es nämlich nicht.

    aber ich will fair bleiben: in deinem beitrag finde ich einige differenzierungen, die früher in dieser form von dir nicht zu lesen gewesen wären. das finde ich erfreulich.
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#45 TheDadProfil
  • 19.03.2013, 14:30hHannover
  • Antwort auf #42 von Timm Johannes
  • Boah....

    SATZBAUSTEINE..

    Vier mal die Variation "der letzten 200 Jahre"..

    Aber der Hammer ist "mit der Französischen Revolution und dem Humanismus sich stark verändert."..

    Fangen wir vorne an :

    Reformation setzte im 15.Jahrhundert mit Johann Hus ein, 1415 geboren, und damit rund 70 Jahre vor Luther..
    Der übersetzte die Bibel und verschaffte unter mithilfe des Buchdruckes des Johann Gensfleisch den Menschen WISSEN..

    Also schon einmal 300 Jahre VOR Deiner Wahrnehmung..

    Humanismus..
    Da meinst Du offensichtlich den Renaissance-Humanismus, der auf dem Fundament der alten humanistischen Schule, geprägt durch den Rückgriff auf das antike Ideal einer ethisch-kulturellen Höchstentfaltung der menschlichen Kräfte, im 15. und 16 Jahrhundert dazu führte, das sich die Bildungsbürger, die durch Gensfleisch und Luther Wissen angesammelt hatten, sich ein vom Mittelalter und der Scholastik abwendendes geistiges Klima ermöglichten..

    Ups..wieder weit vor Deiner Annahme..

    ""HISTORISCH-KRITISCHE BIBELAUSLEGUNG""..

    Nun ja..
    Das es wenigstens ebenso viele islamische Strömungen gibt, die eine ebenso "Historisch-kritische-Koranauslegung" praktizieren, wie es die Evangelen mit der Bibel machen, ignorierst und negierst Du..

    ""die evangelische Theologie an den Schulen unterrichten wollen""..

    DAS IST EUER PROBLEM..

    Ihr WOLLT einseitig Kinder indoktrinieren..

    Wenn schon Religionsunterricht in Schulen, den ich persönlich ablehne, dann doch wohl ALLGEMEINEN Religionsunterricht, und nicht "landestypisch", mal evangelisch, mal katholisch dominiert indoktrinativ..

    Warum dürfen junge Menschen in der Schule nichts über den Koran, den Buddhismus oder den Hindhuismus, nichts über den Judaismus oder verschiedene ZEN-Richtungen erfahren ?

    Weil sie dann ihre Vorurteile verlieren..

    Und weil IHR WOLLT das hier NUR Christen herangezogen werden..

    Das ist mehr als vergleichbar mit den Komm-Intern-Schulungen in Moskau, oder den NAPOLA´s im Dritten Reich !

    Und allein deshalb ist es schon abzulehnen..

    Es ist aber auch abzulehnen, weil wir jede Menge Migranten in den Schulen haben, deren Religion im Unterricht zu negieren gegen die Religionsfreiheit des GG verstößt..

    Religionsfreiheit nach dem GG wurde Dir nun schon mehrfach erklärt..

    Die bedeutet auch das ein Christ gegenüber dem Islam Toleranz zeigen muß..

    Diese Toleranz gegenüber anderen vermisse ich bei Dir komplett..

    Was Du als "Lernprozess" der Kirchen wahnimmst, ist nichts weiter als Anpassung an veränderte Gesetze und gesellschaftliche Vorstellungen..
    Die Rhetorik der Kirchen, insbesondere der RKK hat sich da sehr wenig geändert, wenn es um diese "verlorenen Rechte" geht..

    Die Säkularisation wird immer noch als Enteignung wahrgenommen, obwohl jeder weiß, wie die Kirchen zu den Besitztümern gekommen ist, und die Entschädigungen die Verluste mehr als überkompensierten..

    ""dass der Islam nunmal nicht 200 Jahre Aufklärung/Humanismus/Menschenrechte "hinter sich hat", sondern erst seit einigen wenigen Jahrzehnten mit diesen Themen konfrontiert wird.""..

    RICHTIG..

    Aber was Du und so viele selbsternannte Kritiker nicht wahr haben wollen :
    Der Islam hatte 700 Jahre weniger Zeit als die Kirchen, und befindet sich mitten in diesem Prozess, deren Ende ihr nicht abwarten wollt..

    Ihr wollt den Islam mit einem Fingerschnipp auf die Stufe der Kirchen beamen..

    Und ich sage Dir :
    Wünsch Dir das lieber nicht, denn dann wäre der Zulauf zum Islam Zehn mal höher, als zu den christlichen Kirchen..

    Islam-Kritik geht völlig in Ordnung..

    Aber nicht ohne die gleiche Kritik in gleichem Maße auch an allen anderen Religionen zu üben..
    Auch an der eigenen Herr T.J.

    Und dazu bist Du in keiner Weise befähigt..
    Und so lange das so ist, kommt jede Kritik von Dir am Islam als Phobie rüber..

    Daran kann Mann arbeiten..
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#46 finkAnonym
  • 19.03.2013, 14:44h
  • Antwort auf #39 von TheDad
  • >"Hör auf anderen zu unterstellen, sie würden Deinen Glauben bekämpfen.. Meine Ablehnung richtet sich gegen die Amtskirche und deren Vormachtstellung im Staat"

    das ist auch, was mich vor allem stört. aber warum nicht auch den glauben an sich kritisieren? ich halte sämtliche wesentlichen glaubensinhalte des christentums für absurd, unlogisch und philosophisch unredlich. sollte ich die nicht kritisieren? die floskel, glaube sei eine furchtbar intime und wichtige privatangelegenheit und deswegen vor jeglichem kritischen zugriff durch andere geschützt, die unterschreibe ich nicht.

    deswegen fände ich es sogar wünschenswert, wenn der neue papst mehr die glaubensinhalte auf die agenda stellen würde als politik und ethik. ich fände es gut, wenn mal öffentlich diskutiert würde, worum es bei dieser religion eigentlich geht. ich bin mir nämlich sicher, dass viele vermeintlich "gläubige", wenn man sie mal zum nachdenken zwänge, feststellen würden, dass sie die zentralen lehren des christentums überhaupt nicht teilen.

    und es wäre auch ein beitrag zur gesellschaftspolitischen ehrlichkeit, wenn die kirchen ihren status als folkloristische wellnessgruppe mit häkelkreis und jugendzentrum verlören und wieder offen als das aufträten, was sie mal waren: als vertreter übersinnlicher wesen und bizarrer geister-lehren.

    wollen doch mal sehen, wer das wirklich braucht...
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#47 stromboliProfil
  • 19.03.2013, 15:06hberlin
  • Antwort auf #42 von Timm Johannes
  • die von dir großzügig eingeräumten rückzieher deiner sekte und die der rkk ( selbstredend von uns unter verschiedenen gesichtspunkten beurteilt!) vor dem hintergrund von franz. revolution& aufklärung sind so nicht 200 jahre glückhafte abwesnenheit der christlichen religion in unseren breiten..
    Inhaltlich in deinem sinne bewegt ihr euren feisten hintern erst mit anfang des 20 jahrhunderts! Geschuldet den beiden weltkriegen mit ihrer ebenso zerstörenden gewalt moralischer werte, bis hin nun in di e50 ziger; hier, wo es kein umkehren mehr auch für pfaffen gab angesichts sexueller öffentlichkeitsarbeit ( kinsey-master,sonntag, danneker, sigusch u.andere mehr..!) und einer sich von bevormundung seitens eltern, kirchen und staat befreienden jugend!
    Also bewegung erst seit 50 jahren im euro-angelsächsichen raum...

    Da du spätgeborener bist, kannst du dir keine vorstellung davon machen was es für die damals betroffenen bedeutete, teil dieser zeit, dieses aufbruchs zu sein!
    Da war selbst johannes XVIII ein zeichen des sich bewegens der trägen masse religionsabhängiger, die zuvor erfolgreich jegliches bewegen verhindert oder in blut und angst verwandelte.

    Immer beim blick auf deine spezielle sekte nicht vergessen: die haben auch erst ab den end60 zigern sich geöffnet für einen "demokratischen dialog" innerhalb ihrer strukturen.., vorher war sie ebenso autokratisch wie ihr anspruch in predigt unmittelbar religiösen einfluss auf die gesamtgesellschaft nehmen zu wollen.

    In eurem konkurenten urtrieb hangelt ihr euch in begriffen demokratischen verständnisses von einer religionsline zur andern.. immer mit blick drauf, den andern sekten ihre rückständigkeit vorzuwerfen, die ihr behauptet abgelegt zu haben..
    Den beweis eines entgültigen verzichtes aber seid auch ihr nicht in der lage zu erbringen...

    Sicher, der politische islam ist unerträglich!
    Aber warum nicht die ganze unerträglichkeit der religion/en ins blickfeld nehmen?!
    Was soll an einem "liberalen" missionsauftrag besser sein als am radikalen?
    Fehlende baukräne, scheiterhaufen..
    Letzendlich läes auf eine behauptung hinaus die ihr in die welt setzt ohne hierfür den gültigen beweis zu erbringen.
    Und damit mein ich gar nicht die "gottesfrage", sondern die behauptung, mit glaube glücklicher werden zu können!

    In liberalen islamischen kreisen wird wie in deiner schwestersekte rkk der nichtpraktizierten homosexualität lobendes zugesprochen.. erst die umsetzung ins sexuelle, wird in dieser christlichen klitsche immer noch zum problem. Da loben wir die protestanten, die haben diesen kampf längst verloren in den 70zigern und 80zigern dank einer agressiven bewegung, die sich nicht von schnickschnack bürgerlicher demut blenden lies.
    Das gilt insbesondere einer damals zu recht sich feministisch nennenden frauenbewegung, die die patriarchalisch-autoritären strukturen innerhalb der protestanten aufmischten.
    Wiede etwas, was von aussen kommt, nicht von innen heraus sich entwickelte!
    Auch dass ein immerwährendes problem in religiösen sekten: die veränderung beginnt aussen, wird dann innen aufgenommen und ... verwässert!

    Glaubst du, das im vatikanstaat offen schwule willkommen sind ? Und können wir sicher sein in jedem pfarrbezirk lutheranner gottesanbeter wir mit gleichem enthusiasmus empfangen werden, wenn schwul und religionsskepsis offen vorgetragen werden.

    Dabei kommen wir hinter ein weiteres "geheimnis der abwehr durch die religiösen": sie vermuten ( gott sei dank mit recht!), dass schwule aufgrund ihre erfahrenen ausgrenzung speziell in der religion, religions unfreundlich sind.
    Gefordert ist deshalb ein paket der "verbindlichkeiten" in die wir eingewickelt werden...besonderheit der partnerschaft etc.. du weißt ja selbst, wovon ich schreibe!
    Dahinter steht die begründete angst religöser, dass wenn sie den druck auf nichtgläubige vermindern , es zu einer erosion-auflösung in den eigenen, morschen reihen kommt.

    Die behauptung von dir, teil der humanistisch-philosophischen entwicklung zu sein ist vermessen-anmaßend!
    Humanismuss musste speziell den christlichen sekten im laufe ihre geschichte ständig und unter opfern abgerungen werden.
    Da hilft auch keine "historisch-kritische Bibelauslegungsmetho de als Standard der Lehrausbildung für lutherische/unierte Studenten"..
    Euer "stillhalten" heute ist erzwungen, weil euch die moralische autorität die die bibel belegen soll , längst abhanden gekommen ist. Auch die übliche vereinnahmung fremden "eigentums" wie humanismus ist hier nur teil eurer strategien, um einen christlich definierten denkabsolutismus durchzupauken.

    Und da schließt sich der kreis der verfehlten, unterlassenen entwicklungen, den du so brüderlich deinen schwesterreligionen rkk und islam vorwirfst; ihr seid inhaltlich gar nicht so weit voneinander entfernt, dass ihr immer wieder den schulterschluss sucht. Besonders dann, wenn eure interessen-privilegien in gefahr sind. So seit ihr vom inhalt gelebten humanismus so weit entfernt wie vor 200 jahren, als man anfing, euch auf eure machtgierigen finger zu klopfen...
    es zeigt sich; ohne wirklichen gewinn.. ! Ein schritt vor, zwei zurück.. der ewig währende auseinandersetzungskonflikt mit religion/en.

    Aber man hat euch die streichölzer genommen, mit denen ihr eure scheiterhaufen zündelten
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#48 Timm JohannesAnonym
  • 19.03.2013, 15:12h
  • Antwort auf #44 von fink
  • @fink
    aber ich will fair bleiben: in deinem beitrag finde ich einige differenzierungen, die früher in dieser form von dir nicht zu lesen gewesen wären. das finde ich erfreulich.

    --> Das ist nich wahr, das habe ich immer schon hier geschrieben und vertreten; nur es wird hier von anderen Forenlesern nicht gelesen und erst recht nicht wahrgenommen.

    Das ich hier Koranzitate wörtlich schreibe und zitiere, hat damit zu schaffen, dass die meisten Deutschen und sicherlich auch die meisten Forenleser den Koran nie gelesen haben und es ist nunmal erforderlich, dass auch einmal klar auch gesagt wird, was an "Mist" auch im Koran drinsteht.

    Bei der Bibel hat die LGBT Bewegung seit Jahrzehnten den Römerbrief an besagter Stelle verrissen und Bibelkritik betrieben und das war auch gut und richtig so.

    ABER bei der Zitierung des Korans soll es mir und anderen LGBT-Aktivisten auf einmal verboten sein, dass ich darauf hinweise, was da im Koran an Mist zur Gleichstellund der Frau, usw. drinsteht. Nee da mache ich natürlich nicht mit und zeige gerne klar auf, dass Korankritik sehr, sehr wichtig ist.

    Das Argument "man bekomme dann Lob von den Rechten" zieht nicht, fink. Korankritik und Islamkritik muss unbedingt sein und ist wichtig, damit klar wird, was dort an bedenklichen Inhalten in Mekka, in Medina, in Kerbela und in Isfahan gelehrt wird.

    Und es ist auch wichtig, damit Atheisten wie alexander, stromboli und sanscapote mit ihrer atheistischen und teilweise kommunistischen Ideologie "der Zahn gezogen" wird, dass der Islam ihr willkommener Freund ist, der Ihnen bei ihrer Christentumsattacke helfen wird. Das Gegenteil ist der Fall, denn gerade der Koran verurteilt Atheisten noch viel, viel schärfer als die Bibel ("und wer dies nicht weiß, der kennt nunmal die Abstufungen zwischen Anhängern der Buchreligion und Nichtgläubigen nicht, die Mohammed im Koran sehr drastisch formuliert hat").

    ---------

    Was Huntington angeht: ich finde er hat in seinen Aussagen größtenteils vollkommen zutreffend die Lage auf der Welt analysiert.
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#49 finkAnonym
  • 19.03.2013, 15:24h
  • Antwort auf #48 von Timm Johannes
  • >"damit Atheisten wie alexander, stromboli und sanscapote mit ihrer atheistischen und teilweise kommunistischen Ideologie "der Zahn gezogen" wird, dass der Islam ihr willkommener Freund ist, der Ihnen bei ihrer Christentumsattacke helfen wird"

    und schon haben wir den boden der realität wieder verlassen... schade, ich dachte, es hätte sich vielleicht was geändert.
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#51 Timm JohannesAnonym
  • 19.03.2013, 15:52h
  • Antwort auf #49 von fink
  • "damit Atheisten wie alexander, stromboli und sanscapote mit ihrer atheistischen und teilweise kommunistischen Ideologie "der Zahn gezogen" wird, dass der Islam ihr willkommener Freund ist, der Ihnen bei ihrer Christentumsattacke helfen wird" und schon haben wir den boden der realität wieder verlassen... schade, ich dachte, es hätte sich vielleicht was geändert.

    ---> Da ich in meinen Haltungen sehr gefestigt bin, wird sich nichts verändern, fink. Ich bin mir sehr sicher, dass meine Haltung stimmt.

    Und mögen die Atheistentruppen um alexander, sanscapote, stromboli und TheDad hier noch so sehr polemisieren und mit Unterstellungen arbeiten, so bin ich gern bereit, Ihnen den "Boden unter den Füßen " argumentativ zu entziehen, das habe ich schliesslich ausreichend in meinem Studium gelernt.
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#52 finkAnonym
  • 19.03.2013, 17:57h
  • Antwort auf #51 von Timm Johannes
  • mir ging es hier um deine idee, irgendwer würde "den islam als freund" sehen. nirgendwo ist hier irgendetwas zu lesen, was diese idee rechtfertigt. eher im gegenteil. ohne solche abwegigen seitenhiebe würdest du deinen sonstigen argumenten mehr glaubwürdigkeit verleihen.

    es hilft auch nicht viel, dauernd auf deine akademische erfahrung zu verweisen. wir anderen könnten da auch einiges anführen, aber wen interessiert das? die glaubwürdigkeit hier im forum wird an dem gemessen, was wir hier schreiben und wie wir mit den argumenten der anderen umgehen.

    tu uns und dir selber den gefallen und bleib auf der ebene dessen, worum es hier wirklich geht.
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#53 antosProfil
  • 19.03.2013, 22:42hBonn
  • Antwort auf #46 von fink
  • "die floskel, glaube sei eine furchtbar intime und wichtige privatangelegenheit und deswegen vor jeglichem kritischen zugriff durch andere geschützt, die unterschreibe ich nicht."

    Na, da unterschreibe ich doch mit nicht. Mitnichten ist der 'Glaube', über den wie hier reden, eine intime Angelegenheit - heute nicht und auch nie gewesen [nicht einmal in der post-romantischen Religion der 'Großen Kunst', diesem säkularisierten Katholizismus für den fleißigen profitorientierten Bürger, der sich auch mal Muße und Tiefe verdient zu haben glaubte]. Der Glaube, über den wir hier diskutieren, ist und war immer ein soziales Phänomen, ein mit Macht verfestigtes System von Ämtern, Fragen, Antworten, Lebensregeln, Einschlüssen, Ausschlüssen, Ritualen und Festen, das eine Gruppe Gläubiger von Gruppen anderer Gläubiger und Andersgläubiger unterscheidet.

    "ich fände es gut, wenn mal öffentlich diskutiert würde, worum es bei dieser religion eigentlich geht. ich bin mir nämlich sicher, dass viele vermeintlich "gläubige", wenn man sie mal zum nachdenken zwänge, feststellen würden, dass sie die zentralen lehren des christentums überhaupt nicht teilen."

    Ich verwette meinen Arsch sowie on top eine wunderschöne Grafik [Eduardo Chillida, aaah!] darauf, dass die meisten Gläubigen die meisten Glaubensinhalte nicht teilen; ich bin mir sicher: je geschulter sie sind, je studierter, desto weniger 'glauben' sie. Ich denke nicht, dass es bei solchen Systemen um irgendwelche zentralen Lehren geht - es sind die sozialen Riten und das weitere Drumherum, was zählt. Glaube ist Ware - ein 'sinnlich übersinnliches Ding'.
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#54 TheDadProfil
  • 20.03.2013, 01:37hHannover
  • Antwort auf #48 von Timm Johannes
  • Wie hübsch das Du Isfahan nennst..

    An der dortigen medizinischen Fakultät wurden vor annähernd 1000 jahren schon hervorragende Ärzte, aber auch Chirurgen ausgebildet, als Mann diese In Europa noch Quacksalber und Bader und Dentisten nannte..

    Nach dem Selbstverständnis des Hippokratischen Eides weigerten sich dann die Ärzte bis weit in´s 18. Jahrhundert hinein, sich mit Badern und Chirurgen auf eine Stufe stellen zu lassen, da der Eid verlangt sich "des schneidens zu enthalten"..

    Muslimische Chirurgen führten zu diesem Zeitpunkt schon komplizierte Operationen am offenem Herzen und anderen Organen durch..

    Das ist nur ein Beispiel von dem was "fink" mit ""im islam wurden wissenschaft und religion schon miteinander versöhnt, als die kirche noch jede wissenschaft als ketzerei brandmarkte"" meinte, und die Kardinäle den Kienspan an die Scheite hielten..

    ""die meisten Forenleser den Koran nie gelesen haben""..

    Stimmt..
    Aber das gilt ebenso für die Bibel, und dort finden sich gleichlautende, und vor allem in der falschen Übersetzung auch gleichbedeutende Stellen die ebenso beweisen was für Mist dort steht..

    Wie gesagt..
    Islam-Kritik an sich ist ok..
    Koran-Kritik an sich ist ok..

    Aber nicht um auf Kosten eines kritisierten Koran die Bibel und die christliche Religion als Allheilmittel darzustellen , und Reklame für die anderen Sekten zu machen, wie Du es machst..

    Und auch nicht um, wie Du es oben gemacht hast, vermeintlich unwissenden Atheisten Angst vor einer drohenden islamisierung Europa´s einzujagen..
    Das zieht bei mir auch nicht..

    Es gibt nichts "in sich besseres" an irgendeiner Religion, nur weil Du der zufällig gerade angehörst..

    Das ist nicht nur unlauter, das IST islamophob und rassistisch..

    Und heul hier nicht rum, Dir würde hier einer etwas verbieten..

    Ich lasse Lügen und Unwahrheiten nur nicht unwidersprochen stehen..

    Auch für Dich gilt :
    Erhöhe Dich nicht, auf das Du nicht erniedrigt wirst..
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#55 TheDadProfil
  • 20.03.2013, 01:51hHannover
  • Zuerst einmal schaust Du in Deinem Wörterbüchlein rein, wenn Du eines hast, sonst kann Wikipedia da auch helfen, was Polemik heißt, und danach steckst Du dir den Satz wieder dort hinein, wo er Dir entschlüpft ist..

    Leute wie Du müssen da nämlich noch üben..

    Menschen den Boden argumentativ zu entziehen zeugt einzig davon, das Du deinem "Auftrag" als Christ nachkommst, Zeugnis von Deinem Glauben abzulegen..
    Eine "sehr verfestigte Haltung" hat nichts damit zu tun ob Mann damit auch richtig liegt..
    Missionsarbeit von Tapageurs bringen mich nur zum lächeln, das manchmal in "auslachen" ausartet..

    Das hat aber wenig bis nichts mit dem Austausch von Argumenten in einem Disput zu tun..

    Versuch nur, mich "nieder zu schreiben"..

    Das fordert mich nur heraus..
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#56 BookieAnonym
#57 alexander
#58 humanistAnonym
  • 21.03.2013, 11:46h
  • "Aufschlussreich: El Fekis Gespräch mit dem einflussreichen Scheich Ahmad, Imam einer großen Moschee in Damaskus. Er differenziert zwischen homosexueller Handlung, die haram (vom Islam verboten), und homosexueller Orientierung, die dagegen in Ordnung sei. Widersinnig? Aus westlicher Perspektive ganz bestimmt."

    Äh, wirklich?? Exakt so argumentiert die katholische Amtskirche (zB
    www.queer.de/detail.php?article_id=17205).


    Was wieder einmal zeigt, wie diese einzuschätzen ist: auf einer Stufe mit "gemäßigten Islamisten", d.h. in etwa als nicht (selbst) Gewalt ausübende religiöse Fundamentalisten.
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#59 stromboliProfil
  • 21.03.2013, 13:59hberlin
  • Antwort auf #51 von Timm Johannes
  • Karl Jaspers sagte: Der Absolutheitsanspruch der Kirche stehe "ständig auf dem Sprung, von neuem die Scheiterhaufen für Ketzer zu entflammen" (Der philosophische Glaube, 9. Auflage, München 1988, S. 73).
    ich denke das gilt auch für seine mitläufer und laienmissionare, wie du einer bist.

    Anatomie hat allerdings sicher nicht zum studium dazugehört...
    wie willst du jemanden intellektuell den boden unter den füssen wegziehen, wo du nicht oben und unten zu unterscheiden, intellektuell in der lage bist!
    Wie einen zahn ziehen wollen, wo dir das geistige rüstzeug hierzu fehlt, du nicht mal inhaltlich verstehst was du entfernen willst. .
    Dumme sprüche wie : .."dass der Islam ihr willkommener Freund ist, der Ihnen bei ihrer Christentumsattacke helfen wird"..
    Das deutet doch mehr auf ein christliches verefolgungstrauma hin, als auf faktenkenntnis und wahrheitliebe.

    Ich ab dich schon an anderer stelle einen dumm-dreisten lügner genannt, einen fakten und begriffsverdreher füg ich nun noch hinzu! Bei den zu vermutenden psychischen kriterien deiner missonserkrankung zur auswahl: " Ich bin mir sehr sicher, dass meine Haltung stimmt".. ;
    eine augenscheinliche selbstüberschätzung und realitätsverweigerung, die sich dann in sätzen wiederspiegelt: " .. "ich bin hier von vielen freunden umgeben, die meine meinung teilen"

    Bei soviel realitätsverlusst bleibt nur noch mitleid zu spenden...
    Aber du teilst natürlich das los aller glaubenden und "gläubigen: du musst das bereits gesagte wiederholen weil sonst das eigene ICH in sich zusammen bricht mangels eigenem unterbau .
    @ Antos hat das schön zusammengefasst: "Der Glaube, über den wir hier diskutieren, ist und war immer ein soziales Phänomen, ein mit Macht verfestigtes System von Ämtern, Fragen, Antworten, Lebensregeln, Einschlüssen, Ausschlüssen, Ritualen und Festen, das eine Gruppe Gläubiger von Gruppen anderer Gläubiger und Andersgläubiger unterscheidet"...

    summe all dessen, was abhängigkeit der abhängigen ausmacht...
    Wehe, das gebilde wankt an einer ecke.
    Deshalb die immer wieder kehrenden "beispiele" wie "islamfreundlichkeit", die belegen sollen, was nicht tatsache ist.

    In einem allerdings, auf mich persönlich bezogen hast du recht: dein geschwafelter glaube geht mir so völlig am arsch vorbei, sodass ich ihn nicht einmal vor vermeindlich drohenden & schlimmeren glaubenskonzepten in schutz zu nehmen gewillt bin! Euer "kulturclash" wie du's an anderer stelle händeringends ins thema einzufügen suchst, geht mich nichts, aber auch nichts an.
    Mein "kulturkampf" ist der gegen alle religionen als drohende gefahr der menschlichen zivilisation! Und egal hinter welcher humanistischen maske ihr euch beruft in gesellschaftliche prozesse eingreifen zu wollen; hier muss alles getan werden um euch , den religionsstaat wie ihr ihn erträumt abzuwehren. Seis deiner als liberal kaschierter mummenschanz , seis der von ausgrenzung und entwürdigung geprägte pseudo-goodwill-ekd kompromis im umgang mit unseren homosexuellen brüdern&schwestern..
    Seis auch in der islamisch-katholischen variante der des triebverzichtes ( siehe #58 humanist) kulminierende religionsdarwinismus.. nur der stärkere überlebt.

    Btw.. gibts ein bachelor in schwatzhaftigkeit, hast du sicher einen universitären abschluss erlangt!
    Den beweis angeeigneten wissens hast du hier aber noch nicht erbracht.
    Was für ein studium, was für vergeudete energien und wohl auch steuergelder, die in dich investiert, nun zu keinem ergebnis führen.
    Denn bedenke: .."je geschulter sie sind, je studierter, desto weniger 'glauben' sie. @antos
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#60 TheDadProfil
  • 21.03.2013, 14:41hHannover
  • Antwort auf #59 von stromboli
  • Dem bleibt noch ein Zitat von Arthur Schopenhauer anzufügen :
    "Natürlicher Verstand kann jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung natürlichen Verstand"..

    Dem fügte Konrad Adenauer hinzu :
    "Gott hat einen Fehler gemacht, in dem er der Intelligenz Grenzen setzte, nicht aber der Dummheit"..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #59 springen »

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