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Schottland
Neue Fummel-Vorwürfe gegen Kardinal
- 19. März 2013 2 Min.

Kardinal Keith O'Brien versprühte jahrelang sein Gift gegen Homo-Rechte, offenbar um seine eigene Homosexualität zu verbergen.
Kurz vor der Papstwahl gab der inzwischen zurückgetretene Kardinal Keith O'Brien sexuelle Übergriffe auf Priester in den 80er Jahren zu – aber er soll noch viel länger Untergebene belästigt haben.
Wie die Zeitung "Herald Scotland" berichtet, soll der zurückgetretene schottische Kardinal Keith O'Brien bei seiner Amtseinführung im Jahr 2003 einen Priester unsittlich berührt haben. Der Priester soll wie O'Brien aus Schottland stammen, arbeitet jetzt aber in London. Laut dem Bericht soll der Kirchenführer versucht haben, den Priester bei einer Feier von schottischen Vertretern im Vatikan zu begrabschen. Während des Vorfalls soll der Kardinal unter Alkoholeinfluss gestanden haben.
Das Opfer soll sich im vergangenen Jahr bei der vatikanischen Bischofskongregation über das Verhalten des Kardinals ein Jahrzehnt zuvor beschwert haben, woraufhin die Kirche unter Führung des kanadischen Kardinals Marc Ouellet Ermittlungen einleitete. Die Zeitung "Herald Scotland" berichtet weiter, dass die Kirche eigentlich O'Brien leise aus dem Amt drängen wollte. Als aber mehr Vorwürfe gegen den ranghöchsten britischen Katholiken erhoben wurden, trat O'Brien von selbst zurück.
O'Brien gab sexuelle Übergriffe zu
Der Kardinal hat Anfang März zugegeben, dass sein "sexuelles Verhalten unter die Standards fiel, die von mir als Priester, Erzbischof und Kardinal erwartet werden" (queer.de berichtete). Er kündigte daraufhin an, sich in sein Privatleben zurückziehen zu wollen. Nur wenige Tage vorher war bekannt geworden, dass O'Brien in den 1980er Jahren mehrere Seminaristen sexuell belästigt hatte (queer.de berichtete).
Der Vorfall hatte unter britischen Homo-Aktivisten Empörung ausgelöst, weil O'Brien als einer der erbittertsten Lobbyisten gegen die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben gilt. So hatte er 2012 die Homo-Ehe als "groteske Zersetzung eines allgemein akzeptierten Menschenrechts" bezeichnet und mit der Legalisierung von Sklaverei verglichen (queer.de berichtete). (dk)














